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Ryr Dolkka
[[Bild:RyrDolkka|250px]]
Beschreibung
Spezies:

Mensch

Volk:

Mandalorianer

Geschlecht:

Männlich

Hautfarbe:

hell

Haarfarbe:

Braun

Augenfarbe:

Braun

Körpergröße:

1,85 Meter

Körpermasse:

69 Kilogramm

Besondere Merkmale:

große Narbe zwischen linker Brust und linker Schulter

Kopfgeld:

30.000 Credits

Biografische Daten
Geburtsdatum:

38 VSY

Heimat:

Mandalore

Familie:

Dolkka-Clan

Beruf/Tätigkeit:
  • Kopfgeldjäger
  • Söldner
Schüler:

Elli Dolkka

Organisation:

Söldnergilde

Ausrüstung:
  • Jetpack
Bewaffnung:
  • Flammenwerfer
  • selbst gebaute Blaster
  • MW-30-7D (Mandalorianisches Scharfschützengewehr)
  • Vibroklingen
  • gelbes Shoto (ehemals)
  • Drummstahl-Kampfmesser
Fahrzeuge:

Greller Blitz

Auftraggeber:
Vorgehensweise:
  • gründlich
  • schnell
Bekannte Verbrechen:
  • Mord in über 50 Fällen
  • schwerer Diebstahl in 7 Fällen
  • schwere Sachbeschädigung
Zugehörigkeit:
„Er kann gut schießen und ist klug. Eine gefährliche Kombination!“
— Akt'tar über Ryr Dolkka

Ryr Dolkka[ R ̬yɹ dɔl. ̬ka] war der jüngste Nachkomme des hoch angesehenen mandalorianischen Dolkka-Clans und ein berühmter Kopfgeldjäger. In seiner späteren Laufbahn schloss er sich der Söldnergilde an.

Biografie

Kindheit

Ryr Dolkka wuchs als jüngster Sohn des Anführers des Dolkka-Clans, Jari Dolkka sowie der Mandalorianerin Djura Dolkka auf Mandalore auf. Seine Geschwister waren sein ältester Bruder Miilo Dolkka und die Zwillinge Gir Dolkka und Rysa Dolkka. Sein Vater besaß hohes Ansehen unter den Mandalorianern, da er sowohl als starker Kämpfer als auch als ehrenhafter Mann galt. Während seiner Kindheit verbrachte Ryr viel Zeit mit seinem besten Freund Norvo Vec und seinen Cousins Tion und Kal. Zusammen mit ihnen teilte er den Traum eines Tages Kopfgeldjäger zu werden und die Galaxis zu bereisen. Von seinem Vater und seiner Mutter lernte er auch die Jagd, das Steuern eines Raumschiffes, Basic zu sprechen und den Umgang mit Waffen. Anders als seine zwei Brüder und seine Schwester zog es ihn in die Weiten der Galaxis, wo er sich seine Ehre als Kopfgeldjäger verdingen wollte. Da seine Familie mandalorianisch war, hatte natürlich niemand etwas dagegen. Im Gegenteil, es war sogar eine große Ehre für seine Familie.

Anfänge als Kopfgeldjäger

Natürlich konnte er nicht sofort die gefragtesten Aufträge annehmen, sondern musste sich langsam hocharbeiten. Zuerst nahm er auch nur Aufträge nahe Mandalore an, da er noch kein eigenes Schiff besaß. Nach ein paar Aufträgen konnte er sich dann einen gebrauchten Kom’rk-Sternjäger leisten. Von da an nahm er auch weiter entferntere Aufträge an und es trieb ihn immer weiter hinaus.

Eigenschaften

Aussehen

Ryr Dolkka hatte gelbbraune Augen und dunkelbraunes Haar, das er meist mittelkurz trug. Er war 1,85 Meter groß und hatte eine schlanke Statur. Um seinen Beruf als Kopfgeldjäger gerecht zu werden trainerte er regelmäßig, meist daheim auf Mandalore, und hielt sich so in Form. Nachdem er zeitweise in einem Gefängnis auf Perona einsaß, blieb eine große Narbe auf seiner linken Brust zurück, dort wo ihm eine Sicherheitsmine implantiert worden war. Er trug meist eine orange-gelbe Beskargam. Darunter trug er einen grauen Overall. Um die Hüfte trug er einen braunen Allzweckgürtel, an dem sich mehrere Taschen sowie Halfter für Blaster und Shoto befanden.

Persönlichkeit und Fähigkeiten

Ryr Dolkka war trotz seines Berufes als Kopfgeldjäger ein sehr mitfühlender Mensch. Er verlor nie sein Ziel vor Augen und gab selbst dann nicht auf wenn er keine Aussicht auf einen Sieg hatte. Er besaß ein sehr hohes Ehrgefühl und respektierte ebenbürtige Gegner. Er besaß auch einen sehr starken Willen der schon fast an Sturheit grenzte. Ihm waren Freunde und Familie sehr wichtig und er tat alles was in seiner Macht stand, um diese zu beschützen. Ryr Dolkka war durchtrainiert, hatte jedoch nicht übermäßige Muskelmasse, da er dies für unnötig hielt. Er war ein hervorragender Nahkämpfer, und konnte genauso gut mit Waffen umgehen. Auch war er ein relativ guter Pilot. Er war diszipliniert, weshalb er im Kampf nicht zu leicht die Nerven verlor. Diese Fähigkeiten machten ihn zu einem durchaus gefragten Kopfgeldjäger. Meistens war er nicht ein Mann der Planung und handelte aus dem Instinkt heraus, wenn er sich mitten im Kampf befand. Deshalb ging er auch meistens mit dem Kopf durch die Wand, war damit aber auch meistens erfolgreich.

Beziehungen

Elli Dolkka

Elli war die Adoptivschwester von Ryr Dolkka. Er fand sie auf Blikk und wurde zunächst von ihr angeheuert um ihre Eltern zu rächen, die von Felsar ermordet worden waren. Während des Auftrags kamen die beiden sich näher und bauten eine Bruder-Schwester-Beziehung zueinander auf. Nach dem erledigen des Auftrags entschloss sich Elli, Ryr zu begleiten. Ein paar Monate später wurde sie von Ryrs Vater Jari Dolkka adoptiert, und wurde so seine richtige Schwester.

Mica Vizla

Mica Vizla war die Partnerin von Ryr Dolkka. Er lernte sie kennen als sie ihm einen Auftrag, ein Attentat auf dem Planeten Drumm, vor der Nase wegschnappte. Er war sofort beeindruckt von ihr. Sie schnappte ihm bei einem Bankraub kurz darauf erneut einen Teil der Beute weg. So wurden die beiden zuerst Rivalen.

Drew Licgan

Drew Licgan war eine Menthorfigur für Ryr Dolkka. Er lernte ihn bei seinem ersten großen Auftrag kennen. Die beiden konnten sich sofort gut leiden und hielten zusammen, als das Schiff von Weequay-Raumpiraten überfallen wurde. Nachdem sie zusammen die Bedrohung ausgeschaltet und den Auftrag erfolgreich abgeschlossen hatten, bot Ryr Drew an ihn zu begleiten. Er lernte Drews Familie kennen, während sein Schiff auf Duro gewartet wurde. Auf dem Planeten Trida rettete Drew Ryr das Leben, als er ihn verwundet auf der Straße fand. Später arbeiteten sie noch bei vielen Aufträgen zusammen.

Ausrüstung

Ryr Dolkka trug eine orange-gelb gefärbte Beskar'gam, die er mit einigen Hilfsmitteln modifizierte. Er besaß ein Paar selbst konstruierter Blaster die er an Halftern trug. Ausserdem besaß er ein MW-30-7D_Scharfschützengewehr und ein Jet-Pack sowie später ein gelbes Shoto, ein Jedi-Kurzschwert. Letzteres nahm er sich vom Anführer Felsars, Koga Cziwahri, nachdem dieser durch Mica Vizlas Hand erschossen worden war. Er benutzte auch selbstgebaute Sprengsätze, Nagelbomben genannt, die an Verpinen-Technologie erinnerten. Diese zu bauen hatte er von Mica Vizla gelernt. Er trug auch immer ein Drummstahl-Kampfmesser bei sich.

Galerie

Ryr

Ein Konzeptentwurf

Hinter den Kulissen

Ryr Dolkka wurde vom Benutzer Darth Lebra erfunden.



Logbuch: „Greller Blitz“, Ryr Dolkka

Schreiben

Der folgende Abschnitt beschreibt eine aus der Erzählperspektive geschriebene Handlung

22 VSY, erster großer Fisch

Kurz nachdem ich mein Schiff bei einem Händler in Keldabe gekauft hatte, erhielt ich von einem Nautolaner namens Gilmar eine Nachricht über meinem Komlink. Dieser sagte, er hätte einen Auftrag für mich. Ich machte mich natürlich sofort auf den Weg. Er sagte er wolle mich im „Bak’kishuh“, einem zwielichtigen Schuppen nahe dem Raumhafen, treffen. Angeblich sollen sie dort nur Reaktorkerne zu trinken haben, scheußliches Zeug. Aber ich war ja nicht zum Trinken da. Nach einer halben Stunde erschien er in der Cantina, ich erkannte sofort diese Tentakel die die Nautolans haben. Er unterbreitete mir einen Vorschlag, zu dem ich, wie er sagte, nicht nein sagen könne. Er suchte noch einen Mann für ne Crew, die ihn von hier bis nach Gilijada, einem Planeten im Drumm-System, eskortieren sollte. Er meinte ich sollte keine weiteren Fragen stellen und er bot mir dafür 10.000 Credits im Voraus an, nach erledigen des Auftrags würde ich noch 80.000 weitere Credits ausgezahlt bekommen. Ich nahm natürlich an, auch wenn ich etwas misstrauisch war. Kurz darauf war ich an Bord der "Ölige Flügel" und wurde vom gelbhäutigen Nautolan mit den anderen Jägern, Söldnern und Crewmitgliedern bekannt gemacht. Wenig später flogen wir los, von Keldabe nach Gilijada. Am ersten Tag passierte so gut wie gar nichts. Ich unterhielt mich sehr oft mit einem Duro-Piloten namens Drew Licgan. Er erzählte mir von seinen Flügen durch die halbe Galaxis. Am zweiten Tag, es war schon fast Ruhezeit auf dem Schiff, erzitterte es ganz plötzlich und es gab einen gewaltigen Knall. Ich lief sofort mit ein paar anderen Söldnern zum Heck, wo der Knall hergekommen war. Durch ein Transparistahl-Bullauge sah ich mehrere Schiffe, die das Feuer auf uns eröffnet hatten. Mehrere Söldner rannten zu Geschützstellungen und erwiderten das Feuer. Plötzlich schlugen einige Enterschiffe backbords ein und Weequays entstiegen ihnen. Sie waren in der Überzahl und töteten schnell die Besatzung. Ich und Drew standen Rücken an Rücken. Jeder von uns knallte mindestens noch zehn von denen ab, bis sie uns überwältigten. Als ich wieder zu mir kam, lag ich im Kommandoraum, in der anderen Ecke Drew und ein paar weitere Überlebende. Drei Weequay hatten unsere Waffen und passten auf uns auf. Dummerweise waren sie nicht darauf gekommen, dass ich auch eine Vibroklinge in meiner Rüstung haben könnte. In einem unaufmerksamen Moment schlich ich mich an den ersten Weequay an und schnitt ihm die Kehle durch. Ich nahm meine Waffen zurück und schaltete die anderen beiden auch noch aus. „Solche Di’kute“, dachte ich mir. Die Überlebenden kamen mit Drew und mir und halfen uns ein wenig. Kurz darauf hatten wir uns bis zum Cockpit vorgearbeitet. Dort waren Gilmar und zwei Piloten von den restlichen Weequay umzingelt. Wir machten kurzen Prozess mit ihnen, da sie völlig überrascht waren. Gilmar bedankte sich bei uns und wir konnten unseren Weg fortsetzen. Wie sich später herausstellte, waren die Piraten scharf auf Gilmars Spice-Lieferung gewesen. Sie waren von einem von Gilmars Konkurrenten angeheuert worden. Als wir sicher auf Gilijada ankamen bekam ich meinen Anteil ausgezahlt. Ich war zufrieden, da ich meinen ersten großen Auftrag ausgeführt hatte. Kurz darauf fragte Drew mich, ob ich ihn nicht zum nächsten Raumhafen mitnehmen könnte. Den Angriff hatte mein Schiff zum Glück unbeschadet überstanden, da es auf der anderen Seite angedockt war. Trotzdem wollte ich ein paar Verbesserungen vornehmen. Drew sagte, er kenne da jemanden, und so nahm ich ihn mit und wir flogen nach Duro.

22 VSY, Duro

Nach ungefähr einer Woche kamen wir dann an. Wir hatten zwischendurch ein paar Mal Halt gemacht. Ich war auf die Idee gekommen, etwas dazu zu verdienen, indem ich Leute auf dem Weg mitnahm. Das hatte ich dreimal gemacht. Das erste Mal hatte ich einen Mon Calamari mitgenommen. Beim zweiten Mal waren es zwei Menschen. Der Letzte war ein Rodianer. Aber das bereute ich nach kurzer Zeit, ich wusste ja nicht dass Rodianer so schlimm riechen. Auf jeden Fall werde ich wahrscheinlich nie wieder so einen Rodianer auf mein Schiff lassen. Nachdem wir ihn abgesetzt hatten, flogen wir direkt weiter nach Duro. Drew zeigte mir den Weg zu seinem „Bekannten“. Wir flogen in die Orbitalstädte. So riesige Raumstationen hatte ich noch nie gesehen. Ich landete die „greller Blitz“ in einem Hangar, über dessen Eingang mit Leuchtschrift „Wyyks Werft“ stand. Uns kam sofort ein etwas korpulenter Duro in Arbeitskleidung entgegen. „Hallo, Fremder! Mein Name ist Wyyk Worrig,“ sagte er zu mir und erblickte dann Drew. „Drew Licgan alter Knabe, lang nicht gesehen!“ polterte er. Als er zu seinem Werkzeug ging, fragte ich Drew: „Und dieser Laden hier ist wirklich gut?“ Er grinste und sagte: „Klar, sieht zwar n bisschen schäbig aus, ist aber umso besser!“ Obwohl ich noch Bedenken hatte, folgte ich den Beiden in einen Raum der aussah als wäre es ein Büro. Dort besprach Wykk mit mir, was ich denn an meinem Schiff verbessert haben wollte. Natürlich wollte er auch gleich wissen, wie viel ich denn bezahlen könnte. Klar hatte ich jetzt etwas in der Tasche, da ich ja für meinen letzten Auftrag ordentlich bezahlt worden war. Ich erzählte, dass ich einen Tarnfeld und einen verbesserten Antrieb bräuchte, sowie stärkere Schilde, seismische Bomben-, Verfolgungsraketen- und Torpedovorrichtungen. Da das ordentlich kostete, war das Geld vom „ersten großen Fisch“, wie ich ihn nannte, sofort wieder weg. Ich würde eine Weile auf Duro verbringen, deshalb schlug Drew vor dass er mich mit zu seiner Familie mitnehmen könnte. Ich war einverstanden, brachte vorher aber noch heimlich einen Hochdistanzpeilsender in meinem Schiff an den ich mit meiner Beskar’gam verlinkte. Ich verbrachte ungefähr einen Monat in den Orbitalstädten von Duro, bis ich eine Nachricht aus der Werft erhielt, dass das Schiff nun fertig sei. Ich flog sofort zusammen mit Drew in seinem Schiff dorthin. Als ich ankam, bekam ich den Mund nicht mehr zu vor Staunen. Mein Schiff sah aus wie nagelneu. Wyyk hatte es anscheinend neu lackiert, und die neu angebrachten Vorrichtungen sah man dem Schiff gar nicht an. „Nicht schlecht, oder?“ sagte Wyyk und grinste mich dabei breit an. Ich bedankte mich und bezahlte sofort. Kurz darauf verabschiedete ich mich von Drew. „Lass dich nicht töten“, sagte ich. „Du dich auch nicht“, erwiderte er. Kurz darauf flog ich aus den Orbitalstädten hinaus, Kurs auf Coruscant.

21 VSY, Coruscant: Ebene 1320

Nach ungefähr einer Woche, mittlerweile war das Jahr vorüber, erreichte ich diese riesige Stadt, die sich über den ganzen Planeten erstreckte. Coruscant ist auf der Oberfläche von riesigen Wolkenkratzern bedeckt, an die die in Keldabe nicht im Traum heranreichen. Doch in den unteren Ebenen des Planeten ist Armut an der Tagesordnung. Der Untergrund ist ein Paradies für Kriminelle, Betrüger, Diebe und Kopfgeldjäger. Und genau dort begab ich mich hin. Ich flog die Greller Blitz in die 1320. Etage. Dort gab es einen großen „Droiden-Basar“ – obwohl er viel mehr an einen Schrottplatz erinnerte. Dort gab es Stände, an denen Dienerdroiden, Sondendroiden, Kampfdroiden, Attentäterdroiden, Energiedroiden, Transportdroiden, Protokolldroiden, Medidroiden, Wartungsdroiden, Astromechs und viele andere Droiden verkauft oder gekauft wurden. Ich ging zu einem Stand, an dem ein Kryp, wie ich später herausfand, Astromechs und Dienerdroiden verhökerte. Ich interessierte mich für einen der Astromechs, da ich noch einen brauchte und etwas Gesellschaft auf meinen Reisen gut gebrauchen konnte. Als ich ihn schon fast gekauft hatte, bemerkte ich, dass eine Kontrollleuchte beim Astromech nicht leuchtete. Ich bat um eine Vorführung. Als er zögerte, holte ich den Blaster raus. Ich hatte keine Lust darauf, schon so früh übers Ohr gehauen zu werden. Als er den Droiden anschaltete, bekam er nach ungefähr fünf Sekunden einen Kurzschluss. Ich nahm ihn dennoch mit, als Ersatzteillager für meinen zukünftigen Astromech. Vier Stände weiter hatte ich etwas mehr Glück. Ein Natantaner verkaufte mir eine YG9-C4-Astromecheinheit. Ich nannte ihn kurz „C4“. Er war ein etwas neueres, fehlerhaftes Modell. Doch da ich ein paar Kenntnisse über Droiden von meinem Bruder Gir erlernt hatte, hatte ich vor ihn zu verbessern. Ungefähr drei Kilometer weiter gab es einen Laden namens „Trudges Cantina“. Doch ich begab mich zusammen mit meinem noch ausgeschalteten Droiden erst einmal zu meinem Schiff, wo ich ihn erst einmal abstellte. Kurz darauf begab ich mich in die Cantina. Ich fragte den Inhaber, einen Mirilaner namens Trudge, wo es denn Aufträge zu holen gäbe. Er sagte: „Dort drüben bei dem Holocomputer da.“ Ich bedankte mich und ging dorthin. Als ich am anderen Ende der Cantina angekommen war, rempelte mich ein muskulöser Mann an. „Hey du Kind, du hast hier nichts verloren, hier dürfen nur Erwachsene rein!“, spottete er. „Ich hab wahrscheinlich trotzdem mehr drauf als du.“, konterte ich. „Na warte, du kleine Göre!“, schrie er und kam auf mich zu. Ich fing seinen Schlag ab, und schleuderte ihn mit seiner eigenen Wucht zu Boden. „An deiner Stelle würde ich aufhören.“, riet ich ihm. Wutschäumend richtete er sich auf und zog seinen Blaster. Ich war schneller und verpasste ihm kurzerhand ein glühendes Loch über der Nase. Als mich die ganze Cantina anstarrte, sagte ich: „Er hat angefangen.“, warf dem Mirilaner ein paar Credits zu und widmete mich dem Holocomputer. Kurz darauf erblickte ich einen Auftrag, der mir gefiel. Ein pro-separatistischer „Revolutionär“ auf Drumm namens Flav Kumhog wurde von der Regierung gesucht, da er die KUS mit seinen Milizen unterstützte. Das Angebot war 40.000 Credits. Ich nahm den Auftrag an. Bevor ich mich jedoch zur Greller Blitz aufmachte, ging ich noch auf einen Waffenmarkt, bei dem ich einige Verbesserungen für meine Rüstung und Waffen erwarb. Kurz darauf stieg ich dann in mein Schiff und gab die Koordinaten für das Drumm-System ein.

21 VSY, Reise nach Drumm

Nachdem ich die Koordinaten eingegeben hatte, überließ ich den Flug erst einmal dem Bordcomputer. Ich ging in den Laderaum und nahm mir die zwei Astromechs vor. YG9-C4 bekam eine Verbesserung seines Prozessors, eine verstärkte aber leichtere Außenhülle und ein paar weitere Sachen, die ich aber nicht erwähnen werde, da ich sie auf nicht ganz legale Weise erworben hatte. Jedenfalls war ich den halben Flug damit beschäftigt, an ihm herumzuschrauben. Als ich dann fertig war, musste ich ihn noch programmieren. Ich programmierte ihn so, dass er mit dem Speicher des Bordcomputers verbunden werden konnte. Außerdem kamen natürlich noch ein paar andere Programmierungen dazu wie zum Beispiel die Persönlichkeit und vieles weiteres. Auch hierüber schweige ich mich aus. Als ich fertig war schaltete ich ihn sofort an. Der Astromech piepte bestätigend. Ich unterhielt mich eine Weile mit ihm über seine Aufgaben bis der Autopilot sich meldete und das Schiff den Orbit von Drumm erreichte.

21 VSY, Attentat auf Drumm

Meinen Informationen nach hielt sich der Pro-Separatistenführer Flav Kumhog in der Stadt Shdjiwa’ic auf. Ich reiste dorthin, musste aber das Tarnkappenmodul aktivieren, da es auf dem Planeten inzwischen harte Schlagabtausche zwischen Republik und Separatisten gab. Ich beobachtete meine Zielperson ungefähr eine Woche lang, bis ich endlich eine Methode gefunden hatte in auszuschalten, die mir gefiel. Während er wie jeden Tag von einer zu kleinen Eskorte zu seinem Shuttle begleitet wurde, um die Front zu inspizieren, wollte ich ihm mit meinem Scharfschützengewehr den Kopf wegpusten. Am nächsten Morgen brachte ich mich in einem Hochhaus in Position. Bald darauf kam wie erwartet die Zielperson, begleitet von zwei Gefolgsleuten aus dem Gebäude ihrer „Partei“ um wie jeden Morgen die Front zu besuchen. Ich hatte mich gerade auf die Lauer gelegt und wollte auf meine Beute zielen, da spürte ich wie etwas am Hinterkopf gegen meinen Helm stieß. „Keine Bewegung und Hände dahin, wo ich sie sehen kann!“ sagte eine Stimme. Ich hob meine Hände an meinen Helm. „Das kannst du vergessen!“, sagte ich, zog meinen Kopf weg, packte den Lauf und verzog den Schuss. Mir gegenüber stand jemand, ebenfalls eine Beskar’gam tragend. Sie war schwarz-golden, schien also was persönliches zu sein. „Was soll das?“, schrie ich. „Das ist mein Auftrag“. „Meiner aber auch“, sagte der Fremde. Ich rannte auf ihn zu und er auf mich. Ich zog ihm die Beine mit einem Kick weg, er riss mich mit. Er schlug mir mit dem Handschuh auf den Brustkorb, ich rammte ihm meinen Ellenbogen ins Gesicht. Er verpasste mir einen ordentlichen Kinnhaken, sodass ich meinen Helm verlor. Ich versetzte ihm einen Tritt gegen den Kopf. Er flog zurück und verlor seinen Helm. Da verschlug es mir doch glatt die Sprache, als sich der Er als eine Sie entpuppte. Sie hatte lange rote Haare, grüne Augen und war ungefähr so alt wie ich, ein bisschen älter vielleicht. Als sie sah, wie ich sie anstarrte fragte sie: „Was denn? noch nie ne Kopfgeldjägerin gesehen?“. Sie zog eine Fernbedienung hervor und betätigte sie. Das Shuttle, in den gerade meine Zielperson einstieg, explodiere in einem gleißenden Feuerball. Sie wollte sich abwenden um zu gehen, da fragte ich: „Wie heißt du?“. „Mica. Mica Vizla“, sagte sie. "Ryr Dolkka", sagte ich. "Gut zu wissen", meinte sie und ging. Was für eine Frau, dachte ich.

21 VSY, Kurierflug nach Lagodarn

Als ich zu meinem Schiff zurückkehrte, sendete ich C4, er solle lieber schon einmal die Triebwerke anwerfen. Ich wollte jetzt nicht noch von ungehaltenen Schergen meines Zieles aufgehalten werden. Als ich das Schiff erreichte, kamen auch schon zwei der Männer meiner Zielperson um die Ecke. „Nichts wie weg hier“ rief ich C4 zu und sprang schnell auf die Laderampe. Der Astromech reagierte und fuhr die Laderampe ein, und schloss die Schotten als ich im Schiff war. Als ich im Kommandoraum angekommen war, hatte C4 die „Greller Blitz“ schon aus dem Orbit geflogen. Nun musste ich erstmal überlegen wo ich nach diesem gescheiterten Auftrag mein Glück versuchen sollte. Ich flog kurzerhand nach Lavandanda, einem nahegelegenen Planeten. Dort suchte ich im Raumhafen Naapaav nach einem Job, der mir gefiel. Auch achtete ich darauf, dass dies ein geschlossener Auftrag werden würde, damit ich es nicht wieder mit Konkurrenten zu tun bekommen würde. Schließlich entdeckte ich einen Aleena, der eine Ladung Nahrung nach Lagodarn, einem Planeten, der im Moment von einer Raumblockade der KUS belagert wurde, schmuggeln sollte. Er bot mir an mich als Schutzkraft für diesen Job einzustellen. ich nahm an, da ich unbedingt einen gut bezahlten Job brauchte, was hier der Fall war. Und so kam es, dass wir an diesem Abend noch nach Lagodarn aufbrachen. Wir sollten innerhalb von sieben Stunden angekommen sein, wenn nichts dazwischen käme, so sagte es mir jedenfalls der Boss des Aleena. Aber schon nach zwei Stunden wurden wir von Spähschiffen der Separatisten entdeckt. Kurz darauf sprang ein Separatisten-Schlachtschiff aus dem Hyperraum. Die Droiden fragten den Piloten über den Komkanal nach einer Kennung, dieser gab jedoch vollen Saft auf alle Triebwerke. Es reichte nicht, die Separatisten eröffneten das Feuer und begannen das Schiff zu entern. Nach kurzer Zeit hatte es die gesamte Crew dahingerafft. So wenig es mir auch gefiel, ich musste abhauen. In die Hände der Separatisten zu geraten, war das Letzte, was ich jetzt gebrauchen konnte. Bevor ich zum Hangar kam, in dem sich mein Schiff befand, wurde ich von ein paar Droiden aufgehalten. Ich schoss sie über den Haufen und erreichte den Hangar. Ich sprang schnell an Bord meines Schiffes und gab C4 die Daten durch. Er schaltete das Tarnmodul an und manövrierte das Schiff heraus. „Ich hoffe der Tarngenerator funktioniert noch auf dieser Nähe, sonst wird das hier gleich ziemlich übel.“, sagte ich zum Astromech, worauf er ein nervöses Trillern von sich gab. Doch zum Glück bemerkten sie uns nicht und ich manövrierte das Schiff zum nächsten Raumhafen. Dieser Auftrag war reichlich schief gegangen.

21 VSY, Alte Freunde

Als ich gerade auf dem Weg nach Trida war, einem nahegelegenem Planeten mit Raumhafen, bemerkte ich einen stechenden Schmerz der immer schlimmer wurde. Ich sah an mir herab und bemerkte ein Einschussloch links unter meinem Brustkorb, der anscheinend durchgekommen war. Verdammt, dachte ich. „C4 schnell, bring mich zu einem Krankenhaus auf Trida.“, brachte ich hervor. Als er landete war ich kaum noch bei Bewusstsein. Ich taumelte quasi aus dem Schiff, schaffte es aber nicht bis zum Krankenhaus und brach zusammen. Als mir schwarz vor Augen wurde, dachte ich bloß nicht sterben, bloß nicht sterben. Als ich aufwachte, sah ich als Allererstes meine frisch verbundene Wunde. Als Nächstes fiel mir auf, dass es draußen Tag war. Und danach sah ich, dass ich keinesfalls in einem Krankenhaus lag. Es war ein kleines Apartment, zwei Blocks vom Krankenhaus entfernt. Ich nahm meine Waffen in die Hände. Plötzlich ging die Haustür auf. Ich zückte sofort meine Waffen. „Ah, du bist wach.“, sagte ein alter Bekannter. Es war Drew. „Was zum Teufel machst du hier?“, murmelte ich. „Sei froh dass ich dich auf der Straße gefunden hab, sonst wärst du jetzt tot.“, sagte er. „Was ist überhaupt passiert?“ „Ein Job der nicht so gelaufen ist, wie er sollte“, entgegnete ich. „Eine Bekannte von mir hat dich verarztet, das wird wieder.“, sagte er. „Was nützt das mir, wenn ich trotzdem keinen Erfolg habe?“, fragte ich. „Jedem Jäger ist so etwas sicherlich schon passiert.“, antwortete er mir. „Wichtig ist nur, dass du wieder aufstehst.“. „Vielen Dank, Drew“, sagte ich. „Ich hab da übrigens einen Job für dich.“, sagte er. Zwei Freunde von ihm wollten die Zentralbank hier auf Trida ausrauben. Ich dachte mir wieso nicht, und so begannen wir mit den Vorbereitungen …

21 VSY, Riesencoup auf Trida

Am nächsten Tag trafen wir uns auch schon, um den Raub zu besprechen. Der erste von Drews Freunden stellte sich als Lubbock Vhester vor. Er war ein kleinerer junger Mann mit strähnigem grün-rot gefärbtem Haar. Der andere war eine Zabrak und hieß Zarl Gazdha. Sie hatten außerdem drei IGs parat. Sie heuerten anschließend noch einen bekannten Trandoshaner namens Bssrahk und einen Balosar namens Jin Badruzza an. Wir planten alles sorgfältig. Zarl und Drew wollten mit dem Fluchtgleiter zwei Gassen vor den der Bank entfernt auf uns warten. Lubbock, Bssrahk, Badruzza und ich drangen zusammen mit den IGs durch eine Kanalisation in den Vorraum des Tresors ein. Zwei der IGs und Bssrahk gingen in den Kundenraum, um uns den Rücken freizuhalten. Vhester, Badruzza und Ich gingen zu den Tresorräumen, wo Vhester den Tresor knackte. Wir waren gerade dabei die Credits aus dem Tresor zu räumen, als wir aus dem Kundenraum Kampfgeräusche hörten. Die Sicherheitstruppen waren inzwischen angerückt und hatten schon zwei IGs auseinander genommen. Bssrahk hatte sich bis zu uns zurückgezogen. In diesem Moment beschloss Badruzza, uns zu verraten und sich aus dem Staub zu machen. Er versuchte durch den Tunnel im Vorraum zu entwischen, wurde aber von einem der Sicherheitsleute abgeknallt. In dem Moment knallte es heftig und die Luft war von Splittern und Trümmern erfüllt. Aber erst einmal war es wichtiger uns die Sicherheitsleute vom Leib zu halten. Ich warf eine Betäubungsgasgranate in den Kundenraum, kurz darauf war es still. Nun widmete ich mich dem Ursprung des Schepperns. Ich ging zurück in den Vorraum, von wo mir eine alte Bekannte entgegen kam. Ich erkannte sofort ihre schwarz-goldene Beskar’gam. „Was machst du denn hier?“, fragte ich. „Wonach sieht’s denn aus?“, sagte sie und obwohl ich ihr Gesicht nicht sehen konnte, wusste ich dass sie grinste. „Ich hab mir meinen Teil genommen, ihr könnt weitermachen“, sagte sie und hob mit ihrem Jetpack und der Beute ab. Sie flog durch die zerstörte Glaskuppel am Dach der Bank. Ich musste ein weiteres Mal wegen ihrer Gerissenheit grinsen. Ich nahm den Rest der Credits und stützte den verletzten Lubbock. Bssrahk, Vhester, der IG und ich nahmen den Weg durch den Kundenraum, in dem die Wachen und Kunden immer noch betäubt herumlagen. Als wir den Gleiter erreichten, gaben wir ordentlich Fersengeld. In Drews Apartment teilten wir die Beute auf und jeder bekam einen ordentlichen Anteil.

21-20 VSY, Auszeit daheim

Nach dem Riesencoup auf Trida nahm ich mir eine Auszeit und flog zusammen mit Vhester und Drew nach Mandalore. Dort besuchte ich meine Familie und blieb eine Weile bei ihr. Ich trainierte zusammen mit meinem ältesten Bruder Miilo und Lubbock, der seine Wunde vorher noch etwas auskurieren lassen musste. Ich trainierte vor Allem den Nahkampf, ließ mir aber auch von meinem Bruder Gir etwas mehr über Technik beibringen und Lubbock zeigte mir, wie man Sprengsätze herstellt, einsetzt und entschärft. Er gab mir ausserdem ein paar Tipps zum Infiltrieren und Spionieren. Gir tüftetelte ebenfalls an C4 herum und verbesserte sein Kühlsystem. Wir machten auch einmal einen Ausflug nach Keldabe, wo uns Gir seinen Arbeitsplatz bei ManDroid Corp. zeigte. Mein Vater verantstaltete eine Jagd, an der ich teilnahm. Auch erzählte ich meiner Familie von meinen „Abenteuern“, wie meine Schwester Rysa es nannte.

20 VSY, Blikk und Felsar

Nach meiner Pause nahm ich einige kleine Jobs an und flog häufiger die Kernwelten an. Es verschlug mich auch dreimal nach Coruscant. Kurz darauf flog ich wieder zurück ins Drumm-System und von dort nach Blikk. Ich lieferte eine Ladung an einen Kunden ab. Nachdem ich die Belohnung eingesammelt hatte, wollte ich zurück zum Raumhafen. Kurz bevor ich am Schiff angekommen war, lief mir ein Mädchen mit braunen Haaren in den Weg. "Lass mich mal vorbei", sagte ich. "Hey sie, können sie bitte mit mir mitkommen", bat mich die Kleine. "Ich hab grad keine Zeit, tut mir leid. Jetzt lass mich vorbei", erwiderte ich nur. "Bitte kommen sie mit", drängte sie mich nun inbrünstiger. "Geh doch zu deinen Eltern, oder hast du nichts zu tun?", zischte ich schroff. "Meine Eltern sind tot", sagte sie. "Bitte kommen sie mit mir mit. Ich brauche ihre Hilfe". Ich entschloss mich, ihr diesen Gefallen zu tun. Wir gingen durch ein paar Gassen und liefen an Obdachlosen, rankurianische Katzen und anderen Kreaturen und Abschaum vorbei durch das Armenviertel der Stadt. Im Ostviertel der Stadt betraten wir dann ein Haus. Dort erzählte sie mir endlich auch, was sie von mir wollte. Ihre Eltern waren von Mitgliedern des Kartells Felsar ermordet worden. Und nun wollte sie, dass ich die Mörder ihrer Eltern tötete. "Und wieso willst du unbedingt, dass ich das mache?", fragte ich sie. "Sie tragen eine Waffe", erklärte sie. Da musste ich grinsen. "Ich bezahl sie auch dafür, ich hab gespart!", versprach sie. „Okay, ich schau mir mal an, was ich tun kann“, bot ich ihr an. „Aber verrate mir wenigstens erst einmal wie du heißt.“ „Mein Name ist Elli.“, sagte sie.

20 VSY, Felsars Handlanger

Ich erkundigte mich eine Weile über Felsar und erfuhr, dass eines ihrer Quartiere hier auf Blikk war. Auf Blikk hatte Felsar seinen Waffenschieberring am weitesten gefördert. Ihre „Kunden“ kamen aus der ganzen Galaxis nach Blikk. Auch Schutzgeld verlangten sie von den Bürgern von Blikk. Ellis Eltern hatten dieses anscheinend das letzte Mal nicht mehr zahlen können. Elli sagte mir dass drei der Mörder ihrer Eltern mit Namen gerufen worden waren. Sie sagte sie hießen Bryon, Vitzor und Devack. Ich erkundigte mich also über diese Männer und fand heraus, dass diese wie angenommen Handlanger von Felsar waren. Sie hatten die Aufgabe auf Felsar einen Teil des Schutzgeldes einzutreiben. Da Ellis Eltern vor zwei Monaten ermordet worden waren, wurde es bald wieder Zeit für Felsar ihr Geld einzutreiben. Ich wartete darauf dass sie sich zeigten. Elli hatte mir gesagt dass der den sie Devack nannten eine Glatze und eine große Narbe auf der rechten Wange hatte. Ich sagte ihr dass mir das reichen würde und machte mich auf die Suche nach ihnen. Nach zwei Tagen sah ich sie das erste Mal. Devack war ein menschlicher Hühne, muskelbepackt und grobschlächtig sah er aus. Bryon war ein Patrolianer und hatte rötliche Haut. Er hatte Ellis Eltern vor ihrem Tod noch gequält hatte sie mir erzählt. Vitzor war zwar nicht ganz so groß wie Devack, sah jedoch genauso übel aus wie er. Ich sah wie sie ein Paar aus dem Haus zogen, aus dem sie kamen. Sie schienen sie zu erpressen, jedenfalls wechselten kurz darauf ein paar Credits den Besitzer. Ich verfolgte sie noch eine Weile und sah wie sie in ein Haus im Untergrund verschwanden. Kurz darauf kehrte ich zurück zu Ellis Haus. Ich erzählte ihr von meinem Plan die Mörder ihrer Eltern zu töten. Sie sagte das wäre eine gute Idee und so begann ich Besorgungen für das Attentat zu erledigen. Ich kaufte Thermaldetonatoren, Rauchbomben und einen Blaster für Elli, damit sie sich zur Not verteidigen konnte. Ich wartete bis sie in das Viertel kamen und warf dann von einem Dach Rauchbomben auf die Straße. Wie erwartet liefen die Handlanger in die entgegengesetzte Richtung durch eine Gasse. Diese war jedoch verbarrikadiert, dafür hatte ich jedenfalls gesorgt. Ich flog mit meinem Jetpack zum anderen Ende der Gasse und kesselte sie so ein. Vitzor machte Anstalten seinen Blaster zu zücken. „Das würde ich lieber sein lassen wenn du kein drittes Auge haben willst“ sagte ich. Ich deutete auf die offene Tür des Hauses rechts von ihnen und sie gingen dort hinein. Elli kam mir hinterher und schloss die Tür. „Wer von euch ist der Boss“, fragte ich. „Das ist er“, sagte Vitzor und deutete auf Bryon. Ich gab Devack sofort einen Kopfschuss, da er mir als zu unberechenbar erschien. Sein riesiger Körper fiel durch den Schuss auf den Rücken. Danach fesselte ich beide erst einmal Rücken an Rücken und nahm ihnen ihre Waffen ab. Für sonst so harte Männer sahen sie mich plötzlich sehr angsterfüllt an. „Du solltest vielleicht mal kurz ins Nebenzimmer gehen“, sagte ich zu Elli. Trotz Murren tat sie das, und ich widmete mich den Gefangenen. Ich nahm meinen Helm ab und legte ihn auf einen Tisch der bereitstand. „Du bist ja nur ein Junge!“, entfuhr es Vitzor bei meinem Anblick. „Ich habe dir nicht erlaubt zu reden“, sagte ich und schoss ihm ins Bein. Er schrie wie verrückt und zappelte wild herum. „Stillhalten, sonst verziehe ich nächstes Mal vielleicht“, sagte ich. Er verstand die Warnung. „Nun, ich werde euch jetzt fragen wer euch den Befehl gab die Eltern des Mädchens zu töten. Ich erwarte, dass ihr ehrlich antwortet. Dann dürft ihr sterben“, sagte ich ihnen. „Ich erkenne dieses Mädchen nicht“, rutschte es Vitzor erneut heraus. „Dann erinner dich lieber schnell und sag mir den Namen“. „Wieso sollten wir etwas verraten wenn wir trotzdem sterben?“, fragte Bryon mit wütender Miene. „Weil euer Tod dann kurz und schmerzlos sein wird“, sagte ich. „Du kannst mich mal, ich werd dir nichts sagen“, schrie Vitzor mir ins Gesicht. „Dann hätten wir das ja geklärt“ sagte ich und schoss ihm einmal ins andere Bein, zweimal in die rechte Brust und einmal in den Hals. Er kämpfte noch eine Weile mit dem Tod bis er schließlich aufgab. „Ich verrate dir den Namen, ich verrate dir den Namen“, sagte Bryon schnell, als ich den Blaster auf ihn richtete. „Dann schnell heraus damit bevor ich es mir anders überlege“, sagte ich. „Es war der Boss“, brachte er hervor. „Ich will Namen haben“, sagte ich und schoss ihm ins Bein. Er schrie etwas auf seiner Muttersprache und jauchzte vor Schmerz. „Ich will den Namen!“, schrie ich nun. „Koga, er heißt Koga Cziwahri“, rief er. „Bitte, bitte lasst mich am Leben. Er wird euch auch eine Menge Credits für mich überlassen. Bitte, bitte, bitte!“, flehte er. „Ich kann auf euer Angebot getrost verzichten“, sagte ich und richtete meinen Blaster auf ihn. Sieben Blasterschüsse wurden auf ihn abgefeuert, sieben trafen ihn. Sie kamen jedoch nicht aus meiner Waffe. „Halte endlich dein Maul, halt endlich dein verdammtes Maul du verdammter Dreckskerl“, schrie Elli und schluchzte. „Elli, es ist gut. Er ist tot“, sagte ich und nahm sie in den Arm. Nachdem wir die Leichen entsorgt hatten, gingen wir zu ihr Nachhause. „Hier hast du dein Geld“, sagte sie und wollte mir die Credits übergeben. „Ich denke, du brauchst sie mehr als ich. Du wirst dir wohl ein neues Zuhause suchen müssen, da kannst du sie gut gebrauchen“, sagte ich. „Blikk ist jetzt nicht mehr mein Zuhause, hier will ich nicht mehr leben“. „Kann ich dich zu irgendeinen Planeten mitnehmen?“, fragte ich. „Darf ich bei dir an Bord leben?“, fragte sie. „Du könntest doch meine Familie werden. In den paar Tagen die ich dich kenne, warst du für mich wie ein großer Bruder“. „Das Leben mit mir wäre sehr gefährlich und hart für dich. Außerdem bist du zu klein.“, sagte ich. „Ich habe keine Angst, außerdem bin ich schon 13“, sagte sie. „Ok verdammt, wieso eigentlich auch nicht“, sagte ich. Sie packte die Sachen die sie brauchte und ich nahm sie mit an Bord der „greller Blitz“. Ich zeigte ihr das Schiff und stellte ihr C4 vor. Sie mochte ihn auf Anhieb und ihr gefiel das Schiff sehr. Kurz darauf flogen wir auch schon fort von Blikk, hinaus in die Weiten der Galaxis.

20 VSY, Entführung eines Schuldners

Ich zog es vor, erst einmal mit Elli soweit wie möglich weg von Blikk zu kommen. Es war immerhin möglich, dass das halbe Felsar-Kartell schon nach uns suchte. Ich flog erst einmal in Richtung Mandalore, ich wollte ihr meine Heimat zeigen. Ich zeigte ihr auch während des Flugs wie man die „greller Blitz“ zu bedienen hatte. Kurz vor dem Ende des Systems, nahe dem Planeten Testhali wurde die Energie auf dem Schiff langsam schwach und ich beschloss zu landen. Kurz darauf landeten wir an Testhalis östlichen Raumhafen. Jedoch waren die Tibannapreise auf Testhali so hoch, dass ich wohl oder übel noch ein wenig Geld verdienen müsste wenn ich weiterkommen wollte. Ich ging also zum nächsten Kopfgelderbüro und suchte mir dort einen Auftrag. Ganz in der Nähe trieb sich ein Schuldner herum der ein Kopfgeld mit sich brachte, das reichen würde. Ich lud mir die nötigen Daten herunter und machte mich auf die Suche nach ihm. Der Schuldner sollte lebendig gefasst und zum Auftraggeber gebracht werden, weshalb ich mich auf eine Entführung vorbereitete. Elli wollte mir unbedingt helfen, weshalb ich sie mitnahm. Nach einem Tag schon hatte ich ihn ausfindig gemacht. Elli ging an seine Tür um ihn abzulenken. Er öffnete und sie beschäftigte ihn eine Weile. Als ich mich an ihn heranschlich, knackte die Diele und der drehte sich um. Als er mich erblickte, erschrak er und rannte davon. Ich hechtete ihm hinterher und das ganze wurde zu einer Verfolgungsjagd. Er lief durch mehrere Gassen und ich folgte ihm. Als ich ihn fast erreicht hatte, zog er einen Blaster und schoss auf mich. Er landete sogar einen Streifschuss an meinem rechten Arm. Ich ging mit gezücktem Blaster auf ihn zu, doch er schrie „Keine Bewegung“. Ich wollte nichts riskieren und tat was er sagte. Plötzlich schlich sich Elli um die Ecke und betäubte ihn mit ihrem Blaster. „Gut gemacht“, lobte ich sie. Ich warf ihn über meine Schulter und flog mit meinem Jetpack zu einem Punkt kurz vor dem Abgabeort, während Elli zurück zum Schiff ging. Ich lieferte den Typ beim Auftraggeber ab und sackte die Belohnung ein. Kurz darauf starteten wir mit vollgetanktem Schiff und flogen in Richtung Mandalore weiter.

20 VSY, Eine neue Schwester

Zwei Tage später erreichten wir Mandalore. Ich flog mit Elli zuerst nach Keldabe, um ihr die Stadt zu zeigen. Ihr gefiel Keldabe aber nicht, da es so trostlos aussah und sie an Blikk erinnerte. Ich erledigte noch ein paar Besorgungen bevor wir weiter nach Elu'malu flogen. Kurz darauf kamen wir dann auch schon an, da Elu'malu ja nicht weit von Keldabe entfernt ist. Als wir zuhause ankamen, stellte ich Elli meiner Familie vor und erzählte ihnen ihre Geschichte. Mein Vater meinte, wenn sie mir wie eine Schwester wäre würde er sie adoptieren. Er sagte mir dass ich sie die Resol'nare lehren sollte, damit sie zu einer richtigen Mandalorianerin werden konnte. Ich akzeptierte und wir nahmen Elli in die Familie auf. Rysa freute sich riesig, dass sie nun auch eine Schwester hatte. Ein paar Tage später ließen wir ihr eine Beskar'gam anfertigen. Sie gestaltete diese wie jeder Mandalorianer selbst und probierte sie sofort an. Sie freute sich wahnsinnig darüber. Wir trainierten eine Weile zusammen auf unserem Trainingsgelände und ich zeigte ihr Elu'malu. Mein Vater meinte ich solle zusammen mit Elli ein Überlebenstraining absolvieren, um unser Band zu festigen und als Prüfung für Elli. Mein Onkel Kyr bot an uns zu begleiten. Wir entschlossen uns der Herausforderung zu stellen. Wir blieben noch eine Woche, dann flogen wir los.

20 VSY, Überlebenstraining

Wir flogen in Richtung Barkhesh, einem der nächsten Planeten die für ein Überlebenstraining geeignet waren. Dort landete ich die „greller Blitz“ auf einer Lichtung. Wir waren von nun an weitab von der Zivilisation auf uns gestellt. Durch dieses Training sollte Elli sich nun beweisen und sich als würdig erweisen in die Gesellschaft der Erwachsenen aufgenommen zu werden. Onkel Kyr meinte wir sollten erst einmal das Schiff verstecken. Man konnte ja nie wissen was einen mitten im Nirgendwo erwarten konnte. Ich manövrierte es langsam in eine nahegelegene Höhle und versteckte den Eingang. Darauf machten wir uns auf in den tiefen Dschungel vom Schiff weg. Ich selbst hatte vorher erst einmal ein solches Training absolviert, aber das war kürzer und das Areal war kleiner gewesen. In gewisser Weise war dies auch eine Prüfung für mich, da ich die Verantwortung hatte und Verantwortungsbewusstsein beweisen sollte. Als es langsam Nacht wurde schlug ich vor nach einem Lagerplatz zu suchen. Onkel Kyr und Elli waren damit einverstanden. Wir fanden eine kleine Erhöhung mit einem Baum der ideal war um den tiefen Wald etwas zu überblicken. Wir errichteten einen kleinen Wall und richteten unsere Schlafstätten ein. Mein Onkel meinte kurze Zeit später wir sollten etwas schlafen. Um kurz nach Mitternacht weckte er uns dann. „Es ist Zeit für die Jagd“, sagte er. Wir machten uns auf den Weg und kurze Zeit später sahen wir ein paar Wesen an einer Wasserstelle. „Ich glaube das sind Cameoloris“, sagte mein Onkel. Da Cameoloris ungenießbar waren, machten wir uns auf die Suche nach etwas anderem. Ungefähr eine Stunde später entdeckten wir ein paar Miliris. Wir pirschten uns an und ich suchte mir einen großen aus. Ich zückte mein Messer und rammte es ihm in den Hals. Der Miliri schrie auf und die umherstehenden Miliri brachen in Panik aus. Sie rannten fort während ich dem Wesen einen Gnadenstoß verpasste. Ich schleppte das Wesen zu meinem Onkel. „Elli und Ich folgen den Spuren und holen uns noch eins. Kannst du auf den hier aufpassen?“, fragte ich. „Klar. Nachher hole ich mir aber noch meinen eigenen“, sagte er. Wir folgten den Spuren der Horde und fanden sie kurz darauf an einem Wasserlauf stehend. Nun war Elli an der Reihe ihr Tier zu erlegen. Sie pirschte sich an das von ihr ausgewählte Tier an und stieß ihm das Messer in den Hals. Das Tier sträubte sich jedoch und begann loszurennen. Elli, die immer noch mit der Hand am Messer war, wurde einfach mitgeschleift. Ich rannte ihnen hinterher, jedoch war das Tier zu schnell für mich. Irgendwie schaffte Elli es dann an das andere Messer zu kommen und stieß auch dieses in den Hals des Miliri. Dieser Stich war für das Tier tödlich. Ich schulterte das Wesen und trug es zum Lager. Onkel Kyr ging sein Tier noch jagen und danach bereiteten wir die Tiere zum Essen vor. Jeder zog seinem das Fell ab und entfernte die ungenießbaren Teile. Wir aßen die Tiere und ich entsorgte danach ihre Überreste. Kurz darauf traten die ersten Sonnenstrahlen durch das tiefe Dickicht. Die kommenden zwei Wochen liefen ähnlich ab. Wir zogen dreimal um, da die Raubtiere sich langsam an Futterreste in der Nähe des Lagers gewöhnten. Am Ende des Überlebenstrainings hatten wir beide bewiesen, dass wir auch in einer solchen Wildnis überleben konnten. Wir flogen zurück nach Mandalore, wo Elli offiziell in die Familie aufgenommen wurde. Dort trainierten wir noch eine Weile bis wir weiterzogen.

20 VSY, Attentat auf Fella Entin, Vorbereitungen

Wir flogen einmal mehr in das Drumm-System, genauer gesagt zum Planeten Fella Entin. Ich hatte einen Auftrag gekriegt, weshalb ich diesen Planeten aufsuchen sollte. Ich sollte mich in der Stadt Ankaal mit meinem Auftraggeber treffen. Die Adresse war im Reichenviertel der Stadt. Ich und Elli landeten auf der Landezone eines großen Anwesens mit Garten. Kurz darauf kam uns auch schon ein Bediensteter entgegen. „Folgen sie mir, sie werden schon erwartet.“, sagte er knapp, ohne uns auch nur anzusehen. „Auch einen schönen Tag“, sagte ich wobei er mich schief anguckte. Wir folgten ihm und wurden durch das Eingangsportal in eine große Galerie geführt. Am Ende dieser Galerie kamen wir in ein Zimmer, in dem eine junge Dame auf uns wartete. Ich nahm meinen Helm ab, da ich dachte das wäre angebracht. „Mein Name ist Lady Kattlea. Entschuldigt, wer ist das neben euch?“, fragte sie. „Das ist ... ähm ... meine Assistentin“, sagte ich, da ich nicht wusste was ich sonst hätte sagen sollen. Die Frau nickte kurz und kam dann zum Geschäft. „Ich habe eine Erpressung von einem Mann namens Bellam Koda erhalten. Weshalb er mich erpresst und was sein Druckmittel ist, ist für sie unwichtig. Ich möchte, dass sie ihn ausfindig machen und ihn ausschalten. Sie werden dafür eine gute Bezahlung erhalten “, sagte sie. „Gut.“, sagte ich. „Gibt es noch irgendetwas das ich sonst noch wissen sollte?“, fragte ich nun. „Ja. Sie werden für diesen Job einen Partner kriegen, den ich ebenfalls angeheuert habe.“ Plötzlich trat eine Person in gold-schwarz gefärbter Beskar'gam aus der Ecke ins Licht. „So sehen wir uns also wieder“, sagte Mica Vizla und nahm ihren Helm ab. „Sie kennen sich?“, fragte die Auftraggeberin, obwohl es wohl eher eine Feststellung war. „Wir sind uns hin und wieder mal begegnet, ja“, sagte ich. „Aber ich brauche ihre Hilfe nicht“ , erwiderte ich. „Das steht nicht zur Diskussion. Ich habe sie bereits angeheuert.“, sagte die Lady. „Na meinetwegen“, gab ich schließlich nach einem Blickduell nach. Kurz darauf verließ die Lady den Raum. „Du brauchst meine Hilfe nicht? Denkst du etwa ich wäre dir ein Klotz am Bein?“, fragte sie etwas lauter. „Verdammt, nein. Ich... N'eparavu takisit“, sagte ich. „Ich habe vorschnell reagiert. Ich hatte noch nicht so oft einen Partner“. Sie sah mich eine Weile an. „In Ordnung“, sagte sie. Wir gingen aus dem Zimmer, wo Elli schon auf mich wartete. „Wer ist das“, fragten sie beinahe gleichzeitig. „Das ist Mica Vizla, eine ,,Bekannte,, von mir. Sie wird meine Partnerin bei diesem Auftrag sein“, sagte ich. „Und sie? Ist sie deine Partnerin“, fragte nun Mica. „Nein, das ist meine Schwester“, sagte ich und musste grinsen. „Achso“, antwortete sie und kurz darauf gingen wir zum Landedeck im Hof. „Nettes Schiff hast du da“, sagte sie. „Vor'e“, antwortete ich. „Das heißt doch danke, oder“, fragte Elli mich auf Basic über den Komlink. „Gut erkannt“, sagte ich. Sie gab sich Mühe und wurde immer besser im Verstehen und Sprechen. Ich holte C4 aus dem Schiff und wir gingen zurück in das Anwesen. Es wurde langsam Abend. Wir besprachen zusammen mit Lady Kattlea die Pläne und wir entschieden uns für Sprengladungen mit Fernzünder. Nach der Besprechung lud uns die Lady zum gemeinsamen Abendessen ein. Da es dem guten Benehmen gegenüber eines solchen Gastgebers entsprach, zog ich mich um und zog meine ,,beste,, Kleidung an. Ich wies Elli an dasselbe zu tun und danach gingen wir zum Speisesaal. Er sah riesig und imposant aus. In der Mitte des Raumes stand ein sehr langer Tisch der vom einen Ende des Raumes zum anderen reichte. Kurz darauf kam auch Mica zum Abendessen. Sie trug schlichte, wenn auch trotzdem etwas schicke Kleidung. Lady Kattlea kam kurz darauf in Begleitung des Bediensteten der uns empfangen hatte durch das große Portal in den Saal. Sie hatte ein langes Kleid an. Das Essen verlief ohne besondere Ereignisse, wenngleich ich Elli ab und zu anweisen musste nicht zu schmatzen. Nach dem Essen sagte uns Die Lady, dass sie die Gastgemächer für uns hergerichtet gelassen hätte. Sie lud uns ein bis zur Erledigung des Auftrags in ihrem Haus zu übernachten. Wir willigten ein, und ich war glücklich wieder einmal nicht auf dem Bett im Schiff schlafen zu müssen. ich denke Elli war derselben Meinung. In der Nacht wachte ich auf und stand auf. Ich wusste ich könnte jetzt nicht mehr schlafen, also zog ich mich an und spazierte durch das Anwesen. Nachdem ich eine Weile herumgewandert war, kam ich schließlich zu einer Art Balkon oder Terrasse. Dort stand jemand und blickte in den Nachthimmel. Als ich näher kam sah ich, dass es Mica war. Sie drehte sich schlagartig um als sie mich hörte. „Keine Angst, ich bin es nur“, sagte ich. Sie drehte sich wieder um und blickte zu den Sternen empor. „Denkst du manchmal darüber nach wie es wäre allein zu sein? Ohne Familie meine ich“, fragte sie mich ohne sich umzudrehen. „Ich bin niemals allein, egal wie weit meine Eltern, Brüder oder Schwestern von mir entfernt sind. Sie sind immer bei einem, solange man sie nie vergisst“, sagte ich nach kurzem Nachdenken. „Und was wäre, wenn du sie verlieren würdest, ich meine alle“, fragte sie weiter. „Darüber möchte ich nicht nachdenken“, sagte ich. „Und wahrscheinlich sterbe ich sowieso bevor das passiert“, fügte ich mit einem Grinsen hinzu. Sie grinste jedoch nicht, und sah weiter zu den Sternen hinauf. „Außerdem würde ich das nie zulassen“, sagte ich. „Wie willst du es verhindern? Woher weißt du dass du es schaffst sie zu beschützen?“, fragte sie nun energischer. Ich blickte nun auch empor. „Weil ich es schaffen muss“, sagte ich entschlossen. Einen kurzen Moment später tauchten die ersten flüchtigen Sonnenstrahlen auf und tauchten den Himmel in ein rötlich-oranges Licht. Ich drehte mich um und bemerkte, dass Mica gegangen war. Ich ging zurück in mein Zimmer, wo Elli schon auf mich wartete. „Wo warst du, verdammt? Ich hab mir Sorgen gemacht!“, sagte sie etwas empört. „Um mich?“, fragte ich und grinste. „Nein ich hab nur einen kleinen Spaziergang gemacht und nachgedacht. Bist du fertig? Es gibt gleich Frühstück!“

20 VSY, das Attentat auf Fella Entin

Kurz darauf gingen wir zum Frühstück. Die Lady saß bereits am Tisch, unweit von ihr stand auch ihr ständiger Begleiter. Elli langte wie immer kräftig zu, während ich nicht wirklich Hunger hatte. Doch des Anstands Willen hin aß auch ich meine Portion. Mica erschien nicht zum Frühstück. Als wir nach dem Frühstück die letzten Vorbereitungen für den Auftrag erledigten, kam auch sie hinzu. Wenig später flogen wir mit einem Luftgleiter in Richtung des Zentrums der Stadt. Wir glichen in der Nähe des Zielgebäudes die Gesichter mit einem Holo ab, und beobachteten wie die Zielperson begleitet von einer Eskorte das Gebäude betrat. Wir brachten getarnt als Fensterputzer Sprengsätze an der Fensterfront an, die zu der Etage gehörten in der die Zielperson arbeitete. Wir zogen uns wieder zurück und betrachteten das Geschehen mit einem Elektrofernglas. Kurz darauf betrat die Zielperson in Begleitung einer Gruppe unbekannter Personen den Raum an der Fensterfront. Wohl oder übel mussten wir diese auch mit in den Tod reißen, was mir nicht gefiel. Ich wartete bis sich alle setzten bis ich den Auslöser drücken wollte. In diesem Moment flog ein etwas größerer Luftgleiter durch mein Sichtfeld. ich drückte trotzdem den Auslöser. Die Fensterfront zerbarst und 3 Etagen über und unter ihr waren die Räume genauso verwüstet. Als ich heranzoomte, sah ich zu meinem Entsetzen dass die Zielperson den Anschlag überlebt hatte. Er war wohl aufgestanden um etwas zu holen oder ähnliches. Er hatte uns wohl gesehen, denn plötzlich rannte er weg. Ich stieg mit Elli und Mica in den Luftgleiter und wartete bis ich ihn sah. Zum Glück hatte das Gebäude nur einen Luftgleiterstellplatz. Er sprang in seinen und floh vor uns. Ich nahm die Verfolgung auf. Da unser Luftgleiter kein Bordgeschütz besaß, beschloss ich auf ihn zu feuern. „Ich sollte besser nicht steuern, wenn wir das hier überleben wollen“, rief Mica über den Lärm des Verkehrs hinweg. Ich sah in Ellis Richtung. „Ich? Ich... äh... ich hab so ein Teil doch noch nie gesteuert!“, rief sie. „Aber du hast mir dabei zugesehen, und wie ich weiß, hast du eine gute Beobachtungsgabe! Außerdem ist es so ähnlich wie mit unserem Schiff, du musst bloß schneller reagieren!“, rief ich. „Na gut, ich versuch's“, sagte sie. „Aber wenn wir das nicht überleben war das nicht meine Schuld.“ Ich erhob mich und versuchte auf den Gleiter zu zielen, während Elli den Gleiter verfolgte und Mica ihn im Auge behielt. Zuerst schaltete ich die verbliebenen Beschützer des Zieles aus, die auf uns schossen. Danach widmete ich mich dem Gleiter selbst. Nach ein paar Sekunden erzielte ich meinen ersten Treffer auf den Gleiter, der aber etwas verrutschte und nicht die geringste Wirkung hatte. Beim zweiten Mal traf ich schon besser und der Gleiter wurde langsamer. Beim dritten Mal schaffte ich es den Gleiter so zu beschädigen dass wir ihn einholen konnten. Ich flog die kurze Strecke zum anderen Gleiter mit meinem Jetpack und landete auf der Rückbank des Gleiters. Plötzlich erhob sich einer der Beschützer der noch nicht ganz tot war und stieß mich aus dem Gleiter. Ich konnte mich jedoch am Gleiter festhalten. Als der Mann herunterschaute um sich zu vergewissern dass ich Geschichte war, schlug ich ihm mit meinem gepanzerten Handschuh mit aller Kraft ins Gesicht. Er taumelte und ich brachte mich mit einem Sprung und der Hilfe meines Jetpacks hinter ihn. Als er sich von dem Schlag erholt hatte drehte er sich um. Ich zog mein Messer und schob es ihm zwischen die Rippen. Er erstarrte und guckte mich seltsam an. Ich zog es wieder heraus und stach ihm damit in den Hals. „Ke nu'jurkadir sha Mando'ade“, rief ich, was er aber wohl nicht mehr hörte. Das Ziel hatte mich wohl durch den Kampf bemerkt und drehte sich um. Er und ich rangen kurz mit einander, jedoch hatte ich ihn schnell außer Gefecht gesetzt. Ich versuchte nun den Landgleiter unter Kontrolle zu kriegen, was mir jedoch nicht ganz gelang. Der Gleiter schlitterte über ein Deck und blieb dann irgendwann stehen. Der Aufprall haute sogar mich um. Als ich wieder aufstand, versuchte das Ziel gerade sich aus dem Staub zu machen. Mica schoss ihm aus dem Lauf in beide Knie. Sie ging zu ihm und stach im in beide Arme. Ich gab ihm einen Kopfschuss. „Was sollte das?!?“, fuhr sie mich an. „Unser Auftrag war ihn zu töten, nicht ihn zu massakrieren“, sagte ich. „Dieser Mann hat es nicht verdient einen schnellen Tod zu haben!“, schrie sie. „Woher willst du das wissen?“, schrie ich zurück, wenn auch etwas leiser. „Weil dieser Mann für Felsar gearbeitet hat!!!!“, schrie sie. Ich blickte zuerst zu ihr, dann zu Elli und wieder zurück. „Du kennst Felsar?“, fragte ich sie. „Ja! Ja ich kenne Felsar! Sie haben meine ganze Familie ermordet!“, rief sie. „Das wusste ich nicht“, sagte ich. „Dann halte dich verdammt nochmal da raus!“, schrie sie. „Hey, wir hassen Felsar genauso sehr wie du!“, schrie jetzt ich. „Sie haben immerhin auch Ellis Eltern ermordet!“ Sie blickte Elli und mich kurz an. „Ich will euch ja nur ungern stören, aber ich denke wir sollten verschwinden, bevor der Sicherheitsdienst anrückt“, sagte nun Elli. Wir stiegen in den Gleiter und flogen zum Anwesen zurück. Die Lady erwartete uns schon, gemeinsam mit ihrem Bediensteten. Wir berichteten ihr und sie gab uns die Belohnung. Kurz darauf waren wir schon unterwegs zum Schiff. „Hast du ein Schiff, oder sollen wir dich mitnehmen?“, fragte ich Mica. „Das geht schon.“, sagte sie. „Mein Schiff steht am Raumhafen. Falls ihr beide mal meine Hilfe braucht oder wegen Felsar etwas sein sollte, könnt ihr mich kontaktieren.“ Sie gab mir ihre Komlinkdaten und ging. Wenig später flogen Elli und ich schon aus der Atmosphäre des Planeten.

19 VSY, Verfolgt

Nachdem wir den Planeten verließen, würde Elli bald Geburtstag haben. Wir landeten auf einem Planeten namens Phorussa zwischen, als wir mal wieder auf dem Weg zurück nach Mandalore waren. Dieser Planet war urban geprägt und es gab viele Großstädte. Wir flogen nach Datna, einer mittelgroßen Stadt. Wir zogen für ein paar Tage in ein Hotel, während ich mein Schiff warten ließ. Als ich von einem Einkauf wieder zurück zum Zimmer kam, steckte ein Messer an der Zimmertür. Ich nahm es ab und bemerkte, dass eine Datenkarte im Griff steckte. Ich ging rein und öffnete sie. Es war eine Nachricht darauf, diese lautete „Dies ist eine Warnung. Sie haben einen ganzen Stab meiner Männer umgebracht, und meine Handlanger auf Blikk genauso. Wenn sie sich in Zukunft nicht aus den Angelegenheiten von Felsar heraushalten und das Drumm-System noch einmal betreten sollten, werde ich ihnen sehr wehtun müssen. Ihnen und ihrer Familie. Koga - Felsar.“ Ich erzählte Elli erst einmal nichts davon, ich wollte sie nicht beunruhigen. Der Boss von Felsar wusste also wer ich bin und wo ich war. Das hieß das ich in Zukunft sehr viel vorsichtiger sein musste. Als das Schiff fertig war, reisten wir sofort weiter. Elli sagte zwar nichts, ich merkte jedoch dass sie wusste das irgendetwas nicht stimmte.

19 VSY, Ein schwerwiegender Fehler

Wir machten nur noch eine Pause auf dem Weg nach Mandalore, wir wollten es schließlich pünktlich zu Ellis Geburtstag dorthin schaffen. Ich landete das Schiff schließlich auf Orhke, einem kalten Planeten, der spärlich besiedelt war. Dort landeten wir in dem einzigen Raumhafen. Ich belud und wartete das Schiff neu, sodass wir schnell weiterkommen sollten. Am Abend vor der Abreise ging ich in eine Cantina um ein bisschen zu entspannen. Elli blieb beim Schiff. Ich wollte schon gerade gehen, als mich ein angetrunkener Fremder anrempelte. „Pass doch auf, du Schwachkopf“, grölte er mich an. Ich versuchte ihn einfach zu ignorieren und ging weiter. „Hast du mir nicht zugehört?“, rief er nun noch lauter. Inzwischen war es in der Cantina ruhig geworden und alle starrten in unsere Richtung. „Lass mich in Ruhe“, sagte ich. „Wie bitte?“, rief er. „Ich sagte, lass mich in Ruhe!“, rief nun ich. Als ich gehen wollte, stellte er sich mir in den Weg. „Und was ist, wenn ich das nicht tue?“, fragte er mich. In der Menge hörte ich vereinzeltes Kichern. „Dann wirst du sterben“, sagte ich. Plötzlich fing er laut an zu lachen. Ich ging weiter, doch er ließ mich nicht vorbei. Dann zog er seinen Blaster. ich hatte meine Bewaffnung beim Schiff gelassen, weshalb ich meinen nicht ziehen konnte. „Ich glaube du bist der der gleich stirbt“, rief er. Als er seinen Blaster auf mich richtete, preschte ich heran und schob seinen Arm nach oben. Der Schuss ging an die Decke. Daraufhin brach ich seinen Arm, sodass er den Blaster fallen ließ. Ich hatte ihm den Rücken gekehrt und wollte gehen, als der mit der Anderen nach dem Blaster griff. Ich entwaffnete ihn erneut und renkte ihm mit einem kräftigen Zug das Genick aus. Ich verließ die Bar und ging zum Schiff. Wir flogen weiter und erreichten eine Woche später pünktlich zu Ellis Geburtstag Mandalore.

19 VSY, Der Geburtstag

Wir bereiteten daheim alles für Ellis Geburtstag vor. Ich hatte vor ihr einen neuen Blaster zu schenken. Ich besorgte ihr einen DT-57 Blaster und half den anderen noch bei den Besorgungen. Am nächsten Tag war es soweit. Sogar Onkel Kyr kam mit seiner Frau und seinen Söhnen Kal und Tion. Früher hatte ich sehr viel Zeit mit meinen Cousins verbracht. Rysa, Miilo und Vater machten das Essen. Es sollte Uj'alayi-Kuchen geben. Wenig später begann die traditionelle mandalorianische Geburtstagsfeier, die wir im Garten feierten. Zu Ehren des Gefeierten gab es gewöhnlich ein Geburtstagswettkampf, bei dem die Teilnehmenden ohne Rüstung und Waffen ihre Gegner bezwingen sollten. Die einzigen Regeln waren: Wer ausgeknockt wurde, länger als eine Minute nicht aufstehen konnte oder aufgab, verlor. Letzteres war wohl noch nie passiert. Aus unserer Familie nahmen Mein Bruder Miilo, meine Schwester Rysa, meine Mutter, meine Cousins Kal und Tion und Ich teil. Aus Elu'malu nahmen auch ein paar Leute teil. Insgesamt waren wir 12 Teilnehmer. Als erstes sollte ich gegen einen Mann aus der Stadt namens Carvo antreten. Er war zwar ein ebenbürtiger Gegner, dennoch konnte ich den Kampf früh für mich entscheiden. Ich brachte meinen Gegner persönlich zur improvisierten Krankenstation. Als nächstes gewann meine Mutter gegen einen anderen Mann aus der Stadt. Tion und Kal gewannen ebenfalls gegen 2 der übrigen Männer aus der Stadt. Nun kämpften meine Schwester Rysa und mein Bruder Miilo verbissen gegeneinander. Jedoch gewann letztlich mein Bruder, wenn auch nur um Haaresbreite. Schließlich kämpften mein alter Freund Norvo Vec und ein anderer Mann aus der Stadt und Norvo gewann. Kurze Zeit später kämpfte ich gegen meinen Cousin Tion. Er war ebenfalls ein starker Gegner, jedoch knockte ich ihn aus als er einmal nachgab. Wenig später traten Kal und Mutter gegeneinander an. Kal besiegte Mutter zwar, jedoch nur geade so. Jetzt traten Miilo und Norvo gegeneinander an. Norvo hatte nicht die geringste Chance gegen meinen Bruder, kämpfte aber bis zum Ende verbissen gegen ihn an. Nun sollte ein Dreierkampf den Sieger des Turnieres entscheiden. Zuerst erwischte es Kal. Er wurde von Miilo zu Boden geworfen und ausgeknockt. Danach war es nur noch ein Kampf Mann gegen Mann. Ich gegen meinen Bruder. Zuerst trat ich ihm gegen ein Knie, sodass seine Beine nachgaben. Dann setzte ich mich auf ihn, damit er auf dem Boden blieb. Jedoch wich er mir aus und schlug mir in den Magen. Ich schnappte nach Luft und er rammte mir seinen Kopf erneut in den Magen. Ich fiel hin. Er wollte mich anspringen, jedoch zog ich rechtzeitig die Beine hoch und er prallte gegen diese. Ich nutzte den Moment und knockte ihn aus, indem ich ihm ordentlich gegen den Kiefer schlug. Dadurch wurde ich zum Sieger des Turniers erklärt. Nachdem alle Mitstreiter wieder halbwegs bei Bewusstsein waren, übergaben wir einer nach dem anderen Elli unsere Geschenke. Ich schenkte ihr den Blaster sowie eine Mandalith-Kette, die mir mein Vater für sie gegeben hatte. Rysa schenkte ihr ein Elektrofernglas, Miilo ihr ein Messer und Gir ihr ein Zubehör für ihren Helm. Meine Eltern schenkten ihr ein Jetpack. Onkel Kyr und seine Familie schenkten ihr einen Satz Acyn'r Giftpfeile sowie das dazugehörende mandalorianische Jagdgewehr. Nachdem wir alle unsere Geschenke überreicht hatten, aßen wir. Es gab den Uj'alayi-Kuchen, Cai'c-spieße und jede Menge anderer Sachen zu essen. Wir saßen noch bis in die Nacht hinein am Feuer und unterhielten uns. Nach und nach gingen die Leute dann, bis schließlich nur noch die Familie da war. Als der Morgen graute und Onkel Kyr auch gehen wollte, sagte Tion dass er mich sprechen wollte. „Ich wollte dich fragen ob ich dich eine Weile bei deinen Reisen begleiten kann“, sagte er zu mir. „Ich versuche von dir zu lernen wie ich ein großer Krieger sein kann.“ „Einverstanden“, sagte ich. Ich konnte ab und zu eine helfende Hand mehr recht gut gebrauchen. So begleitete uns Tion als wir von Mandalore abreisten.

19 VSY, Mörder auf Ghett

Wir flogen wieder in Richtung des Drumm-Systems, genauer gesagt auf den Planeten Ghett. Durch meine Quellen hatte ich erfahren, dass dort ein Serienmörder sein Unwesen trieb. Wir landeten in dem Gebiet, in dem die Morde stattfanden. Es waren bereits Scharen an Kopfgeldjägern, Söldnern und Polizisten auf der Jagd nach dem Übeltäter, das merkten wir sofort. Ich machte mich auf die Suche nach Indizien, die mich auf die Spur des Mörders bringen könnten. Elli und Tion begleiteten mich. Nach einer Woche hatte ich aber immer noch keine Spur, und es hatte schon zwei weitere Opfer gegeben. Doch als ich schon fast aufgegeben hatte, fand ich endlich eine Spur. Die Opfer waren alle in einer Organisation gegen die KUS, Techno-Union, Banken-clan und die restlichen separatistischen Alliierten gewesen. Also überprüfte ich die anderen Mitglieder und siehe da, es lebte noch einer der Organisation auf Ghett. Ich suchte ihn auf und berichtete ihm von seiner Lage. Er war einverstanden, dass ich ihn und sein Haus observierte, um den Mörder zu fassen. Und am selben Tag noch trieb sich ein nervöser Mann an dem Haus herum. Wie sich herausstellte, war er jedoch nur ein Freund des Gejagten. Als es Nacht wurde, stellte ich die Wache auf. Wir bekamen einen kleinen Schuppen nahe des Hauses als Versteck. Wir wechselten uns alle 3 Stunden ab. Ich nahm die erste Wache, die aber recht ereignislos verlief. Tions Wache verlief genauso. Als Elli an der Reihe war, regte sich jedoch etwas im Gebüsch nah beim Haus. Zwei Gestalten schlichen zum Haus. Ich weckte den leise schnarchenden Tion und wir gingen hinterher. Als sie sich Zugang zum verschlossenen Schlafzimmer ihres Opfers verschaffen wollten, griff ich den einen von hinten an. Es war ein Trandoshaner wie ich erkannte. Er kämpfte noch kurz mit mir, während ich ihm die Luft abschnürte. Dann wurden seine Glieder entspannt und er starb. Ich wollte gerade an den anderen herantreten, als Tion hinter mir ausversehen eine Vase umschmiss. Der andere Eindringling, ein Mensch, drehte sich schlagartig um und schoss auf mich. Es muss wohl eine sehr starke Betäubungsladung gewesen sein, denn sie ging sogar etwas durch meine Beskar'gam hindurch und wirkte. Mir glitten die Beine unter mir weg und der Fremde rannte mich einfach um. Ich war ungefähr eine halbe Minute außer Gefecht. Jedoch sah ich alles mit, und was ich sah gefiel mir nicht. Der Unbekannte rannte auf Tion zu, doch der sprang einfach zur Seite. Nun ging er auf Elli zu, doch die machte ihm keinen Platz. Sie kämpfte gegen ihn an, aber er war zu stark. Er fing an sie zu würgen, und Tion schaute nur fassungslos zu. Ich nahm all meine Kraft zusammen und stand auf. Ich sprintete zu den Dreien so schnell ich konnte. Der Fremde war anscheinend überrascht dass ich schon wieder stand, denn er reagierte nicht schnell genug. Eine Sekunde später brannte sich das heiße Loch, das meine Blastersalve hinterlassen hatte, durch seine Stirn. Zuerst sah ich nach Elli, doch ihr fehlte soweit nichts. Dann nahm ich mich Tions an. „Bist du denn vollkommen unfähig?“, schrie ich ihn an. „Zuerst stößt du eine Vase um und verrätst uns vor dem Feind, dann bringst du Elli in Gefahr und dann schaffst du es nicht einmal einzugreifen!“ „Es tut mir leid“, weinte er nun fast. „Ich wollte das nicht. Ich hab sowas noch nie vorher gemacht. Ich hab einfach nicht nachgedacht!“. „Das sollte es auch. Und vielleicht sollte ich mal darüber nachdenken, ob du noch weiterhin bei uns bleibst!“. Wütend verließ ich den Raum. Am nächsten Tag sackte ich das Kopfgeld für die Beiden ein und bekam noch eine Prämie vom Beschützten. Kurz darauf flogen Elli, Tion und ich weiter.

19 VSY, Der Unfall

Kurz darauf flogen wir zum Planeten Galadha. Dort wollte ich einen Auftrag für den Transport bestimmter Ware erhalten. Da auch Galadha einen riesigen Raumhafen im Orbit besaß, flogen wir dorthin um den Auftrag anzunehmen. Ich ging zusammen mit Tion zum Treffen mit dem Auftraggeber, während ich Elli und C4 auf das Schiff aufpassen ließ. Ich vertraute Elli im Moment mehr als Tion. Ich nahm ihn mit um ein Auge auf ihn zu haben. Wir trafen uns mit dem Auftraggeber auf Ebene 7 des Raumhafens. Es war ein correlianischer Händler, der seine Lieferung noch diese Woche auf Alderaan brauchte. Die Bezahlung für diese Aufgabe war angenehm hoch, wenngleich es ziemlich knapp werden würde die Lieferung rechtzeitig abzuliefern. Dennoch nahm ich den Auftrag an, er klang für mich recht unkompliziert. Wir luden die Ladung auf und wollten gerade aufbrechen, als ich merkte dass wir zu wenig Standardmunition an Bord hatten. Ich wollte im Raumhafen noch schnell welche holen, zusammen mit Tion. Ich besorgte die Munition und wir gingen zurück zum Schiff. Als wir die Ladezone fast erreicht hatten, kam plötzlich eine Gruppe Leute unterschiedlichster Spezies um die Ecke. Ich erkannte, dass einige von ihnen das Felsar-Abzeichen trugen. Sie zogen sofort ihre Blaster. „Verdammt! Schnell in Deckung !“ , rief ich. Wir konnten uns gerade noch hinter ein paar Kisten retten, bevor der Dauerbeschuss losging. Ich verließ ein paar Male die Deckung und schoss auf die Feinde. Ich traf drei, und ein feindlicher Schuss ging gerade so an meiner Schulter vorbei. „Tion geh außen herum zum Schiff zurück!“, rief ich. „Was, Wieso?“, fragte er irritiert. „Ich werde nicht fliehen! Ich kann doch kämpfen!“. „Darum geht es nicht. Mach es einfach. Und keine weitere Diskussion!“, rief ich. Ich sah aus dem Augenwinkel wie er zögerlich meiner Aufforderung Folge leistete, und konzentrierte mich jetzt auf die Feinde. Ich lieferte mir noch eine Weile einen Schusswechsel mit den Felsar-Leuten, bis nur noch fünf von ihnen übrig waren. Ich verließ meine Deckung und gab einem Halbmenschen einen Kopfschuss. Ich suchte mir eine neue Deckung hinter ein paar Kisten, während erneut der feindliche Feuerhagel auf die Kisten prasselte. Plötzlich rollte ein Thermaldetonator hinter meine Deckung. „Das ist gar nicht gut!“, murmelte ich noch bevor ich mich zur Seite warf. Der Thermaldetonator explodierte, traf mich aber nicht richtig. Jedoch traf er einen Tibanna-Tank, den ich zuvor nicht bemerkt hatte. Diese Explosion traf mich mit voller Wucht, und mein Körper wurde durch die Luft geschleudert. Meine Ohren dröhnten von der Explosion. Mein ganzer Körper tat mit einem Mal schrecklich weh, unvorstellbar weh. Ich erinnere mich nur noch daran, dass ich sah wie die überlebenden Felsar-Männer panisch gestikulierten. Dann hörte ich wieder. Und ich hörte einen lauten Knall. Dann ein Rauschen. Plötzlich drehte sich alles und überall blitzte es. Als ich meine Augen wieder öffnete, sah ich wie ein Transparistahlfenster der Raumstation nachgegeben hatte. Ich wurde nach außen gesogen. Ich versuchte mich an einer Trägerstange am klaffenden Loch des Fensters festzuhalten, jedoch spürte ich wie plötzlich etwas heftig auf meine Hände stieß. Eine Kiste hatte meine Finger getroffen, die nun nachgaben. Ich wurde ins kalte All gesogen, und langsam aber sicher bekam ich keine Luft mehr. Und dann, langsam wurde ich müde. Nicht einschlafen sagte mein Wille, jedoch gab mein Körper schließlich nach. Es tut mir leid Elli, war das letzte was ich dachte. Dann wurde mir schwarz vor Augen und ich schwebte in die Kühle der Galaxis hinaus.

19 VSY, zurück auf Trida

„Ryr, wach auf verdammt!“, hörte ich von fernem eine weibliche Stimme. „Vod! Ryr!“. Die Stimme schien nicht nachzulassen. Langsam kam ich zu mir. Verdammt, was war nur passiert, dachte ich. Dann, mit größter Anstrengung öffnete ich meine Augen. Ich blickte in ein siebenäugiges Gesicht. Ich erschrak heftig. „Nein, ganz ruhig“, sagte nun eine andere Stimme. „Bewegen ist jetzt nur dumm!“. Es war eine weibliche Stimme, so wie die erste. Und tatsächlich, sofort fingen meine Glieder an zu schmerzen. „Elli?“, fragte ich. „Ja, ja ich bin hier“, sagte die erste Stimme. „Wie hab ich das bloß überlebt?“, fragte ich. „Das war Tion“, sagte Elli. „Als er die Explosionen hörte, flog er mit mir zusammen zum Dock und dann hat er dich aus dem Raum gefischt“. „Wo sind wir?“, fragte ich nun. „Auf Trida, mal wieder“, sagte nun eine bekannte Stimme. „Drew, verdammt wo bist du denn jetzt hergekommen?“. „Nun, deine kleine Freundin hat mich gefunden und wir haben dich dann hierher gebracht. War nicht einfach, du wärst uns beinahe weggestorben!“, sagte er. „Irgendwie musst jedes Mal zusammengeflickt werden, wenn wir aufeinandertreffen“. „Um genau zu sein hatte er beide Hände mehrfach gebrochen, genauso wie seinen rechten Arm und seine linke Schulter. Außerdem 27 verschiedene andere Frakturen, unzählige Prellungen und Stauchungen, eine mittelschwere Beschädigung der Lunge und ein Schädelhirntrauma. Kann sein, dass das noch eine Weile wehtut“, sagte die zweite weibliche Stimme. Als ich die Augen wieder öffnete sah ich, dass die Stimme von dem siebenäugigen Wesen kam. Jedoch bemerkte ich, dass das lediglich eine Art Brille war. „Ich bin hart im nehmen, denke ich. Das überleb ich schon“. „Du hast Glück gehabt, ohne deine Rüstung hättest du nicht einmal ein paar Sekunden da draußen überlebt“. „Ich weiß leider immer noch nicht, wer ihr seid. Außer eine Jedi meine ich“, sagte ich. Sie starrte mich verblüfft an. „Wo… Woher wisst ihr…? “, brachte sie heraus. „Als Mandalorianer kennt man die Anzeichen dafür. Außerdem hätte ich es anders nicht überlebt“, sagte ich. „Na gut, ja ich bin eine Jedi“, sagte sie. „Ich heiße Karlia Varin“. „Gut, danke dass ihr mich zusammengeflickt habt, zum zweiten Mal…“. „Schon in Ordnung. Das Leben ist mir zu wertvoll. Besser wäre es jedoch wenn es kein nächstes Mal gibt“, sagte sie. „Ich werd es mir merken“, sagte ich. Sie ging aus dem Raum und wir waren nur noch zu viert. „Hast du sie wirklich so erkannt?“, fragte Drew nun. „Nein, ich hab ihr Lichtschwert gesehen aber das muss sie ja nicht wissen“, sagte ich und grinste. „Danke Kleiner, dass du mich gerettet hast“, sagte ich zu Tion. „Ich würde dich doch nicht im Stich lassen“, sagte er. „Aber wie hast du Drew gefunden, Elli? Du kanntest ihn doch gar nicht“, fragte ich nun. „Das hab ich nur dank C4. Er hat ihn mir in seiner Datenbank gezeigt“, meinte Elli. „Kannst du aufstehen?“. „Ja, ich denke schon“, sagte ich. Als ich mich aufrichtete, tat das höllisch weh, jedoch ließ ich mir nichts anmerken. Ich nahm meine Sachen. Meine Beskar’gam sah nicht gerade sehr gut aus, aber ich zog sie trotzdem an. Im Nebenzimmer stand die Jedi, die an C4 herumfummelte. „Was machst du da? “, rief ich. Sie drehte sich erschrocken um. „Ich… ich hab ihn verbessert!“, sagte sie. C4 piepte bestätigend. „Ok, aber frag nächstes Mal. Und nicht an seinem System herum pfuschen, das kann er gar nicht leiden“, meinte ich. „I…In Ordnung“, brachte sie hervor. Da fiel mir auf, dass Elli keinen Anhänger trug. „Elli, wo ist dein Mandalith?“, fragte ich sie. „Oh…äh… den muss ich im Schiff vergessen haben“, sagte sie. „Solange du ihn nicht verloren hast…“, meinte ich. Wir gingen zusammen mit Drew zu unserem Schiff. „Na dann, bis bald alter Freund, lass dich nicht töten“, sagte er. „Fällt mir im Traum nicht ein. Du dich auch nicht“, antwortete ich. „Du weißt, wenn du mich brauchst bin ich da“, sagte er. „Ich weiß“, meinte ich. Wir verabschiedeten uns und ich flog mit Elli und Tion weiter. Während des Fluges reparierte ich meine Rüstung, sodass ich sie auch wieder richtig für den Kampf benutzen konnte.

19 VSY, dunkle Zeiten

Ich brauchte erst einige Zeit, um mich von meinen Verletzungen vollständig zu erholen. Nach einem Monat war es dann soweit, und ich suchte nach einem neuen Auftrag für uns. Wir waren fast auf Vallara, unserem nächsten Ziel, angekommen. Als wir jedoch den Orbit erreichten, sahen wir, dass dort ein heftiges Gefecht zwischen republikanischen Schiffen und Schiffen der Separatisten tobte. „Osik“ , fluchte ich. „Wir können doch trotzdem versuchen durchzukommen“, meinte Elli. „Ja, aber wenn ich dann einen Fehler mache, holen die uns schneller vom Himmel als einen Jai'galaar!“, gab ich zurück. „Haben wir was zu verlieren? Entkommen werden wir denen auch nicht!“, konterte Elli. „Na gut, wenn du so willst. Aber wenn wir sterben, beschwer dich nicht!“. Ich nahm weiter Kurs auf den Planeten. Kurz darauf begannen auch schon beide Fraktionen, auf uns zu schießen. „Oya! Oya! Oya!“, rief ich, doch das Schiff schien dadurch nicht schneller zu werden. Ich machte ein paar waghalsige Manöver, während C4 und Elli auf feindliche Jäger schossen. Wir waren fast durch die Schlacht durchgekommen, als wir 3 Treffer landeten. C4 zwitscherte aufgebracht etwas. „Zwei Flügeltreffer und ein Triebwerktreffer, das Triebwerk ist stark beschädigt!“, analysierte Tion. „Borl‘as“, fluchte ich. „Wir müssen es nur noch bis zur Oberfläche schaffen!“, sagte Tion. Im selbigen Moment erschütterte eine weitere Explosion das Schiff. „Wir sollten lieber schnell machen, bevor das Schiff auseinanderfällt!“, rief ich. „Oh, oh“, sagte Elli. „Die haben uns anscheinend gern. Sie schicken uns ein Geschenk zum Abschied“. „Verdammt, Verfolgungsraketen!“ rief Tion. Tatsächlich verfolgten uns 3 Zielsuchraketen. „Das krieg ich schon hin“, versprach ich. Ich warf eine Entsorgungskiste aus dem Frachtraum ab. Eine Rakete reagierte tatsächlich darauf und explodierte. Die anderen Beiden verfolgten uns aber immer noch. „Achtung, festhalten!“, rief ich den anderen zu. Ich begann das Schiff ununterbrochen seitliche Kreise fliegen zu lassen. Die zwei gegnerischen Zielraketen zogen diese Kreise immer weiter mit und zerstörten sich als sie sich zu nahe kamen. Wir erreichten den Orbit und landeten auf dem Planteten not. „Verdammt, geradeso geschafft, wie ich gesagt hab“, sagte Elli. „Wir hätten dabei aber auch draufgehen können, vergiss das nicht!“, meinte ich. „Ja, ja“, sagte sie nur. Ich ging zusammen mit ihnen in die nächste Stadt, um Ersatzteile zu finden. Zum Glück fand ich nach einer Weile alles, was ich brauchte. Zusammen mit Tion und Elli reparierte ich das Schiff am nächsten Tag. Anscheinend waren sowohl Separatisten als auch die Republik inzwischen wieder weitergezogen. Nach einer Woche konnten wir wieder abreisen. Als ich mit Tion und Elli zum Schiff gehen wollte, bekam ich über meinen Komlink eine Nachricht von einem unbekannten Absender. Dieser sagte, er hätte einen Auftrag für mich. Er bat mich, sich mit ihm in einem Industriegebiet am Rande der Stadt zu treffen. „Geht in unseren Unterschlupf zurück und wartet dort auf mich“, befahl ich ihnen. Sie nahmen meine Aufforderung nur widerwillig zur Kenntnis, dennoch taten sie es. Ich begab mich zum verabredeten Treffpunkt, einer Lagerhalle in der jede Menge verladene Güter standen. Mir kam das alles langsam ziemlich faul vor. Aus dem Schatten kam ein Mann auf mich zu. „ich dachte nicht, dass sie wirklich so dumm sind, hierher zu kommen!“, rief er. Plötzlich bemerkte ich wie ein paar bewaffnete Männer mich von beiden Seiten umstellten. „Netter versuch!“, rief ich zurück und warf eine Nebelgranate auf den Boden. Die Gegner fluchten und feuerten wild durch den Raum. Ich schaltete einen nach dem anderen aus, bis nur noch einer übrig war. Der Lockvogel, vermutlich auch ihr Anführer. Ich packte ihn, und hielt ihm meinen Blaster unters Kinn. „Was wolltet ihr?“, fragte ich. „Es ist so oder so zu spät“, meinte er und grinste breit. In dem Moment sah ich das Felsar-Abzeichen auf seinem Arm. „Was ist zu spät?“, fragte ich ihn leise. „Jetzt haben sie sie wahrscheinlich längst“, sagte er und kicherte in sich hinein. „Verdammt, Elli“, wurde es mir klar. Ich verschnürte ihn und nahm ihn mit in den Gleiter, beziehungsweise in seinen Kofferraum. Ich flog so schnell ich konnte zu unserem Unterschlupf. Als ich am Haus ankam, lagen draußen um die zwölf Leichen von Felsar-Handlangern. Ich betrat das Haus. Auch dort lagen viele Leichen. Ich zählte vierzehn Männer von Felsar. Und dann entdeckte ich Tion. Er lag auf dem Rücken, in seiner blauweißen Beskar’gam. Auf seiner Brust waren mehrere Einschusslöcher zu sehen. „Tion!“, rief ich. Er antwortete nicht. Ich nahm ihm seinen Helm ab. Er atmete noch, wenn auch schwer. Er öffnete die Augen. „Ryr, ich…“, er brach ab und hustete Blut. „Sie waren zu viele, ich hab es nicht geschafft. Es tut … mir leid. Ich habe schon wieder … versagt“, sagte er und hustete erneut Blut. „Wo ist Elli?“, fragte ich ihn. „Sie… sie haben sie mitgenommen. Es ist meine… meine Schuld. Ich hab … ich hab es einfach nicht geschafft“, sagte er nun etwas leiser. „Nein, es war meine Schuld, Vod'e. Ich hätte euch mitnehmen sollen“, antwortete ich. „Wir müssen dich zu einem Arzt bringen, schnell!“. Ich versuchte ihn aufzurichten. „Nein, das bringt nichts. Ich… ich überlebe das nicht... Ich... kriege kaum... noch Luft“. „Doch, du musst überleben, du darfst jetzt nicht sterben!“, rief ich. „Sag mir nicht, was ich nicht tun darf“, sagte er leise und lächelte dabei ein bisschen. Dann wurde sein Gesicht jedoch wieder ernst. „Ich habe meinem Vater Schande bereitet. Ich… ich habe unserem Clan Schande bereitet“, sagte er leise. „Nein, du hast ihm Ehre erwiesen“, antwortete ich. Nun lächelte er wieder. „Eh...Ehre...Ehre“, murmelte er. „Bleib wach, bitte“, bat ich ihn. Doch er schloss die Augen und schlief mit einem Lächeln auf den Lippen ein. Ich verbrannte ihn im Sonnenuntergang, so wie es in unserem Clan gehalten wurde. Ich versah seinen Helm mit den Jaig-Augen, denn ich hielt sie für verdient. Als ich fertig war, nahm ich mich des Felsar-Mannes an. Nachdem ich den Unterschlupf der restlichen Leichen entledigt hatte, brachte ich ihn hinein. In einem kleinen Zimmer fesselte ich ihn an einen Stuhl. „Wo haben sie sie hingebracht?“, fragte ich ihn. Er spuckte mir ins Gesicht. „Ich glaube wir müssen das Verhör anderswo hin verlegen“, meinte ich. „So oder so, ihr kriegt nichts aus mir heraus“, fauchte er mich an. „Das solltest du dir merken...“, antwortete ich. Da der Unterschlupf neben einem stillgelegten Fabrikgebäude stand, brachte ich ihn dort in die Haupthalle. Dort war ein Fließband, das in eine Müllpresse führte. Auf diesem Fließband legte ich ihn ab. „Das werdet ihr nicht tun!“, meinte er hoffnungsvoll. „Wenn du dich da mal nicht irrst!“, gab ich zurück. Ich stellte das Fließband und die Müllpresse an. Der erste Container voll Müll fiel in die Presse und wurde laut quietschend zerdrückt. „Wo ist sie?“, fragte ich. „Ich sage nichts!“, rief er. Die nächste Kiste fiel in die Presse, und auch sie wurde bei lautstarker Kulisse zerdrückt. Der Typ wurde langsam nervös, sagte aber immer noch nichts. Die nächste Kiste fiel hinab in die Maschine und wurde zerstört. „Ok, ok ich sag es ihnen, bloß stellen sie diese Maschine aus! “, rief er. „Dann sprech“, sagte ich und stellte die Maschine ab. „Sie werden sie nach Caharania gebracht haben, dort ist der Boss“, sagte er. „Wo genau?“, bohrte ich weiter. „Nach Velu Gita, dort ist das Hauptquartier. Dort haben sie hingebracht. Er wird sie als Geisel benutzen wollen, um an euch zu kommen“, sagte er. „Gut“, sagte ich. „Lasst ihr mich jetzt endlich frei?“, fragte er fast genervt. „Wer hat den etwas von freilassen gesagt?“, meinte ich und stellte Fleißband und Müllpresse wieder an. Als ihm klar wurde, dass es für ihn kein Entkommen gab, fing er an zu fluchen und zu brüllen, doch all das half ihm dann auch nicht mehr. Am Ende hörte man von ihm nur noch einen schmerzhaften Schrei, dann verstummte er und es war ruhig. Als ich meine Spuren verwischt hatte, fuhr ich mit dem Gleiter zum Schiff. Als ich dort ankam, benutzte ich den Schiffskomkanal und schickte einer Bekannten eine Nachricht. Ich verließ den Planeten und flog in Richtung Mandalore. Nach zwei Tagen erreichte ich es und flog Nachhause. Ich übergab Onkel Kyr die Asche seines Sohnes, und seinen Helm mit Jaig-Augen samt seiner Beskar’gam. Kyr bemerkte sofort die Jaig-Augen, die ich seinem Sohn verliehen hatte, dass sah ich ihm an. Ich ging auf die Knie und entschuldigte mich bei seiner Familie, dass ich ihn allein gelassen hatte. „Du kannst nichts dafür, Ryr. Es war seine Entscheidung, sein Wunsch, kämpfend zu sterben“ meinte Onkel Kyr. Kal jedoch verließ wütend das Haus. „Lass ihn“, sagte Kal’s Mutter. „Es wird zwar eine Weile dauern, aber er wird sich wieder beruhigen“. „Ich werde seinen Mördern Vergeltung bescheren“, versprach ich Kyr. Noch am selben Abend reiste ich nach Keldabe. Ich ging in eine Cantina namens Bak’kishuh und wartete eine Weile. Bald darauf kam Mica Vizla zur Tür herein. Sie kam an meinen Tisch und nahm ihren Helm ab. „Du wolltest mit mir sprechen?“, fragte sie. „Ja“, sagte ich. „Du wolltest doch, dass ich dir Bescheid sage, wenn ich mit Felsar zu tun bekomme“. „Und?“, fragte sie etwas gespannt. „Ich werde nach Caharania fliegen, und dort in das Hauptquartier von Felsar einsteigen“, sagte ich. Obwohl man ihr ansah, dass sie das für keine gute Idee hielt, unterbrach sie mich nicht. „Felsar hat meinen Vod’e getötet und meine Schwester entführt. Ich will sie zurückholen und ihn rächen“, sagte ich. Sie lehnte sich zurück und dachte eine Weile nach. „In Ordnung, ich werde dir helfen“, sagte sie und richtete sich wieder auf. „Ich habe meine ganze Familie verloren. Ich möchte weder dass das dir noch deiner Schwester passiert! Außerdem möchte ich immer gern ein paar Leute von Felsar unschädlich machen“, sagte sie. „Danke“, sagte ich. „Und nun zum Preis...“, begann ich. „Was heißt hier Preis?“, fuhr sie mich an. „Denkst du ernsthaft, ich lasse mich für so etwas bezahlen?“. Da musste ich einfach grinsen. „Natürlich nicht“, sagte ich. „In Ordnung“, sagte sie. „Wann geht’s los?“.

19 VSY, die Rettungsaktion

Am nächsten Tag reisten wir ab. Wir flogen mit der ,,Greller Blitz,, nach Caharania und besprachen dort die Pläne. „Ich werde zwar nicht mit reinkommen, aber ich kann dir von draußen den Rücken freihalten“, meinte Mica. Unser Plan war folgender: C4 sollte die Sicherheits- und Überwachungssysteme des Gebäudes von Felsar hacken. Dann sollte er herausfinden, wo genau Elli festgehalten wurde. Den Standort sollte er mir übermitteln und ich würde mich dorthin begeben. Ein Lockvogel würde die Wachen ablenken und ich würde mir Zutritt zu dem Gebäude verschaffen. Mica würde sich einen Aussichtspunkt suchen und von dort den Überblick über die Lage behalten. Auch würde sie mir mögliche Gegner aus dem Weg räumen. Als ich am Tag vor der Rettungsaktion nach einem Lockvogel suchte, begab ich mich in eine Cantina die den Ruf hatte, dass sich dort fähige Söldner aufhielten. Nach kurzer Zeit erblickte ich ein bekanntes Gesicht: Lubbock Vhester. Nach einem kurzen Gespräch konnte ich ihn dazu bringen, den Job anzunehmen. Am nächsten Morgen begaben wir uns zum Felsar-Hauptquartier. Es war ein riesiger Komplex, fast so groß wie der Raumhafen der Stadt. Da Felsar in der caharanischen Politik eine wichtige Rolle spielte, war es dementsprechend bewacht. Da er von der Jedi neu modifiziert worden war, konnte C4 sich problemlos vom Schiff aus in die Systeme des Gebäudes hacken. Lubbock erregte an einem Nebeneingang etwas Aufmerksamkeit, sodass ich mich an den Wachen vorbeischleichen konnte. Als ich drin war, bekam ich von C4 die Daten des Standpunkts übermittelt. Auf dem Weg in den Kern des Gebäudes stieß ich immer wieder auf Wachen, die ich aber ausschaltete und verschwinden ließ. „So, ich habe jetzt die Beobachter und Scharfschützen auf dem Dach ausgeschaltet. Lass dich nicht unterkriegen da drin!“, meinte Mica. „Würde mir nie in den Sinn kommen“, meinte ich darauf. Als ich kurz vor meinem Ziel war, bekam ich eine Nachricht über Komlink. „Pass auf da drin! Hier draußen geht irgendetwas vor sich. Die Wachen werden unruhig und diskutieren miteinander. Außerdem ist noch mehr Sicherheitspersonal nach draußen gekommen. Mica Ende“, sagte sie. Und wenige Minuten später bekam ich noch eine Nachricht, wieder von Mica. „Beeil dich da drinnen. Jetzt weiß ich warum sie so unruhig sind. Raumschiffe der Republik sind gerade aus dem Orbit gekommen, mindestens siebzehn! Sie scheinen sich auf die Anlage zuzubewegen“, rief sie. „Anscheinend sind auch schon Streitkräfte der Republik gelandet!“. „Verdammt“, fluchte ich. Ich beeilte mich jetzt wirklich. Wenn die Republik in das Gebäude eindrang, würde ich vermutlich überhaupt keine Chance haben, Elli zu retten. Außerdem würde Felsar’s Anführer möglicherweise den Overkill befehlen, was hieße dass alle Gefangenen getötet werden würden, bevor sie in die Hände der Republik gelangen würden. „Jetzt sehe ich welche“, sprach Mica erneut zu mir. „Verdammt, sieht aus als wär das die Manda Squad!“, sagte sie. „Die was?“, hakte ich nach. „Eine Klonkommando-Einheit der Republik. Ich hab mal mit denen zusammengearbeitet. Sie schießen auf mich, ich muss die Position wechseln“, sagte sie. Ich kämpfte mich weiter an den Wachen vorbei, die überall im Gebäude verstreut waren. Plötzlich hörte ich wie jemand um die Ecke kam. Ich wollte ihm schon in den Kopf schießen, als ich bemerkte dass es Lubbock war. „Mann, hast du mich erschreckt!“, meinte er. „Du mich auch, aber was machst du hier?“, fragte ich irritiert. „Deine kleine Freundin da hat gesagt, ich solle dir helfen hier rauszukommen“, meinte er. „Na gut“, meinte ich. „Bleib dicht hinter mir!“. Zusammen erreichten wir den Standort, an dem sich Elli befinden sollte. Doch wir fanden nur ihre Beskar’gam und ihre Waffen. Die Zelle war leer. „Nimm du die Sachen und kehr zum Schiff zurück! Ab hier suche ich sie allein“, meinte ich. Er wollte etwas erwidern, ließ das dann aber doch. „Und wenn du an den restlichen Zellen vorbeikommst, kannst du gerne ein paar aus Versehen offen lassen“, meinte ich als er sich noch einmal umdrehte. Er verstand und nickte. Ich ging weiter und hörte ab und zu entfernte Kampfgeräusche. Als ich die nächste Schleuse passierte, sah ich eine Gruppe von Männern, die einen edel gekleideten Mann umgaben. „Wo wollt ihr denn so schnell hin?“, rief ich. Sie drehten sich alle ruckartig um. Da sah ich auch Elli, die in Fesseln neben dem Mann in der Mitte festgehalten wurde. „Ryr!“, rief sie. Im nächsten Moment bekam sie von einem der Bewacher eine Faust in den Magen gerammt und schnappte nach Luft. „Hab' ich dir erlaubt zu reden?“, fragte der Mann in der Mitte sie gereizt. Dann wandte er sich an mich. „Sie müssen der Kopfgeldjäger sein“, meinte er als würde er eben einen Gast empfangen. „Ich dachte mir bereits, dass sie ihre kleine Freundin hier nicht im Stich lassen würden. Da meine inkompetenten Angestellten es bisher nicht geschafft haben sie zu kriegen, dachte ich, ich versuche es einfach einmal so“, sprach er weiter. „Nun, bringen wir es doch einfach hinter uns“, meinte er fast beiläufig. Seine Männer zogen ihre Waffen, doch ich war schneller. Die Hälfte seiner Männer hatte schon ein Loch im Kopf, als sie noch nicht einmal den Blaster in der Hand hatten. Der Rest feuerte auf mich, traf jedoch entweder nicht oder schoss auf meine Rüstungsplatten, an denen das Feuer einfach abprallte. Nach einem kurzen Feuergefecht standen nur noch Koga (der Anführer von Felsar), Elli und ich. Nun zog er seine Waffe. Dies war jedoch nicht ein Blaster, sondern eine Jedi-Waffe, ein kurzes Lichtschwert. Es hatte eine gelbe Klinge, die vor sich hin glühte. „Nur zu, selbst Lichtschwerter kratzen nur an meiner Rüstung“, meinte ich. „Oh, das weiß ich, ich hatte schon einmal mit Mandalorianern zu tun“, meinte er und grinste dabei. „Diese Klinge ist ja auch nicht für euch“, meinte er. „Nein“, rief ich. „Oh, ich denke ihr wollt euch noch von eurer kleinen Freundin verabschieden, doch dafür haben wir jetzt wirklich keine Zeit“, meinte er beiläufig. Er holte mit der Klinge aus und stieß sie in Elli’s Brust. Danach holte er mit dem Griff aus und schlug ihr gegen den Kopf. Sie fiel um. „Neeeeein!!!“, schrie ich fassungslos. „Keine Angst, ihr werdet ihr schnell folgen, aber vorher lasse ich euch noch ein wenig leiden…“, sagte Koga kühl. Es gab ein Geräusch, ein Kurzes dumpfes Geräusch. Er lief auf mich zu, doch nach dem zweiten Schritt fiel er um. Ein Scharfschütze hatte ihn direkt in den Hals getroffen. Er schnappte nach Luft, zuckte am Boden und kämpfte schmerzhaft gegen das Ersticken an. Er kämpfte noch eine Weile. Und dann wurde er ganz still und erschlaffte aus seinen Krämpfen. Ich rannte zu Elli. "Nein! Nein nein nein nein nein!", rief ich verzweifelt. Ich beugte mich über sie und drehte sie auf den Rücken. Sie hatte die Augen geschlossen und schien sich nicht zu regen. „Elli! Elli hörst du mich?“, erfragte ich mit Tränen in den Augen. Doch sie antwortete nicht. Sie ist tot, dachte ich. Sie ist wirklich tot. Ich nahm ihre Hände in meine und legte vollkommen am Boden meinen Kopf auf ihren Brustkorb. Doch spürte ich einen leisen Puls an meinem Ohr. Dann bemerkte ich, dass sie noch atmete. Dort wo ihr das Lichtschwert von Koga in ihre Brust gerammt worden war, war keine Wunde sichtbar. Nur der um den Hals gehangene Mandalith berührte genau ebenjene Stelle. Sie lebt wurde mir schlagartig klar. Und sie war unverletzt, bis auf die Verletzung am Kopf. Ich befreite sie von ihren Fesseln. Plötzlich hörte ich nahe Kampfgeräusche und Blasterschüsse. „Verdammt“, fluchte ich erneut. Ich schnappte mir Kogas Waffe und nahm sie an mich. Danach nahm ich Elli auf den Arm und machte mich auf den Weg zum Schiff. „'04 da drüben, schau!“, rief jemand hinter mir. Schnelle Schritte kamen immer näher. „Hey, stehen geblieben!“, rief eine vocoderverzerrte Stimme. Ich schaute hinter mich. Am anderen Ende des Ganges stand eine Gruppe Soldaten der Republik, Klonkrieger. Diese sahen jedoch anders aus, sie hatten schwere Rüstungen die ein wenig an meine eigene erinnerte. Ich dachte gar nicht erst daran, stehen zu bleiben. „Duck, schnapp ihn dir!“, rief nun eine weitere Stimme. Nun rannte ich umso schneller. „Stehen bleiben, im Namen der Republik!“, rief ein anderer Soldat mit lauterer Stimme. „Das könnt ihr vergessen“, rief ich und sprintete weiter. „Er läuft in Richtung Nordflügel, Travell!“, rief eine weitere Stimme hinter mir. „Keine Angst, Vod. Ich hab dich, ich bin bei dir“, flüsterte ich Elli ins Ohr. Sie rannten weiter hinter mir her, gaben sogar vereinzelte Blasterschüsse ab. Doch sie waren in ihren klobigen Rüstungen einfach viel zu langsam für mich. Als ich einen Sicherheitsschott erreichte, schloss ich ihn und schoss auf die Steuerkonsole. Damit hatte ich sie endgültig abgehangen. Sie schossen noch eine Weile auf den Schott, aber das brachte ihnen auch nichts. Ich erreichte das Ende des nördlichen Komplexes, wo das Schiff auf dem Dach auf uns wartete. Ich stieg eilig in das Schiff ein. Lubbock und Mica warteten schon auf mich. „Ist sie…?“, fing Mica an und traute sich nicht die Frage zu Ende zu stellen. „Ich habe zu langsam reagiert, ich weiß aber ich hätte sie treffen können. Es tut mir …“, fing sie an. „Sie lebt“, sagte ich. „Aber ich habe doch gesehen wie… Wie hat sie das überlebt?“, fragte Mica verdutzt. „Das weiß ich im Moment auch nicht. Jetzt gilt: bloß weg hier“, meinte ich. „Ich glaube wir kriegen Gesellschaft“, unterbrach uns Lubbock. Und tatsächlich, die Klonkrieger hatten es irgendwie auf das Dach geschafft. Ich gab C4 die Anweisung, sofort zu starten. Die Soldaten versuchten zwar noch, das Schiff zu erreichen, hatten aber keinen Erfolg. Ich setzte sofort den Tarnmodus ein und manövrierte uns durch die republikanischen Schiffe. Als wir sie passiert hatten, sprangen wir sofort in den Hyperraum. Auf dem Weg nach Mandalore kam Elli wieder zu Bewusstsein. „Mann, brummt mir vielleicht der Schädel!“, meinte sie. „Ist alles in Ordnung?“, fragte ich sie. „Ja, sonst geht es mir gut denke ich“, antwortete sie.Ich umarmte sie heftig. "Du erdrückst mich!", gab sie von sich. "Es tut mir so leid, Elli!", sagte ich. Nach drei Tagen erreichten wir Mandalore. Nachdem wir angekommen waren, begann die zeremonielle Bestattung von Tion. Wir verstreuten seine Asche in der Umgebung von Elu’malu. Elli, Lubbock und Mica nahmen ebenfalls teil. Letztere stellte ich meiner Familie vor. Nachdem wir die Asche verstreut hatten, kam Tions Bruder Kal zu mir. „Ich weiß, dass es nicht deine Schuld war“, entschuldigte er sich. „Trotzdem tut es mir leid. Ich hätte ihn nicht allein lassen dürfen“, sagte ich. „Er war ein Krieger. Es war seine Entscheidung, im Kampf zu sterben um deine Schwester zu beschützen. Ich glaube er wollte lieber im Kampf sterben, als ohne Kampf gefangen genommen zu werden…“, meinte Kal. Am nächsten Tag verabschiedete sich Mica. „Ich hoffe ich sehe dich bald wieder“, meinte sie. „Da Felsar nun ohne Koga zerfällt, muss ich mir ein neues Ziel setzen. Du wirst Konkurrenz kriegen. Ich habe vor, die größte Kopfgeldjägerin der Galaxis zu werden“, meinte sie. „Gegen mich wirst du es schwer haben“, meinte ich. „Lass dich nicht töten“, sagte sie und gab mir einen Kuss auf die Wange. „Du dich auch nicht“, erwiderte ich. Sie stieg in ihr Schiff und flog davon. Ich blieb noch einen Monat bei meiner Familie, bis ich mit Elli und Lubbock weiterreiste.

19 VSY, die Order 66

Nach einer Woche erreichten wir unser Ziel: Trida. Ich wollte dort Drew treffen, da ich durch Lubbock wusste, dass er sich im Moment dort aufhielt. Ich wollte mit ihm über einen neuen Auftrag sprechen, den ich im Sinn hatte. Wir landeten als die Dämmerung einsetzte, nahe von Drews Apartment. Ich ging zusammen mit Lubbock und Elli dorthin, jedoch war er nicht dort. Als wir ihn dort nicht fanden, suchten wir ihn in der Stadt. Auch dort fanden wir ihn weder am Markt noch am Raumhafen. Mir fiel jedoch auf, dass in der Stadt ungewöhnlich viele Klonkrieger der Republik patroulierten. Als ich einen der Klonkrieger mit braunen Markierungen nach dem Grund fragte, meinte er: „Wir suchen eine entflohene Jedi, die sich dem Gesetz der Republik wiedersetzt hat. Wenn ihr sie seht oder einen Verdacht habt, so meldet es unverzüglich bei der nächsten Patrouille!“. Da konnte ich einfach nichts Gutes ahnen. „Gut zu wissen“, meinte ich zum Klonkrieger. Nachdem die Soldaten weitergegangen waren, gingen wir in eine nahe Gasse. Es hatte begonnen zu regnen. „Was hat das zu bedeuten?“, fragte Elli mich. „Auf jeden Fall nichts Gutes, wie mir scheint“, antwortete ich. „Wir sollten lieber schnell zurück zum Apartment gehen“, meinte Lubbock. Ich blickte mich noch einmal um, bevor wir weitergingen. Nach einer Viertelstunde erreichten wir Drew’s Apartment. Als ich mich an der Tür bemerkbar machte, reagierte wieder niemand. „Ach, was soll’s“, meinte ich und machte mich an der Tür zu schaffen. Als ich die Tür geöffnet hatte, trat ich in das Apartment ein. Es schien ganz so als sei es verlassen. Als ich den Flur betrat, spürte ich wie etwas im Dunkeln leicht gegen meine Schläfe stieß. „Einen Schritt weiter und du bist tot, Freundchen“, flüsterte eine Stimme in mein Ohr. Ich wollte es jedoch nicht dabei belassen, mich zu ergeben. Mit einer schnellen, flüssigen Bewegung schlug ich meinem Hintermann den Blaster aus der Hand, und zog ihm gleichzeitig die Beine weg. Er verlor das Gleichgewicht und stürzte. Ich stellte mich über ihn und zielte nun mit meinem Blaster auf ihn. Ich schaltete mein Licht am Helm an um eine bessere Sicht auf meinen Wiedersacher zu haben. Der Mann war noch nicht allzu alt, ich schätzte ihn so auf Mitte 20. Er hatte blonde, etwas längere Haare, dunkle Augen und war blass. Er war durchaus muskulös und schien schon eine Weile Erfahrung mit kämpfen zu haben. Ich vermutete, dass er ein Söldner war. Ich verharrte wohl einen Moment zu lange, denn er zog mir nun die Beine weg und rappelte sich auf. Er kniete sich auf mich und wollte mir gegen den Kopf schlagen als er jedoch unterbrochen wurde. Elli mischte sich nun in den Kampf mit ein. Sie stieß ihn von mir herunter und richtete ihren Blaster auf den Fremden. „Stopp!“, rief jemand. Plötzlich kamen zwei Gestalten aus dem Nachbarzimmer. Ich wollte schon auf sie schießen, als ich sie im Licht der Lampe erkannte. Es waren Drew und die Jedi Karlia Varin. „Lasst ihn, er ist auf unserer Seite“, meinte Drew. Elli und ich ließen von ihm ab und er richtete sich auf. „Tut mir leid, Kleiner. Im Dunkeln hab ich dich für einen von Denen gehalten…“, meinte der Fremde. „Das ist Jackar Varin, Karlias Bruder, Ryr“, stellte Drew mir den Fremden vor. „Was ist hier eigentlich los, Drew? Sie wird in der Stadt gesucht! Und was meinte er mit ,,Denen,,?“, fragte ich ihn. „Wir wissen das auch noch nicht genau“, meinte Drew. „Mit denen meint er die Klonkrieger“. „Was soll das heißen ihr wisst das noch nicht genau?“, fragte nun Elli. Der Regen prasselte inzwischen laut gegen die Fenster des Apartments. „Wir wissen nur, dass die Klonkrieger plötzlich angefangen haben, Jagd auf die Jedi zu machen“, meinte Jackar Varin. „Ich war hierher nach Trida gekommen, um meine Schwester zu besuchen. Aber als ich zu ihr gelassen werden wollte, kamen plötzlich Klonkrieger und haben versucht mich festzunehmen. Ich bin geflüchtet und habe erst zwei Tage später erfahren, dass sie entkommen ist. Seitdem halten wir uns hier versteckt“. „Es war eine Art Befehl, glaube ich“, meinte Karlia Varin. „Mein Klon-Commander meinte, dass ich flüchten sollte und von nun an von den anderen Klonkriegern gejagt werden würde. Als ich geflohen bin, hat er mir den Rücken freigehalten. Ich weiß nicht ob er überlebt hat“. „Warum habt ihr sie dann nicht schon längst vom Planeten gebracht?“, fragte ich. „Denkst du, wir hätten das nicht versucht?“, fragte Jackar zweifelnd. „Aber die Klone führen strenge Kontrollen am Raumhafen durch und keiner kommt jetzt mehr unbemerkt vom Planeten!“. „Und was nun?“, fragte ich. „Wir arbeiten daran“, meinte Drew. „Aber wir finden einfach niemanden, der sie unbemerkt von hier wegschaffen könnte...“. „Ich glaube, ich kenne da jemanden, der uns helfen kann“, sagte ich hoffnungsvoll nach einer Weile. „Wer denn?“, fragte Drew. „Mein Bruder Gir arbeitet bei einem Droiden-Unternehmen namens ManDroid, dass uns nützlich sein könnte. Wenn er eine Speziallieferung von Mandalore hierher bringen würde, könnte er sie von Trida nach Mandalore schmuggeln. Und da es Import wäre, sind die Sicherheitsauflagen anders. So könnte es klappen“, schlug ich vor. „Das klingt gut, aber auch ein bisschen riskant“, sagte Vester. „Woher sollen wir wissen, dass die Klonkrieger ihn nicht auch kontrollieren?“. „Das Risiko müssen wir eingehen, es ist immerhin die beste Gelegenheit“, meinte Drew. Und so kam es. Ich kontaktierte Gir, und er versprach uns zu helfen. Drei Tage später kam er schon mit zwei seiner Kollegen im Raumhafen an, mitsamt eines Raumschiffes der Firma. Wir trafen alle nötigen Vorbereitungen und schafften die Wertsachen der Jedi zum Schiff. Als wir sie zum Raumhafen brachten, versteckten wir sie in einer kleinen Transportkiste. Kurz darauf war alles fertig, und das Schiff war bereit zum Abflug. Kurz bevor sie eine Starterlaubnis bekamen, kam jedoch ein Trupp Klonkrieger zum Raumschiff. Sie wollten das Schiff tatsächlich nach der Jedi absuchen. Mein Bruder hatte keine andere Wahl, und so ließ er die Klonkrieger das Schiff untersuchen. Diese suchten jeden Winkel des Schiffes ab und checkten die Frachtliste. Als sie die Kiste bemerkten, in der sich die Jedi versteckte, erkundigten sie sich nach dieser. „Ach, das ist nur eine einfache Kiste mit Ersatzteilen für Droiden“, sagte Gir. Die Klonkrieger waren jedoch misstrauisch geworden. Sie checkten die Frachtnummer der Kiste, die aber dasselbe aussagte wie mein Bruder. Das schien den Klonen jedoch immer noch nicht zu genügen. Einer von ihnen holte einen Lebensscanner hervor und hielt ihn gegen die Kiste. Die Besatzung war merklich angespannt, genau wie ich. Ich griff schon nach meinem Blaster, als die Klone von der Kiste abließen. „Scheint tatsächlich nichts Lebendiges drin zu sein. Gut, sie können abfliegen“, meinte der Klon-Sergeant. Nachdem die Klon-Patrouille weitergegangen war, öffneten wir die Kiste um nachzusehen. Die Jedi war aber noch am Leben. „Wie habt ihr das geschafft?“, fragte Elli erstaunt. „Ich habe meditiert“, meinte Karlia bloß. Wir verschlossen die Kiste wieder und Gir flog mit der Jedi und ihrem Bruder davon. „Wir haben’s geschafft“, meinte Elli. „Das ist möglicherweise erst der Anfang allen Übels…“, murmelte Drew. Damit hatte er recht behalten. Nachdem wir Lubbock an seinem Apartment in der Stadt abgesetzt hatten, flogen Elli und ich gemeinsam mit Drew nach Mandalore. Während der kommenden Monate häuften sich die Nachrichten an, wie man es sich kaum vorstellen konnte. Es wurde vom Sieg der Republik über die Separatisten berichtet, es wurde vom Kriegsende berichtet, es wurde vom Verrat der Jedi berichtet und es wurde davon berichtet, dass der oberste Kanzler der Republik das Große Galaktische Imperium ausgerufen hatte. All dies und noch viel mehr geschah, während ich daheim auf Mandalore war, bei meiner Familie.

19 VSY,Veränderungen

Das Ende des Krieges brachte dutzende Veränderungen für uns alle mit sich. Die Republik und die Konföderation unabhängiger Systeme gab es nicht länger, es gab nur noch das Imperium. Es gab auch fast keine Jedi mehr, und Kampfdroiden wurden nicht länger benutzt. Die GAR war zur Imperialen Armee umfunktioniert worden, Klonkrieger waren jetzt Sturmtruppen. Jeder musste sich erst einmal an diese Veränderungen gewöhnen, denn sie betrafen uns alle. Wenngleich das Mandalore-System nicht im Machtbereich des Imperiums lag, waren dennoch eben jene Veränderungen hier deutlich spürbar. Die meisten Aufträge für Kopfgeldjäger kamen nun fast nur noch vom Imperium, und betrafen meist das Festnehmen und Ausliefern oder gar das Ermorden von überlebenden Jedi oder politischen Gegnern. Diese Aufträge waren aber einfach nicht nach meinem Geschmack. Mir missfiel diese vollkommen einseitige Hetzjagd. Nichtsdestotrotz reiste ich zusammen mit Elli bald weiter durch die Galaxis. Auf unserer Reise führte uns unser Weg nach Beq. Das war ein unabhängiger und unbekannter Planet im inneren Rand. Auf der Suche nache einem Auftrag begab ich mich in eine beliebte Cantina. Dort trafen wir einen Mann, der interessiert an uns war. So wie er redete und sich benahm, schien er ein Imperialer zu sein. Er verhielt sich wie ein Adliger von den Kernwelten, vermutlich kam er von Corellia. Er schien uns den Dienst unter dem Imperium schmackhaft machen zu wollen, und versuchte eine Weile bei mir das Interesse daran zu wecken. Nach zwei Stunden gab er auf und verschwand. Als der Typ fort war, trat ein Mann mit schlichter Kleidung aus dem Schatten und trat an mich heran. Aus ihm wurde ich nicht so schnell schlau. Er machte mir ein gutes Angebot, das mir gefiel. Er sagte, er sei ein privater Auftraggeber und wolle einen Imperialen ermorden lassen. Er bot mir eine hohe Summe Credits, weshalb ich nicht mehr nachhakte. „Eure Zielperson befindet sich auf Coruscant und heißt Varon Keshta“, sagte er noch zu mir. Er übergab mir meinen Vorschuss und dann ging er auch schon. Wenig später brachen wir auch schon auf. Einen Tag später kamen wir auch schon auf Coruscant an. Ich machte mich mit Elli sofort auf die Suche nach unserer Zielperson. Wir suchten zwei Tage nach ihm, bis Elli ihn aufspürte. Er lebte in einem Wohnkomplex nahe dem Imperialen Senatsgebäudes. Wir planten und bereiteten alles genau vor. Am nächsten Tag ging es auch schon los. „Lass mich mit reinkommen, bitte“, bat Elli mich. „Nein, nicht hier auf Coruscant. Hier wimmelt es nur so vor Imperialen“ entgegnete ich. „Wenn ich fertig bin, müssen wir schnell fort von hier und dafür sorgst du. Deshalb bleibst du beim Schiff!“ Sie schmollte noch kurz, dann gehorchte sie aber. Ich wartete bis es dunkel war. Dann ging ich in die Lobby des Wohnkomplexes und stieg in den Fahrstuhl. Ohne Signalkarte kam ich nur bis ins 20. Stockwerk, ich musste aber ins 37. Stockwerk. Ich stieg also auf den Balkon des 20. Stockwerkes und benutzte Kletterkabel um bis in das 37. Stockwerk zu gelangen. Als ich die Etage erreicht hatte, verschaffte ich mir Zutritt zum privaten Apartment von Varon Keshta. Ich platzierte im Eingangsbereich einen versteckten Sprengsatz und verließ das Apartment. Ich wartete drei Stockwerke tiefer bis sich der Sprengsatz aktivierte. Ich flog mit dem Jetpack zurück in das 37. Stockwerk um mir einen Überblick zu verschaffen und herauszufinden ob alles geklappt hatte. Als ich das Apartment betrat, sah ich dass die Bombe ihre Arbeit getan hatte. Doch dann merkte ich das Keshta nicht alleine gewesen war. Neben den offensichtlichen Resten eines erwachsenen Mannes lag ein Körper, der anscheinend früher einmal einer Frau gehört hatte. Ein Stück weiter lagen die verkohlten Reste eines Kleinkindes. „Das kann nicht sein“, murmelte ich. Meine Knie gaben nach und ich sackte zusammen. „Nein, das kann nicht sein. Er lebte doch allein“. Ich vernahm Schritte, die hastig näherkamen. Ich wollte aufstehen, doch mein Körper machte nicht mit. „Es war eine Bombe!“, rief jemand hinter mir durch einen Vocoder. „Da ist einer!“, rief eine andere Stimme, offensichtlich ein Sturmtruppler. „Los, ergreift ihn!“ Hände packten mich von hinten und verdrehten mir die kraftlosen Arme auf den Rücken. „Bringt ihn weg“, rief ein anderer Sturmtruppler. Daraufhin schleppten sie mich fort. Kurz darauf wurde mir schwarz vor Augen.

18 VSY, Am Abgrund

Ein älterer Mann mit lichtem grauem Haar in imperialer Uniform blickte auf mich herab. „Ihr seid hier vor dem imperialen Gerichtshof“, sprach er zu mir. „Ihr werdet beschuldigt, des Mordes an Varon Keshta, Senator des Imperialen Senats, sowie seiner Frau und seines Sohnes. Gesteht ihr?“ „Ich gestehe“, sagte ich. „Und hattet ihr bei dieser Tat Beihilfe durch einen Komplizen?“ „Nein, ich bin der alleinige Täter“, sprach ich. „Nun gut. Im Namen des Imperators verurteile ich euch hiermit zu 67 Jahren Haft auf dem imperialen Gefängnisplaneten Perona 3. Die Verhandlung ist geschlossen.“ Zwei Sturmtruppen packten mich und zogen mich aus dem Gerichtssaal. Sie steckten mich in eine enge, dunkle Zelle. Die Stunden verstrichen, während ich auf meine Verlegung wartete. Dann, es musste schon spät am Abend sein, öffnete sich ein Lichtspalt an meiner Zelltür und sie öffnete sich. Ein Mann trat herein. „Ihr“, fauchte ich. „Warum habt ihr mir nicht gesagt, dass er Familie hat?“ „Was hätte das verändert? Ihr hättet nur kalte Füße bekommen“, sagte er. „Wer seid ihr wirklich?“, fragte ich ihn. „Ein imperialer Senator, mehr braucht ihr nicht zu wissen. Ich habe mein Ziel erreicht“ „Weshalb?“ „Er hat Rebellen gegen das Imperium unterstützt, also war er uns schon lange Zeit ein Dorn im Auge. Als ich euch entdeckte, hatte ich dafür den perfekten Mann.“ Er ging hinüber zur Zelltür, drehte sich jedoch noch einmal zu mir um. „Felsar lebe“, flüsterte er. Die Tür schloss sich und ich war wieder in der Dunkelheit. „Aufwachen“, rief eine Stimme. Zwei Sturmtruppler und ein imperialer Offizier standen vor meiner Tür. „Kommen sie aus der Zelle, die Hände dort wo wir sie sehen können!“ Ich leistete ihren Aufforderungen folge. Sie führten mich zu einem imperialen Shuttle, in den sie dann auch mit mir einstiegen. Im Raum um Coruscant dockte der Shuttle an einen imperialen Gefangenentransporter an. Ich wurde in eine Transportzelle gebracht und der Shuttle flog zurück auf die Oberfläche von Coruscant. Wenig später sprang der Transporter, eskortiert von einem Sternzerstörer, in den Hyperraum. Die Tage auf dem Transporter waren relativ eintönig. „Morgens“ wurden wir von den Aufsehern geweckt und es gab Essen, mittags und abends dasselbe. Ich hatte relativ viel Zeit, jedoch konnte ich über nichts anderes nachdenken als über meine Taten. Nach ungefähr einer Woche trafen wir im Raum von Perona 3 ein. Jedoch verharrte der Transporter offensichtlich in sicherer Entfernung, denn den Planeten konnte ich weit und breit nicht entdecken. „Ich habe gehört, dass man nur alle 10 Stunden dahin kann“, sagte der Häftling in der Zelle neben mir. „Perona 3 ist angeblich sehr nah an einer Sonne, und nur während einer Viertelstunde alle 10 Stunden kann man sich diesem Planeten nähern, weil sich währenddessen ein Mond vor die Sonne schiebt und Perona 3 dann im Schatten liegt.“ Nachdem ein Aufseher ihn ermahnte, verstummte er. Die Imperialen warteten noch eine halbe Stunde bis sie den Planeten anflogen. Perona 3 hatte eine kahle, felsige Oberfläche . Der Gefangenentransporter flog einen Krater an, der sich bei genauerem Hinsehen als Abbaustätte entpuppte. In der Nähe des Kraters befand sich ein riesiges Gebäude, beinahe so groß wie eine Großstadt. Dort flog der Transporter hin. Der Transporter flog eine Landebucht an und wenig später wurden wir eingewiesen. Jeder Häftling bekam eine genaue Kennnummer, wurde einem Schwierigkeitsgrad zugeteilt und in die dementsprechende Sektion geschickt. Doch noch bevor wir in unsere Abteilungen geschickt wurden, bekam jeder Häftling in die linke Brust nahe der Schulter einen Transmitter eingepflanzt. Dieser Transmitter enthielt anscheinend sowohl die Kennung und Datenbank des Häftlings, als auch einen Sprengsatz der als Fluchtschutz fungierte. Das Einpflanzen war äußerst schmerzhaft, ich musste mich zusammenreißen um nicht zu schreien. Als sie fertig waren, wurden wir verteilt. Ich kam in Sektion 21-Hectra in eine Gruppenzelle mit drei anderen Häftlingen. Sie starrten mich eine Weile an, doch ich ignorierte sie und legte mich auf meine Pritsche. Kurz darauf war „Schließstunde“ und die Beleuchtung schaltete sich aus. Ich brauchte sehr lange, um einzuschlafen.

18 VSY, Das Gefängnis

Als ich wieder erwachte, war es stockdunkel. Die Stille wurde nur vereinzelt vom Schnarchen der Insassen und den leisen Schritten der patrouillierenden Wachen unterbrochen. Aber ich konnte nicht mehr einschlafen. Das was ich getan hatte, machte mir zu schaffen. Ich lag lange Zeit wach und dachte darüber nach. Dann ging das Licht an und die Zelltüren öffneten sich. Ich verließ meine Zelle, so wie meine Mitinsassen. Es hatte sich ein trottender Strom zum Ausgang gebildet. Zwischen den Zelltüren stand auf beiden Seiten des Ganges jeweils ein bewaffneter Sturmtruppler. Ich folgte dem Strom bis zum Ausgang des Zellentraktes. Dort befand sich ein großer Raum, in den an die zweitausend Insassen hineinpassten. So viele sammelten sich dort vermutlich auch gerade als ich ankam. Als alle stillstanden, betrat ein Aufseher den Saal. Er war mittelgroß, in einer imperialen Uniform gekleidet, und hatte dunkles Haar. Er betrachtete kurz argwöhnisch die Runde bevor er anfing zu sprechen. „Ich bin Oberaufseher dieser Abteilung, wie die Meisten hier wahrscheinlich schon wissen.“ Er machte eine kurze Pause, als ob er genau nach missbilligenden Kommentaren lauschen würde. Als diese ausblieben, fuhr er fort. „Ich bin hier, um die neuen Insassen, die gestern eingetroffen sind, mit unseren Regeln vertraut zu machen. Um 0400 ist Antritt. Ihr müsst euch dann bei der Aufsicht melden und zu der Arbeit gehen, zu der ihr zugeteilt seid. Die Arbeit, der ihr zugeteilt seid, wechselt alle zwei Monate. Um 1400 Ist Essenspause. Diese geht von 1400 bis 1430. Wer sie verpasst, kriegt kein Essen. Danach kehrt ihr zur Arbeit zurück.Um 2230 ist Arbeitsende. Ihr müsst dann in euren Zellen sein. Um 2300 ist Schließstunde. In den Zellen wird das Licht ausgeschaltet und Es herrscht Ausgangssperre. Ihr habt zweimal in der Woche die Möglichkeit, euch zu duschen. Die Termine werden euch zugeteilt. Wer sie nicht wahrnimmt, kriegt sie nicht erstattet. Wer nach der Schließstunde außerhalb seiner Zelle aufgegriffen wird, wird diszipliniert und bekommt bei der nächsten Essensausgabe kein Essen. Wer sich weigert zu arbeiten oder nicht genug Arbeitszeit hat, wird diszipliniert und bekommt bei der nächsten Essensausgabe kein Essen. Wer sich gegen Wärter auflehnt, wird diszipliniert und bekommt bei der nächsten Essensausgabe kein Essen. Wer sich unangemessen verhält oder Hand an Mithäftlinge legt, wird diszipliniert und bekommt bei der nächsten Essensausgabe kein Essen. Wer zwischen den Arbeitszeiten trödelt wird diszipliniert und bekommt bei der nächsten Essensausgabe kein Essen. Wer plant zu fliehen, wird diszipliniert, bekommt bei der nächsten Essensausgabe kein Essen und wird in Einzelhaft verlegt. Wer einen Fluchtversuch unternimmt, wird erschossen.“ Er blickte noch einmal kurz in die Runde, dann drehte er sich um und verließ den Raum. Dann setzten sich auch die Häftlinge in Bewegung, außer ein paar vereinzelten. Es waren vermutlich Neulinge wie ich. Sie standen wie eingefroren da und konnten anscheinend nicht glauben was sie da gerade gehört hatten. Ich setzte mich nun auch in Bewegung und folgte den anderen. Wir gingen durch einen Ausgang der in einen halb so großen Raum führte wie den, den wir gerade verlassen hatten. Dort standen Aufseher von niedrigerem Range. Sie forderten uns auf, uns in sechs Reihen aufzustellen. Sie begutachteten uns und teilten uns einem nach dem Anderen einer Arbeit zu. Als ich an die Reihe kam, starrte der Aufseher mich erst einmal an. „So jung und schon hier. Tja, gesund scheinst du zu sein und auch nicht schwach. Du bist in die Mineralienförderung eingeteilt.“ Er deutete auf eine Gruppe wartender Häftlinge. Ohne etwas zu sagen begab ich mich zu der Gruppe. Wenig später waren alle Häftlinge ihren Gruppen zugeteilt. Sie verließen nacheinander den Raum und verteilten sich in verschiedene Richtungen. Meine Gruppe verließ nun auch den Raum und wir gingen links den Gang hinunter. Wir kamen zu einem Turbolift, der uns zu einer Garage brachte. Dort standen einige Landgleiter bereit. Die Aufsichten stiegen in die Landgleiter und forderten uns auf dasselbe zu tun. Wir bekamen Handschellen angelegt und setzten uns hinter die Aufseher. Jeder Gleiter konnte 10 Häftlinge befördern. Letztendlich waren zwanzig Landgleiter gefüllt. Die Gleiter verließen die Garage und wir waren draußen. Der Gefängniskomplex und zehn Kilometer um sie herum waren anscheinend von einen künstlichen Atmosphäre umschlossen. Wir flogen ungefähr eine Viertelstunde über die karge, steinige Landschaft von Perona III. Dann kamen wir in einer Art Steinbruch an. Dort standen schwere Fördermaschinen und Arbeitsdroiden herum. Als sich einige Häftlinge an die Maschinen setzen wollten, verweigerten die Aufseher es ihnen. „Die Maschinen sind nicht für euch. Ihr müsst selbst arbeiten.“ Jeder bekam eine Spitzhacke aus Durastahl, eine Lampe und ein leichtes Atemschutzgerät. Dann wurden wir in die Gräben geschickt, um Cortosis abzubauen. Ich machte mich an die Arbeit. Nach ein paar Stunden machten die ersten Häftlinge schlapp. Sie wurden von den Aufsehern mit Schockpeitschen gezüchtigt, und so gaben sich die restlichen Häftlinge umso mehr Mühe. Nach ein paar Stunden war Zeit für die Essenspause gekommen. Sie verteilten Essen an die Meisten Häftlinge. Jedoch bekamen die Häftlinge, die gezüchtigt worden waren nichts. Ich aß meine Ration, was auch immer das war. Wir bekamen noch ein bisschen Wasser dazu, dann mussten wir wieder an die Arbeit. Am Ende wurde es sogar für mich unerträglich. Die Arbeit bei dieser Hitze machte mir ziemlich zu schaffen. Kurz bevor mein Körper nachgab, war die Arbeitsschicht vorbei. Wir wurden zurück zu den Landgleitern gerufen, und wir fuhren zurück. Ich kehrte zurück in meine Zelle. Kurze Zeit danach ging schon das Licht aus.

18 VSY, in der Hölle

Die nächsten zwei Monate waren schrecklich. Jeder einzelne Tag war eine Tortur und zehrte mehr und mehr an meinen Kräften. Dieser Tag war einer der schlimmsten. Als ich in meine Zelle zurückkehrte, war ich kaum noch bei Bewusstsein. Mein Kopf dröhnte, mein Magen fühlte sich schrecklich an und ich hatte einen blutigen Geschmack im Mund. Kurz nachdem ich in der Zelle angekommen war, wurde mir schwarz vor Augen. „Junge, wach auf“, hörte ich jemanden sagen. Ich öffnete meine Augen ein bisschen. Über mir kniete jemand, offenbar ein Nautolaner. „Wehe du machst die wieder zu.“ Ich konnte ihn nur verschwommen sehen. Er holte anscheinend etwas aus seiner Hosentasche, ich konnte es aber nicht erkennen. „Keine Angst, es ist keine Waffe“, sagte er. „Mach den Mund auf.“ Ich tat was er sagte. Er riss etwas in Stücke und stopfte es mir in den Mund. „Brot“, sagte ich mit zittriger Stimme. „Ja, es ist Brot“, sagte er, als ob dies selbstverständlich wäre. „Das ist deins“, sagte ich bestimmt. „Ich lebe sowieso nicht mehr lange, da soll es wenigstens jemandem helfen“, sagte er. „Hier ist noch ein bisschen Wasser zum herunter spülen“, meinte er. Er holte eine Flasche heraus und ich trank gierig bis die Flasche weg war. Er stand auf und wollte schon gehen, als er sich noch einmal zu mir umdrehte um mir etwas zu sagen. „Und Junge, alleine schaffst du das hier drinnen nicht mehr sehr lange. Das schafft keiner. Aber deshalb darfst du nicht aufgeben. Es gibt für jeden etwas, für das es sich lohnt zu kämpfen. Vergiss das nicht. Leb wohl.“ Und damit verschwand er. Kurz darauf kehrten auch meine Zellengenossen zurück. Einer von ihnen war auch ein Nautolaner, sah dem anderen jedoch nicht ähnlich. „Alles in Ordnung?“, fragte ich. „Dasselbe könnt ich dich fragen“, meinte einer meiner Mitbewohner, ein dunkelhäutiger junger Mann mit einer Narbe an der Unterlippe. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich immer noch auf dem Boden lag. „Es geht, danke“, sagte ich und stand auf. Ein Anderer, ein Mon Calamari meldet sich zu Wort. „Habt ihr gehört, vorhin wurde einer aus diesem Block von den Wärtern tot aus seiner Zelle geholt. Er war einfach tot.“ Am nächsten Morgen ging es mir körperlich schon sehr viel besser, ich rätselte jedoch immer noch über den Vortag. Diesen Morgen wurden wir neu eingeteilt. Ich kam erneut in den Steinbruch, worauf ich mich aber nicht sonderlich freute. Der Tag verlief bis kurz nach dem Essen recht gewöhnlich. Doch dann hörte ich plötzlich laute Rufe von außerhalb des Grabens. Ich stieg aus ihm heraus und sah wie sich zwei Häftlinge prügelten, wenn man das so nennen konnte. Der eine ließ nicht von dem anderen ab, der aber nur bei Bewusstsein zu sein schien. Er schrie nach den Aufsehern, die schon unterwegs waren. Sie schlugen den Angreifer von hinten nieder. Als er scheinbar bewusstlos am Boden lag, schlugen die Aufseher dennoch auf ihn ein. Ich näherte mich dem Wärter, der gerade angriff, von hinten. Dann packte ich ihn am Kopf und verpasste ihm eine Kopfnuss. Der Wärter jaulte vor Schmerz auf, und auch meine Stirn schmerzte. Jedoch wandte ich mich nun dem anderen zu. Ich verpasste ihm einen Tritt in den Magen. Jedoch griff mich der andere Wärter schon von hinten und drückte mich auf den Boden. Sie wollten gerade anfangen, auf uns einzuprügeln, als der dritte, ranghöhere Aufseher erschien. „Hört auf mit dem Mist, was soll das denn? Ihr seid Imperiale Offiziere und keine Schläger! Führt sie ab und bringt sie in die „Öfen“, sofort! Da sollen sie erst einmal bleiben.“ Die „Öfen“ waren, wie sich herausstellte, Stahlverschläge die nahe der Gräben standen, höchstens einen Meter groß waren und genauso breit. Wir wurden in nebeneinander liegende Verschläge gesperrt. „Hey, du da drüben“, hörte ich durch die stickige Luft des Verschlages von draußen. „Danke für die Hilfe, aber warum?“ „Die haben auf dich eingeprügelt, obwohl du schon fertig warst. Du warst schon besiegt und die haben weitergemacht. Sowas kann ich einfach nicht leiden. Und warum hast du den anderen verprügelt?“, fragte ich. „Er ist ein Spitzel, er hat schon ein paar verraten, die fliehen wollten. Jetzt ist er aufgeflogen, also müssen sie ihn auswechseln. “, sagte er. „Weshalb bist du hier?“, fragte ich. „Ich bin Kopfgeldjäger, so wie du. Ich wurde erwischt... Auch dabei als ich den Gleiter des Richters in die Luft gesprengt habe, nachdem ich die Kaution bezahlen musste...“ „Hm", ich musste grinsen bevor ich wieder ernst wurde. "Woher weißt du, dass ich Kopfgeldjäger bin?“, fragte ich ihn. „Jetzt weiß ich es“, meinte er. „Und so wie du dem Wächter vorhin eine verpasst hast, hab ich das schon geahnt. Weshalb bist du hier?“ „So ähnlich wie bei dir“, antwortete ich. „Du sprichst vollkommen anderes Basic als die meisten. Tion’gar cuya Mando’ade?“, fragte er. „Elek“, antwortete ich knapp. „ Tion’gar bal?“ „Elek“, antwortete er. „Gut, dann bin ich doch nicht allein in diesem Drecksloch“, meinte ich. „Da hast du recht. Hast du da draußen jemanden, der auf dich wartet?“, fragte er. „Ich hoffe doch“, meinte ich. „Meine Familie.“ „Auf mich wartet mein Bruder Roman“, meinte er. „Wie heißt du eigentlich?“fragte er. „Ich heiße Ryr Dolkka“, antwortete ich. „Mein Name ist Dyn Ambosii“, sagte er. „Ich hoffe wir kommen hier bald wieder raus, die Hitze macht mir langsam echt zu schaffen!“, meinte er. Nach einer halben Stunde holten sie uns dann wieder aus den Verschlägen. Draußen war es aber auch nicht besser. Die Hitze war zwar nicht mehr so schlimm, aber nun hatten es die Wärter auf uns abgesehen. Nachdem wir zum Gefängnis zurückkehrten, kehrte ich in die Zelle zurück. Kurz nachdem ich dort angekommen war, hörte ich Schritte auf dem Flur. Im nächsten Moment standen siebzehn Häftlinge vor der Zelle. „Wir haben gehört, dass du geholfen hast unseren Freund zu verprügeln.“, sagte einer. „Stell dich uns lieber gleich“, meinte ein anderer. „Hey, sieht das hier etwa wie ein Laden aus, bei dem man sich anstellen kann?“, rief der dunkelhäutige Mann aus meiner Zelle. „Macht, dass ihr davonkommt, ihr kleinen Stücken Bantha-Futter!“ Die Häftlinge draußen blickten etwas verunsichert, schienen aber immer noch nicht abhauen zu wollen. Nun meldeten sich auch die anderen zu Wort. „Ihr habt richtig gehört, ihr sollt verschwinden!“, sagte der Mon Calamari. „Oder wollt ihr euch mit uns anlegen?“, fragte der Nautolaner. „Wir sind siebzehn gegen vier, was könntet ihr denn ausrichten?“, fragte einer der Häftlinge. „Wollt ihr es darauf anlegen?“, fragte der dunkelhäutige Mann. Langsam und zögerlich trat die Truppe den Rückzug an. „Vor denen dürften wir erst einmal Ruhe haben“, sagte der Mann. „Ich heiße Atge Ballaeon. Das hier sind Ginnzo Bailee und Porhdian“, er deutete zuerst auf den Nautolaner dann auf den Mon Calamari. „Ryr Dolkka“, sagte ich. „Danke“ „Wir haben keine Lust das diese Mistkerle hier weiterhin alles kontrollieren“, meinte Porhdian. „Pass in Zukunft einfach besser auf“ "Das werde ich", sagte ich. Kurz bevor ich einschlief fiel mir noch etwas ein. "Briikase gote'tuur Elli", sagte ich.

18 VSY, der Ausbruch

Ich sah Dyn erst eine Woche später, bei der Arbeit im Steinbruch, wieder. Inzwischen wusste ich auch wie er aussah. Er war ungefähr 1, 80m groß und zwei Jahre älter als ich. Er hatte braune mittellange, gelockte Haare und ein etwas ausgemergeltes Gesicht. „Wo warst du denn?“, fragte ich. „Sieben Tage Einzelhaft. Ich hab die Typen, die mich fertigmachen wollten, ordentlich verprügelt. Einer ist wohl etwas länger nicht mehr unterwegs.“ „Lass uns versuchen, abzuhauen“, sagte ich ohne lange herumzureden. Er blickte mich eine Weile an, als wolle er sehen ob ich es ernst meinte. „Das ist verrückt“, sagte er gerade heraus. „Ich mag zwar selbst verrückt sein, aber das ist Wahnsinn!“ „Dann versuche ich es eben alleine“, sagte ich trotzig. „Ach, verdammt warum eigentlich auch nicht!“, meinte er. „Ich habe schon viel zu lange in diesem Drecksloch gehockt. Es wird Zeit, dass ich auch mal wieder n‘ bisschen Spaß habe!“ Nachdem unsere Arbeitszeit vorbei war, trafen wir uns mit den anderen Häftlingen, die auf unserer Seite waren und auch fliehen wollten. „Hat jemand schon Vorschläge?“, fragte ich in die Runde. Verneinendes Schweigen folgte. „Gut, dann eben nicht“, meinte ich. „Deshalb sind wir ja hier“ Plötzlich meldete sich ein Twi’lek zu Wort. „Wäre es nicht möglich, vom Gelände zu fliehen und von außerhalb Hilfe anzufordern?“, fragte er. „Ausgeschlossen“, warf Atge Ballaeon ein. „Wir haben doch Sicherheitsminen implantiert bekommen, die bei zu großer Entfernung explodieren. Ich habe so etwas schon einmal beobachtet. Das ist kein schöner Anblick.“ Porhdian meldete sich zu Wort. „Und selbst wenn wir die mit einem Router austricksen könnten, wir würden da draußen nicht sehr lange überleben. Und die Wärter würden da draußen Jagd auf uns machen. Außerdem werden offene Kommunikationssignale von außerhalb der Anlage geblockt.“ „Wir könnten doch auch einfach ein Schiff stehlen“, meinte ein Rodianer. „Auch das halte ich für schwierig zu arrangieren“, meinte der Nautolan Ginnzo Bailee. Die Leitung des Gefängnisses würde unweigerlich den nächsten imperialen Flottenverband zur Hilfe rufen“ Und so ging das alles noch ein paar Minuten weiter, bis wir in unsere Zellen mussten. Auch am nächsten Abend kamen wir zu keinem nützlichen Plan. Am Tag darauf kam es zu ein paar unangenehmen Zwischenfällen. Ein paar Häftlinge griffen Wärter an. Sie schafften es sogar, einen der Wärter zu töten. Am selben Abend wurden sie hingerichtet. Als ich Dyn das nächste Mal sah, sprach ich ihn an. „Die Geduld der meisten lässt bereits nach. Bald könnte es zu größeren Aufständen kommen. Wir müssen etwas unternehmen!“ „Ich habe eine Idee“, sagte er zu mir. „Nahe von unserem Trakt liegt ein Wachzimmer der Wärter. Dort dürften wir leichte Waffen finden. Ich weiß es klingt verrückt, aber es ist die beste Chance, die wir kriegen können.“ „Gut, morgen bei der Wachablösung machen wir das.“ Ich informierte alle vom Widerstand und am nächsten Tag ging es los. Als Wachablösung war, trat Porhdian zur Tür des Wachbüros. „Ich kriege keine Luft mehr!“, röchelte er und brach zusammen. Einer der Wärter trat heraus um ihn sich anzusehen, als er auch schon von hinten überwältigt wurde. Der Zweite eilte seinem Kameraden sofort zur Hilfe. Jedoch lag auch er kurze Zeit später ohnmächtig neben seinem Kollegen. Wir rüsteten uns mit einigen Waffen aus, die im Wachbüro herumlagen. Wir gingen zum Ausgang des Zelltraktes, jedoch schrillte schon wenig später ein Alarmton in der Luft. Ich hörte aus allen Richtungen, wie Offiziere schrien und in unsere Richtung rannten. „Mist!“, stöhnte ich auf. Kurz darauf waren wir von Wachpersonal und Sturmtruppen umzingelt. Wir wurden abgeführt und in eine große Zelle mit Wandfesseln gebracht. Wir wurden festgemacht, und kurz darauf kam der Oberaufseher zu uns. „In MEINER Abteilung gibt es keine Meuterei und auch keine Ausbrüche ihr Idioten!“, schrie er uns an. „Habt ihr mich verdammt nochmal verstanden, KEINE! Ihr werdet heute Abend alle öffentlich hingerichtet!“ Damit verließ er die Zelle. Es herrschte Schweigen. Diese höllische Stille wurde wieder einmal nur durch die leisen Schritte des auf und ab der Wachen unterbrochen. Stunde um Stunde um Stunde schritt unsere Hinrichtung näher. Doch dann, letztendlich kamen die Wärter doch gefühlt viel zu früh. „Mitkommen!“, schnauzte der Sturmtruppler zu uns. Der Weg bis zum Platz schien erneut unendlich langsam. Als wir ankamen, war jedoch noch keiner am Platz der Hinrichtung. Nicht einmal der Oberaufseher war schon erschienen. Wir wurden dennoch schon zum Pult geschoben. Der Sturmtruppler hinter mir wollte mich gerade am Pult fixieren, als das Gebäude eine heftige Explosion erschütterte. Die Explosion schien nicht sonderlich nahe gewesen zu sein, trotzdem verfielen die Sturmtruppler in heftige Aufregung. Kurzerhand schritt die Hälfte der imperialen Soldaten in Richtung der Explosion davon. „Wehe ihr macht auch nur einen Finger krumm!“, drohte der Sturmtruppler-Kommandant. Eine Sekunde später flackerte das Licht und ging aus. „Verdammt nochmal, was ist hier eigentlich los!“, rief ein Sturmtruppler. Dann hörte ich, wie eine Tür geöffnet wurde. Und einen Moment später flog eine Blastersalve durch die Luft. Ich hörte einen Sturmtruppler schmerzverzerrt aufschreien. Die Sturmtruppler erwiderten quasi blind das Feuer. Ich hörte ein leises „klonk, dun, dun“. Ich versuchte noch schnell genug meine Augen zu schließen, bevor die Blendgranate losging. Geschrei war aus allen Richtungen hörbar. Als ich meine Augen wieder öffnete, hatte ich erst einmal nur Weiß vor Augen. Dann, langsam verdunkelte sich mein Blickfeld wieder. Überall über den Boden verstreut lagen tote Sturmtruppler und Wachen. Vor mir sah ich zwei in Beskar’gam‘ gekleidete Personen. „Du siehst nicht gut aus“, sagte eine durch den Helm verzerrte Stimme besorgt. „Ja, mir ging es schonmal besser“, meinte ich und grinste. Die andere Person half mir hoch. Sie trug eine schwarz-rote Beskar’gam. „Ich hab dir was mitgebracht“, meinte die Person in der metallicroten Beskar’gam. Sie zog einen Beutel von ihrem Rücken. Darin war meine Beskar’gam samt Waffen und Jetpack. Langsam wurde mir klar, dass das Mica und Elli waren. "Danke, ich habe mich schon fast nackt gefühlt!", meinte ich. Ich streifte sie mir sofort über. Danach machte ich mich daran, die anderen Häftlinge von ihren Fesseln zu befreien. „Wie seid ihr hier eigentlich alleine reingekommen?“, fragte ich. „Wir sind nicht alleine hier“, meinte Mica. „Draußen warten sie auf uns. Wir sollten uns beeilen, bevor noch Verstärkung kommt!“ „Einverstanden“ Ich zog meine Waffen und wir gingen zum Ausgang. Die komplette Anlage schien ohne Strom zu sein. Die Gänge waren wie leergefegt. Nach einer Weile begegneten wir dennoch einer Ansammlung Sturmtruppler. Aber sie hatten keine Chance. Noch bevor sie ihre Waffen auf uns richten konnten, hatten wir unsere bereits gezückt und die Sturmtruppler niedergeschossen. Wir rannten gemeinsam mit den Häftlingen weiter durch die Dunkelheit, und ich wurde langsam wieder mit meinem HUD vertraut. Schließlich kamen wir am Hangar an. Dort stand zu meinem Verblüffen die „greller Blitz“. Vor dem Schiff standen so gut wie alle aus meiner Familie (außer meinem Vater, Miilo, Tante Palia und Rysa ), sowie Jackar Varin. „Kommt wir müssen uns beeilen“, rief meine Mutter. "Ich kann hier nicht weg!", entgegnete ich. "Ich habe eine Sicherheitsmine eingepflanzt bekommen. Sie wird explodieren, wenn ich den Planeten verlasse!" Mein Bruder Gir meldete sich zu Wort. "Lass mal sehen...", meinte er und setzte eine Scan-Brille auf. Nach ein paar Minuten fing er an in seiner Tasche zu kramen. "Ich hatte schon mit so etwas in der Art gerechnet...", meinte er. Er holte ein kleines Gerät heraus und heftete es mir an die Schulter. "Das dürfte den Sensor unterbrechen...", murmelte er. Ich drehte mich zu den anderen um. „Wir schaffen das schon, hier stehen ja genug Schiffe“, meinte Atdge Ballaeon. „Macht dass ihr wegkommt, die sind bestimmt gleich da!“ „Dyn, willst du nicht mitkommen?“, fragte ich. „Dyn? Dann sollte er wirklich mitkommen!“, meinte Mica. Ich rätselte nicht lange darüber und stieg in die „greller Blitz“. Drinnen bekam Dyn ebenfalls solch ein Gerät angeheftet. Im Cockpit saß nur noch Lubbock Vhester . „Ist Drew nicht da?“, fragte ich. „Ich konnte ihn nicht auftreiben“, sagte Elli, die nun endlich den Helm abgenommen hatte. „Los, wir heben ab!“, rief Gir. Er und Lubbock saßen an den Instrumenten, während C4 wild piepend durch das Cockpit sauste. „Ja, ich freu mich auch dich zu sehen“, meinte ich, bevor ich mich wieder Elli zuwandte. „Du bist groß geworden“, stellte ich fest. Sie umarmte mich. „Ich hab dich verdammt nochmal vermisst!“, meinte sie zu mir. „Ich dich auch… euch alle“, sagte ich. Dann wurde ich erneut umarmt, jetzt von wie mir schien, der halben Besatzung. „Ist ja gut, ist ja gut“, ich bekam kaum Luft um etwas zu sagen. Wir verließen nun den Raum des Planeten. „Werden die nicht einen Hilferuf absetzen?“, fragte der etwas fehl am Platz wirkende Dyn Ambosii. „Nein, so schnell werden die gar nichts mehr senden“, antwortete Mica. „Wir haben deren Kommunikation sabotiert. Und selbst wenn, beide Schiffe sind getarnt“ „Beide?“, fragte Dyn. In diesem Moment tauchte ein Schiff vor uns aus einem Tarnfeld heraus auf. Es war ein mandalorianischer Transporter der Atuura-Klasse. „Das ist die Dexvyc Cruz, mein Schiff“, sagte Mica. Es dockte in sicherer Entfernung des Planeten an. Zusammen mit Mica, Elli und Dyn betrat ich das Schiff. An Bord waren Norvo Vec und ein Fremder. Dyn schien ihn allerdings zu erkennen „Vod?“, rief er und ging auf den anderen zu. „Dyn?“, rief dieser ebenso überrascht. Die beiden umarmten sich brüderlich. „Woher…?“ fing Dyn an. „Das war purer Zufall“, meinte Elli. „Als wir jemanden anheuern wollten, bot er sich an. Mit der Voraussetzung dass wir seinen Bruder mitbringen“ „Wir sollten weiter“, meinte ich. Ich und Elli gingen zurück an Bord, während Jackar und Kal an Bord der „Dexvyc Cruz“ gingen. „Wo sind denn Buir und die Anderen?“, fragte ich wenig später. „Sie sind zuhause geblieben und kümmern sich um Rysa“, sagte meine Mutter. „Wieso?“, erschrak ich. „Geht es ihr nicht gut? Was ist passiert?“ „Doch, ich denke ihr geht es gut“, sagte Onkel Kyr. „Immerhin bekommt sie bald ein Kind“, nun rutschte mir aber doch die Kinnlade herunter. „Wie lange noch?“, fragte ich freudestrahlend. „In drei Monaten dürfte es soweit sein“, sagte meine Mutter. Während wir nach Mandalore unterwegs waren, entfernte Gir die Sicherheitsminen bei Dyn und mir. Es war zwar schmerzhaft, aber ich war froh dieses Teil endlich los zu sein. Nach einer Woche erreichten wir Mandalore und Elu’malu. Zuhause erwarteten uns schon der Rest meiner Familie sowie Karlia Varin. Kurz nachdem wir angekommen waren, reisten Dyn und sein Bruder Roman weiter. „Wir sehen uns bestimmt demnächst mal wieder“, meinte er noch. „Spätestens wenn wir um einen Auftrag konkurrieren!“ Ich blieb eine Weile Zuhause, und wartete mit den anderen meiner Familie auf das Kind. Nach ein bisschen weniger als drei Monaten kam es dann auch. Es war ein gesundes Mädchen. Rysa gab ihr den Namen Ruusaan. Nachdem das Kind nun da war, wollten Elli und ich weiterziehen. Doch nachdem ich allen verkündet hatte, ich wolle wieder abreisen, sprach mich Mica an. „Wenn du weiterreisen willst, komme ich mit“, sagte sie fest entschlossen. „Ich will dich endlich richtig kennenlernen“ Da musste ich lächeln. „Tu was du nicht lassen kannst“, meinte ich. „Aber steh uns nicht im Weg rum“, stichelte ich. „Hey, wenn einer im Weg rumsteht, dann du“, gab sie keck zurück. „Ich muss dich doch immer retten!“ Wenig später flogen wir zu dritt weiter.

18 VSY, das Wiedersehen

Nachdem wir nun zu dritt aufgebrochen waren, machten wir uns auf die Suche nach Drew. Es erschien mir seltsam, dass Elli und die Anderen ihn nicht hatten finden können. Ich hatte noch eine alte Liste von Adressen auf Planeten, die Drew regelmäßig anflog. Wir suchten einen nach dem anderen ab. Doch weder auf Coruscant noch auf Nar Shaddaa, Corellia, Alderaan, Ord Mantell, Tatooine, Ryloth oder Trida. Schließlich flogen wir den letzten Planeten auf der Liste an, Aschmogk. Dieser Planet war eigentlich vielmehr ein Mond als ein Planet. Die Atmosphäre des Planeten war vernebelt von den Abgasen der fast die ganze Planetenoberfläche bedeckenden Fabriken und Müllverbrennungen. Jedoch war es an der Oberfläche trotzdem heiß, da Aschmogk ein vulkanischer Planet war. Alles in Allem war dieser Planet eine dreckige Staubkugel. Die Adresse führte uns in die Stadt Vatar, die offenbar ein Glücksspielparadies war. Wir landeten nahe der Adresse. Als wir an ebenjener ankamen, schien sie jedoch verlassen. „Ich schlage vor, wir teilen uns auf und suchen im Umkreis der Wohnung“, sagte Mica. „Gute Idee“, meinte ich. „Elli, ich schlage vor du suchst dort im östlichen Teil und Mica sucht im westlichen Teil. Ich suche im Norden und danach suchen wir zusammen im Süden. „Einverstanden“, riefen beide synchron. Ich befragte überall in meiner Richtung Leute, aber meine Suche blieb erfolglos. „Ich hab etwas“, gab Elli über Komlink durch. Wir trafen uns auf einem leeren Platz im Ostteil. Inzwischen war es wohl Nacht geworden, was aber keiner genau sagen hätte können, da es durchgehend dunkel war. Elli und Mica warteten schon auf mich. „Da bist du ja“, meinte Elli. „Der Barkeeper in der Cantina hier scheint ihn vor kurzem gesehen zu haben.“ „Was heißt vor kurzem?“, fragte Mica. „Gestern“, antwortete Elli knapp. Nun hatten wir eine Spur die wir verfolgen konnten. Noch am selben Abend durchsuchten wir die Gegend nach Drew, doch fanden wir keine weitere Spur von ihm. Am nächsten Tag suchten wir weiter, doch auch da schienen wir kein Glück zu haben. Gegen Abend trafen wir uns beim verlassenen Apartment. „Wollen wir noch einmal bei der Cantina nachsehen?“, fragte Elli. „Einen Versuch ist es jedenfalls wert“, meinte ich. Während wir dorthin gingen, fing der wolkenverhangene Himmel an sich zu entladen. Blitze zuckten vom Himmel zum Boden herab und es fing an zu regnen. „Irgendetwas stimmt mit dem Regen nicht!“, rief Elli. Ich blickte von den herabfallenden Tropfen auf meine ausgestreckte Hand. Ein Tropfen landete auf meinem Panzerhandschuh und es zischte leicht. „Das ist ätzender Regen“, bemerkte ich. „Wir sollten uns ein bisschen beeilen, ehe uns der Regen die Rüstung zersetzt.“ Schließlich kamen wir an der Cantina an. Die defekte Leuchtreklame über dem Eingang flackerte kurz auf, ehe es wieder ausging. Elli und ich nahmen unsere Helme ab, um uns besser umsehen zu können. Die Cantina war so gut wie leer, selbst der Barkeeper schien gerade nicht zugegen zu sein. Der Raum war dunkel, denn auch hier funktionierte gerade einmal eine Lampe. „Ist jemand hier?“, fragte ich in den Raum. Ein schwarzäugiger Twi’lek stand an einem Raumpfeiler und starrte mich finster an, sagte aber nichts. Auf einem Hocker in der Mitte des Raumes hing ein Mensch, offenbar Pilot, und döste. Neben ihm lag ein Quarrin, ebenso schlafend. An einem Tisch im Schatten lehnte eine andere Person. „ich bleib hier drüben am Eingang“, merkte Mica an. Elli und ich gingen hinüber zum Tisch. Die Gestalt lehnte regungslos auf dem Tisch, auch als wir uns näherten. Der saure Regen prasselte auf das niedrige Dach und von außen hörte man das Donnern, das einem Blitz nachhallte. Am Tisch in der Mitte des Raumes zuckte der menschliche Pilot beim Hall des Donners hoch. Er richtete sich auf und wankte an Mica vorbei aus der Cantina. Sie sah ihm verachtend hinterher. Nun trat ich an die Gestalt im Schatten heran. Am Fenster zuckte ein weiterer Blitz, und in diesem Moment erkannte ich die Gestalt. „Drew?“ Die Gestalt regte sich. Langsam aber sicher richtete sie sich auf. „W…w…wer?“, sagte er. Er schien deutlich betrunken zu sein. „Drew, ich bin es“, sagte ich. „Ryr Dolkka“ „L…lass mich in Ruhe“, stöhnte er. Nun wirkte er vielmehr betrunken und verkatert zugleich. Seine blaue Haut wirkte zunehmend grau und fahl, und seine roten Augen sahen auch nicht gut aus. „Dir geht es nicht gut. Ich möchte dir helfen!“, sagte ich. „Mir…GEHT…es…Gut! Lass mich...lass mich in Ruhe“, rief er. Ich setzte meine Hand auf seine Schulter um ihn zu beruhigen, doch er stieß schlagartig eine Flasche, die er in der Hand hatte, gegen mein ungeschütztes Gesicht. Sie splitterte und schlitzten meine linke Gesichtshälfte auf. Ich schrie vor Schmerz. Elli reagierte blitzartig. Sie entwaffnete Drew und drückte ihn mit einer schnellen Bewegung auf den Boden, neben mich. Ich kniete und drückte mit meiner Hand einen Großteil der Wunden zu. Nun kam Mica von der Tür hinüber. Auch die anderen Gäste der Cantina blickten inzwischen zu uns hinüber. Der Barkeeper, der zurückgekehrt war, blickte mürrisch drein. Während sich Mica nun dem ächzenden am Boden liegenden Drew widmete, kam Elli zu mir hinüber und holte Verbandszeug heraus. „Wenn wir nichts besseres finden, dann muss das hier genäht werden“, sagte sie. „Hauptsache es entzündet sich nicht, aber ich denke das macht der Alkohol schon“, meinte Mica. Nachdem Elli mich provisorisch verbunden hatte, zogen wir den mittlerweile bewusstlosen Drew hoch und hievten ihn auf eine Unterlage. Danach schleppten wir ihn bis zum Apartment. Als wir ankamen, durchsuchten Elli und Mica die Wohnung nach medizinischem Zubehör. Es lag dort etwas Medispray herum(vermutlich Bacta), das ich für mein Gesicht benutzte. Danach waren nur noch kleine Kratzer übrig. Dort verbrachten wir den Rest der Nacht und schliefen ein wenig. Währenddessen sperrten wir Drew in ein Nebenzimmer ein, damit er sich ausnüchtern konnte. Am nächsten Morgen wachte ich schon etwas früher auf. Elli schlief noch im Bett gegenüber, was man an ihrem leisen Schnarchen hören konnte. Ich zog mich um und stand auf. Draußen regnete es noch immer. Mica konnte ich nicht erblicken. Sie war offenbar auch schon aufgestanden. Ich öffnete die Tür des Nachbarzimmers, in das wir Drew eingesperrt hatten, und ging hinein. Drew lag mit geschlossenen Augen auf dem provisorischen Bett. „Bist du wach?“, fragte ich geradeheraus. Er ließ sich eine Weile Zeit, bevor er mit „Ja“ antwortete. „Und wie geht es dir?“, fragte ich. „Den Umständen entsprechend gut, vermute ich“, sagte er. „Kannst du dich noch an gestern erinnern?“, fragte ich ihn. „Warum seid ihr gekommen?“, wechselte er das Thema. „Du bist mein Freund. Als du verschwunden warst, habe ich mir Sorgen gemacht.“ „Ihr hättet mich dort lassen sollen“, meinte er knapp. „Wieso?“, fragte ich entsetzt. „Hast du es denn immer noch nicht verstanden? Ich will nicht weg von hier! Seit ich meine Familie verloren habe, will ich einfach nur noch, dass es vorbei ist!“ „Ich wusste nicht…“, konnte ich dazu nur sagen. Mir blieben die Worte weg, ich war fassungslos. „Vor zwei Jahren wurden die Orbitalstädte meiner Heimat von den Separatisten angegriffen. Meine Familie kam dabei um. Und ich habe das erst ein Jahr später erfahren. Ich war nicht dort als es passiert ist, ich war nicht bei ihnen, als ich es hätte sein sollen. Nun habe ich sie nicht mehr, nun habe ich niemanden mehr. Seitdem hat mein Leben keinen Sinn mehr!“, am Ende schluchzte er. „Natürlich hast du jemanden!“, sagte ich ihm. „Wir sind für dich da. Wir sind deine Freunde“ Seine Miene änderte sich ein Stück. Er wischte sich seine Tränen aus dem Gesicht. „Ist das dein ernst?“, fragte er mich. „Natürlich ist es mein ernst. Du bedeutest uns viel. Also kommst du mit uns?“ Er schien darüber nachzudenken, was ich gesagt hatte. Nach einer Weile wandte er sich wieder an mich. „In Ordnung. Ich komme mit euch“, antwortete er mir. Als ich das Zimmer verließ, war Mica zurückgekehrt. Elli war mittlerweile auch wach und hockte auf ihrem Bett. Beide starrten mich fragend an. „Ich habe mit ihm geredet“, erzählte ich ihnen. „Er kommt mit uns“ Mica sah man ihr Erstaunen an, so gut sie es auch zu verbergen versuchte, während Elli sich einfach nur freute. Wir packten unsere Sachen und luden sie aufs Schiff.

17 VSY,die Hochzeit

Wir waren nun schon seit einer Woche unterwegs nach Manda’yaím, als wir durch die Transparistahlfenster des Schiffes endlich die geliebte Heimat erblicken konnten. Während der Reise war Drew hauptsächlich in seinem Quartier geblieben und hatte sich kaum blicken lassen. Doch als wir in den Orbit von Mandalore vorstießen, kam er still ins Cockpit und sah zu. „In zehn Minuten dürften wir ankommen“, verkündete ich. „Kandosii“, freute sich Mica. Wenig später kamen wir auch in Elu’malu an. Ich wartete nicht lange und begab mich sofort nachhause. Onkel Kyr war gerade zu Besuch, genau wie Karlia und Gir. Die letzeren Beiden kamen uns bei der Landeplattform entgegen. „Gut, dass ihr ankommt. wir dachten schon, Rysa’s Hochzeit müsse verschoben werden…“, meinte Gir. „Würde mir doch nicht einfallen“, schmunzelte ich. „Schön, euch nach einer Weile mal wiederzusehen“, freute sich Karlia, vergleichsweise zu uns etwas leise. „Freut uns auch“, sagte Elli. „Ich habe gehört, ihr habt nun euer eigenes Unternehmen gegründet“, meinte ich. „Das ist wahr“, sagte Karlia. „Wir haben halt dasselbe Talent“, meinte Gir. „Außerdem verstehen wir uns auch gut“. Beide schauten sich kurz an. „Wollen wir reingehen“, fragte Drew knapp. „Natürlich“, antwortete ich. Innen war die Haupthalle hier und da leicht geschmückt worden. Im Saal wartete Onkel Kyr mit seiner Familie und meinen Geschwistern, während meine Eltern mit Rysa und Gar im ersten Stock waren. Wir traten in den Saal ein, wo man einen großen Tisch in die Mitte des Raumes gestellt und reich gedeckt hatte. Ich begrüßte meinen Onkel und seine Familie sowie einige enge Vertraute der Familie, die ebenfalls eingeladen worden waren. Dann ging es los, Rysa und Gar traten gemeinsam ein. Sie wurden von meinen Eltern in den Raum geführt. Als sich alle im Saal versammelt hatten, gaben sich Rysa und Gar den Schwur:„Mhi solus tome, mhi solus dar'tome, mhi me'dinui an, mhi ba'juri verde“ (Zusammen sind wir eins, getrennt sind wir eins, wir teilen alles, wir werden Krieger großziehen). Danach feierten wir. Alle überreichten den frisch Getrauten ein kleines Geschenk. Ich schenkte ihnen kunstvoll verzierte Beskarklingen, die ich schon vor einer Weile für diesen Zweck gekauft hatte. Dann kam Elli an die Reihe. Sie stand auf und trat aus der Runde hervor. „Mein Geschenk ist nicht direkt an euch…“, fing sie an. Sie holte einen kleinen, in Stoff gewickelten Gegenstand aus ihrer Tasche. Sie ging auf Rysa zu, die ihre Tochter Ruusaan im Arm trug. Sie entblößte den Gegenstand, und zu meiner Überraschung zog sie aus dem Stoff ihren Mandalith hervor. „Dieser Stein hat mir das Leben gerettet.“, sagte sie. „Ich möchte ihn an Ruusaan weiterreichen, damit er auch sie beschützt, so wie er mich beschützt hat“ Offenbar war nicht nur ich über diese Geste überrascht. Rysa und Gar schienen genauso darüber zu staunen. Dann ergriff Gar das Wort. „Danke für dieses Geschenk. Ich fühle mich geehrt“ Rysa war ebenfalls erfreut darüber und legte Ruusaan den Anhänger um. Wir feierten noch bis in die Nacht hinein und darüber hinaus. Nach der Hochzeit blieben wir noch zwei weitere Wochen, bis wir in Begleitung von Drew weiterflogen. Wir flogen einen Monat lang quer durch die Galaxis und erledigten kleine, bedeutungslose Jobs, hatten aber immer ein Auge nach einem etwas größeren offen.

17 VSY, Konfrontation und Abschied

Schließlich verschlug es uns nach Nar Shaddaa. Auch wenn er eher unscheinbar auf das gewöhnliche wirkte, barg dieser Planet doch an jeder Ecke Gelegenheiten für einen guten Job. Aber offenbar wurde der Handel auf diesem Planeten im Moment stark kontrolliert, denn im Orbit von Nar Shaddaa schwebten zwei Imperiale Sternenzerstörer. Wir landeten, nahe dem Haupthandelszentrum des Planeten. „Dieser Planet wirkt trostlos“, meinte Elli, als sie auf die Oberfläche des Planeten blickte, die von einer dunklen Stadt bedeckt war. „Das ist er auch“, antwortete ich. „Das einzige, was diesen Planeten am Leben erhält, ist die Kontrolle und der Schmuggel der Hutten. Ohne ihn würde der Planet durch Bandenkriege zerfressen werden“. Nachdem wir gelandet waren, trennte sich Drew von uns, um sein Schiff zu holen, das in der Nähe lagerte. „Willst du das alleine machen oder sollen wir mitkommen?“, fragte ich ihn ehrlich. „Ich schaffe das schon“, sagte er nur. Wir suchten eine nahe Cantina auf, um dort einen Auftraggeber zu finden, der etwas höhere Ansprüche hatte. In der Cantina waren unzählige Piloten, Söldner oder einfache Leute auf ihrem Feierabendbesuch in Gespräche vertieft. Dementsprechend herrschte eine Lautstärke im Hauptraum. Am Eingang stieß Elli, die vorgegangen war, mit einem Duo zusammen. Es bestand aus einem ausgemergelten Mann in Kapuze und einem Kubaz, der einen für seine Spezies typischen Schutzanzug trug. Der Kubaz machte ein schlürfendes Geräusch, das offensichtlich eine Beleidigung war. Sein Partner starrte Elli nur an, als hätte er gerade einen Mythosaurier gesehen. Er packte seinen Partner am Ärmel und zog ihn an uns vorbei. Ich beachtete sie nicht weiter, und wies Mica und Elli an, mir zu folgen. Wir setzten uns in einem Nebenraum an die Jobliste der Cantina und gingen sie durch. Nach einer Viertelstunde hatten wir uns gemeinsam durch die vielen Aufträge gearbeitet, aber hatten nur mittelmäßige Durchschnittsaufträge gefunden. Jedoch wurden wir aufmerksam auf dem Eingang, denn dort gab es offenbar heftige Diskussionen zwischen dem Barkeeper und einem anderen. Plötzlich trat ein Trupp Sturmtruppler mit gezückten Blasterpistolen in den großen Hauptraum. Sie forderten die Besucher der Cantina auf, diese zu verlassen. Das taten diese auch, jedoch mit lautem Protest. „Elli, Mica, ich schätze die sind wegen mir hier“, flüsterte ich. „Gibt es einen Hinterausgang oder so etwas in der Art?“, fragte Mica. „Ich fürchte nein“, antwortete ich. „Shebs“, fluchte sie. Inzwischen waren rund dreißig Sturmtruppler im Hauptraum. Sie fingen an, nacheinander die Nebenräume der Cantina abzusuchen. „Es hat keinen Sinn, wir sollten uns denen stellen“, schlug ich vor. „Sei kein Dikut“, sagte Mica. „Das sind dreißig gegen drei“. „Tu nicht so, als ob wir sowas noch nie getan hätten“, konterte ich. In dem Moment näherten sich uns fünf der Sturmtruppler. „Lass uns jetzt diesen Raum kontrollieren“, meinte einer der Soldaten zu seinen Kameraden. „Bereit“, fragte ich, da offensichtlich war, dass sie uns nun bemerken würden. „Bleibt uns ja nichts anderes übrig“, antwortete Mica in Kampfeslaune. „Ich links, du in der Mitte und Elli rechts“, schlug sie vor. „Einverstanden“, antworteten wir. Die Sturmtruppler waren nun nur noch fünf Meter entfernt. „Feuer!“, rief ich. Einen Moment später lagen die fünf Sturmtruppler am Boden. Doch die Schüsse zogen die volle Aufmerksamkeit der restlichen Sturmtruppler auf sich, die nun ebenfalls feuerten. Ich rannte hinüber zur Bar und verschanzte mich dort. Mica stieß einen der Tische um und verbarg Elli und sich dahinter. Die Hälfte der Sturmtruppler hatten wir nun schon bezwungen, doch es kamen noch mehr dazu. Diese hatten anders als die normalen Sturmtruppen schwarze Rüstungen. Als ich auf den ersten dieser seltsamen Truppler schießen wollte, verschwand er auf einmal. „Ryr…hast du das gesehen?“, fragte Elli. „Ja, hab ich“, antwortete ich. Doch lange ratlos blieb ich nicht. „Versucht sie mit eurem Wärmebild aufzuspüren“. Und tatsächlich funktionierte das. Die normalen Sturmtruppen hatten sich inzwischen zurückgezogen. Nacheinander verringerte sich die Anzahl der Unsichtbaren. Doch irgendwie hatte es einer geschafft, sich um uns herumzuschleichen. Er griff von hinten an, doch Mica konnte ihn ausschalten. „Das war der letzte“, rief Mica. „Kandosii“, antwortete ich. Elli drehte sich schlagartig zur Tür um. In diesem Moment trat jemand ein. „Was zum Taung…“, fing ich an. Eine dunkle, in schwarz gehüllte Gestalt trat in den Raum. Sie trug Umhang und war vermummt in eine Stoffmaske, nur mit rotem Visor versehen. In seiner Hand hielt er einen langen Stab. „Im Namen des Imperators, unter Befehl von Lord Vader steht ihr hiermit unter Arrest“, sprach die Gestalt mit verzerrter Stimme. Hinter ihm trat ein weiterer von seiner Sorte ein. „Ergebt euch, dann lassen wir Gnade walten“. Elli schien angsterfüllt zu den Beiden herüberzublicken. Ich konnte es ihr nicht verdenken, diese Typen hatten definitiv etwas unheimliches an sich. „Das könnt ihr vergessen!“, antwortete ihm Mica. Beide nahmen nun ihre Stäbe in eine Art Angriffsposition. An den oberen Enden der Stäbe zündete ein roter Streifen. „Die haben Lichtschwerter!“, erkannte ich. Ich griff nun meinerseits zu dem Lichtschwert, dass ich von Felsars Anführer hatte mitgehen lassen. Doch hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie man solch eine Waffe handhabte, geschweige denn wie man damit kämpfte. Ich aktivierte es, und ein kurzer gelber Laserstreif trat hervor. „Das muss die Zielperson sein!“, rief der erste Typ seinem Partner zu. Er rannte auf mich zu und holte mit seinem Stab nach mir aus. Ich parierte, doch die Wucht des Schlags ließ mich stolpern. Mica und Elli versuchten, mich zu unterstützen, doch der Partner wehrte ihre Blasterschüsse mit seinem Lichtschwert ab. Er versetzte mir einen weiteren Hieb gegen meinen Unterarm, doch das Beskar tat seine Arbeit. Doch drückte er mich damit erneut zu Boden. Mein Gegner setzte zu einem neuen Hieb an. Ich hob mein Schwert an und blockierte seinen Schlag, doch diesmal präziser. Ich verpasste ihm einen Tritt gegen das Knie, sodass er strauchelte. Zeitgleich wurde Elli von ihrem Gegner mit dem Stab umgestoßen und verlor ihren Helm dabei. Doch offenbar war ihr nichts weiter passiert. Auch da Mica ihn währenddessen beschäftigte. Nun hob ich mein Schwert zum Schlag, doch er reagierte rechtzeitig. Er hob die Klinge und blockte, doch nicht nur das. Er drückte mich mit seiner Klinge weg und hob seine freie Hand zu einer Bewegung. Sofort zogen scheinbar unbändige Kräfte an mir und schleuderten mich weg. Ich prallte hart gegen die Wand der Cantina, ließ das Schwert fallen und blieb handlungsunfähig liegen. „Ryr“, riefen Elli und Mica gleichzeitig besorgt. Elli stürmte auf mich zu um mir zu helfen, da Mica den Anderen alleine beschäftigte. Wieder zogen unmenschliche Kräfte an mir und hoben mich hoch in die Luft. Der Dunkle trat langsam und bestimmt auf mich zu. Scheinbar hatte er sie nicht bemerkt. „Dabei hatte ich so viel mehr erwartet…“, begann er. „Nimm das!“, schrie Elli und schoss auf ihn. Er ließ mich überrascht fallen und wehrte die Salven mit seinem Lichtschwert ab. „Netter Versuch“, rief der Dunkle. Er schnitt mit einem Streich den Blaster der nun nahen Elli einfach in der Mitte durch. „Und nun, verabschiede dich von deinem Leben“, sprach er zu mir gewandt. Er holte zu einem endgültigen Hieb aus, doch plötzlich flog mein Lichtschwert durch die Luft. Elli griff es aus der Luft und aktivierte es direkt in die Brust des Dunklen. Er ächzte auf und fiel auf Elli. Sein Partner war offensichtlich entsetzt darüber, doch verfiel er sofort zurück in sein Verhalten. Während er die Schüsse von Mica abwehrte, benutzte er sein Komlink. „Änderung der Zielperson. Kleineres Mädchen in einer roten Rüstung. Rostbraune Haare. Verlust einer Schattenwache. Warte auf weitere Anweisungen“, sprach er kalt. Elli versuchte währenddessen vergeblich den toten Dunklen von sich herunter zu hieven. Ich rappelte mich auf und kam ihr zur Hilfe. „In Ordnung, Desintegrierung aller außer der Zielperson“, wiederholte er ruhig offenbar seinen Gesprächspartner. „Versuch’s ruhig“, entgegnete ihm Mica auf ihre Waffe deutend. Die Schattenwache, wie sie offenbar hieß, stand nun Mica, Elli und mir gegenüber. „Hier“, hielt Elli mir das Lichtschwert hin. „Nein, benutz du es. Du kannst damit offenbar besser umgehen…“, sagte ich. „Ich gebe euch noch eine letzte Chance“, sprach die Schattenwache. „Überlasst mir das Mädchen, und ich lasse euch laufen“. „Osik“, fluchte ich. „Im ganzen Oyu’baat würde kein Mandalorianer einen anderen ausliefern, nicht einmal einen fremden!“, fügte Mica hinzu. Ich griff meinen Zweitblaster. Ohne auch nur ein weiteres Wort zu verschwenden, stürzte er sich auf Mica. Sie schoss viermal auf ihn, aber er parierte alle Schüsse. Er hob seine Klinge an und holte zu einem Schlag aus. In diesem Moment näherte sich Mica ihm und verpasste ihm mit der gepanzerten Faust einen Schlag in den Magen. Danach trat sie ihn weg von sich. Der Dunkle strauchelte zurück, hatte sich jedoch schnell wieder gesammelt. Nun schwang er den Stab und hieb mit der Klinge gegen Mica‘s Oberarm. Er verfehlte jedoch die kleine Lücke der Panzerplatten, sodass der Schlag nur Funken schlug. Mica aktivierte eine kleine Rakete an ihrer an ihrer Armkonsole. Sie traf die Schattenwache nicht, weil er abwehrte, jedoch wurde er durch die Wucht der Explosion zurückgeschleudert. Auch Mica wurde weggeschleudert und blieb an der Wand lehnen. Nun war es Elli, die ihn angriff. Mit gezücktem Lichtschwert stürzte sie sich auf ihn. Elli kämpfte verbissen gegen die Schattenwache, doch man merkte, dass ihr Gegenüber ihr in Kraft und Übung überlegen war. Sie hielt eine Weile durch, bis ihr Gegner ihr mit seinem Stab einen verhängnisvollen Stoß versetzte. Elli verlor das Gleichgewicht, fiel zurück. Der Dunkle warf seinen Stab zur Seite und breitete seine Hände in ihre Richtung aus. Von einem Moment zum nächsten zuckten blaue Blitze aus seinen Handflächen. Es war, als ob er die Blitze auf Elli schleudern würde. Elli zuckte auf dem Boden, durch die Blitze paralysiert. Die Schattenwache nahm ihren Stab wieder in die Hand, der ihr scheinbar von einem Unsichtbaren gereicht wurde, und schritt auf Elli zu. Ich hob meinen Blaster und schoss ihm direkt in den Kopf. Die Schattenwache fiel, tödlich getroffen, nach links. Ich eilte zu Elli hinüber. Mica, die sich nun wieder aufgerappelt hatte, kam hinzu. Ich beugte mich zu Elli hinunter. „Ist sie in…?“, fing Mica an. „Ja, sie ist nur ohnmächtig“, antwortete ich. Ich hob sie hoch und schulterte sie. „Gib mir Feuerschutz“, bat ich Mica. Sie nickte und wir sammelten unsere Sachen ein. Als wir alles hatten, verließen wir die verwüstete Cantina. Ich nahm mein Komlink in die Hand und kontaktierte Drew. „Es könnte sein, dass wir schnell fliehen müssen“, teilte ich ihm mit. „Verstanden“, antwortete er. Mica ging voraus, während sie die Umgebung absicherte. Doch der Feind ließ nicht lange auf sich warten. Kurz vor dem Punkt, den wir als den Treffpunkt mit Drew ausgemacht hatten, erreichten bog ein Zug Sturmtruppen um die Ecke. Sie eröffneten sofort das Feuer. Mehrere Schüsse prallten an meiner Rüstung ab. „Wir sollten lieber unsere Route wechseln“, meinte Mica gelassen. „Wäre ich nie drauf gekommen“, antwortete ich sarkastisch. Ich schoss auf ein paar der Sturmtruppler. Elli regte sich und öffnete die Augen. „Kannst du rennen?“, fragte ich sie. „J-Ja, es geht schon“, antwortete sie. „Hier“, meinte Mica und warf Elli’s Helm herüber. Ich setzte ihn ihr auf und stellte sie hin, und sie schaffte es tatsächlich mitzuhalten. „Ist es noch weit?“, fragte Mica. „Mir geht langsam die Munition aus…“. „Wir sind gleich da“, teilte ich ihnen mit. Die Sturmtruppen kamen immer näher. Endlich erreichten wir durch eine enge Gasse die Landungsbucht. „Dort ist das Schiff, beeilt euch“, rief ich. Mica erreichte als erste das Schiff und stieg über die Laderampe ein. Ich erreichte es als Zweiter, stieg aber noch nicht ein. Elli war ein wenig zurückgefallen und ich gab ihr Feuerschutz. Als sie auch eingestiegen war, kam ich hinterher. „Drew, bring uns weg von hier!“, rief ich. Ich beeilte mich auf dem Weg zum Cockpit. „Wir haben eine TIE-Jägerstaffel im Nacken“, informierte mich Drew. „Sie werden uns nicht kriegen, aber wir können nicht noch zu deinem Schiff“ „In Ordnung, ich geb‘ C4 Bescheid. Er wird das Schiff zum Nottreffpunkt fliegen“, antwortete ich. „Also fliegen wir vom Planeten?“, fragte Mica.“Ja, wir werden versuchen, nach Nal Hutta zu gelangen. Den Planeten können und dürfen Imperiale nicht kontrollieren. Dank der Hutten“, erklärte ihr Drew. „Aber erstmal erklärt mir, warum die hinter uns, oder besser hinter euch, her sind.“ Ich erzählte ihm von der Cantina, der Durchsuchung, dem Kampf und der Flucht. Am Ende war er fast sprachlos. „Dann stecken wir ganz schön tief in der Scheiße drin“, fluchte er. Ich untersuchte Elli noch einmal sicherheitshalber, aber ihr fehlte nichts. Alle hatten ein paar Prellungen, sonst aber nichts weiter. Drew fluchte. „Sie haben uns doch eingeholt“, teilte er uns mit. „Macht euch bereit für Turbulenzen“. Im nächsten Moment gab es schon Erschütterungen durch Einschläge feindlichen Feuers. „Sie treiben uns zwischen die Sternenzerstörer“, bemerkte Drew. „Sie werden uns mit dem Traktorstrahl erfassen“ Wir wussten alle, was das bedeutete. „Wir müssen das Schiff aufgeben“, sagte ich. Drew zögerte. „Verdammt es muss wohl sein, dann zu den Rettungskapseln“. Wir rannten zu den Rettungskapseln, die je für zwei Personen ausgelegt waren. Zuerst stiegen Elli und Mica in die eine Kapsel. „Wir sehen uns auf der anderen Seite, so oder so“, sagte Mica und lächelte. „Bis gleich“, verabschiedete ich sie und löste die Kapsel aus. Der Schott schloss sich und die Kapsel wurde mit zwei anderen, die leer waren, abgefeuert. Ich stieg in die zweite Kapsel und wollte Drew hineinhelfen. Er schloss die Kapsel von außen. „Was soll das?“, rief ich entsetzt. „Ich werde nicht mitkommen“, verkündete er mir. „Wieso?“, fragte ich ihn. „Sie würden uns kriegen, ob nun im Schiff oder in den Rettungskapseln. Aber das werde ich nicht zulassen. Ich verschaffe euch Zeit“, versprach er. „Wie?“, wollte ich wissen. „Dieses Schiff wurde gestern mit Tibanna beladen“, sagte er knapp. „Versteh doch, ich will, dass es so endet“ Ich sah ihm direkt in die Augen. Er war fest entschlossen. „Bitte, tu das nicht!“, bat ich ihn. „Pass auf die Kleine auf“, bat er mich. Der Duro hatte nun Tränen in den Augen. „Es tut mir leid“, sagte er. Er betätigte den Schalter, und ich wurde mit der Kapsel in den Raum geschossen. Durch das Transparistahlfenster der Kabine sah ich, wie das Schiff mit dem Traktorstrahl in den Sternenzerstörer gesogen wurde. Als der Hangar sich schloss, wusste ich, dass er es tun würde. Ein gleißender Feuerball riss beinahe den Rumpf des Sternenzerstörers auseinander. Mehrere Teile des Sternenzerstörers wurden vom Rumpf abgerissen und weggeschleudert. Ein riesiges Loch klaffte im Symbol der Macht des Imperiums. Doch es war nicht annähernd so groß wie die Lücke, die nun in mir aufriss. „Du alter Sturkopf“, rief ich. Meine Augen wurden wäsrig. Ich fühlte mich so machtlos, wie ich es bisher erst zweimal erlebt hatte. „Hör auf zu heulen“, ermahnte ich mich selbst. „Er hat es so gewollt“. Ich biss mir auf die Lippe, doch half das nicht wirklich. Ich konnte mein Schluchzen über diesen Verlust einfach nicht unterdrücken. „Sei stark“, sprach ich mir selbst schließlich zu. Ein paar Minuten später hörte ich ein leichtes „Klonk“. Der Schott meiner Kapsel öffnete sich und auf der anderen Seite standen Elli und Mica. „Dein Droide hat uns eingesammelt“, erklärte Mica. „Wo ist Drew?“, fragte Elli. „Er ist auf dem Schiff geblieben“, sagte ich ihr die Wahrheit. „Dann war er also das mit der Explosion…“, wurde Mica klar. „Tut mir leid um deinen Freund“. Sie blickte mich betroffen an. „Es war seine Entscheidung. Ich werde damit leben müssen“, meinte ich. „Was nun?“, fragte Elli, die sichtlich ebenfalls mit den Tränen kämpfte. „Wir fliegen nachhause“, antwortete ich. „Es gibt da jemanden, mit dem ich reden muss…“. Und so nahmen wir Kurs auf Mandalore.

17 VSY, die Offenbarung

Vermutlich waren wir rund eine Woche unterwegs, aber ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Die Abendsonne spiegelte sich gerade auf dem Tio, der sich durch Elu’malu schlängelte. „Gleich sind wir da“, versuchte ich Elli aufzumuntern, aber sie blieb genauso niedergeschlagen wie ich es war. Uns bedrückte immer noch der Verlust unseres Freundes. „Macht doch nicht so ein Gesicht!“, schalt uns Mica. „Wir sollten uns freuen, für das was er für uns getan hat“. Darauf wusste ich keine Antwort. Aber sie hatte recht. Es war nicht die Zeit für Trübsal blasen. Wir mussten herausfinden, in was wir da hineingeraten waren. Wir landeten auf dem Platz im Hof. Wir schritten zum Haus, wo wir meine Eltern und Rysa vorfanden. Sie freuten sich sehr, dass wir einmal wieder nachhause zurückgekehrt waren. Als sie jedoch von unseren Erlebnissen hörten, wurden sie ernst und es herrschte Schweigen. Schließlich beendete ich die Stille. „Wo kann ich sie sprechen?“, fragte ich. „Sie dürfte im Garten sein, so wie jeden Tag um diese Uhrzeit“, antwortete meine Mutter. „Ich bleibe mal hier“, meinte Mica. Elli und ich gingen zusammen in den Garten, der in letzter Zeit offenbar in der Pflege etwas vernachlässigt wurde und deshalb ungepflegt wirkte. Die Luft war schwül, denn der Sommer war nach Elu‘malu gekommen. Das Abendrot tauchte den Garten in ein beinahe mystisches Licht. Karlia saß auf einem kleinen Felsen inmitten der Pflanzen und schien zu meditieren oder so etwas in der Art. Doch als wir uns näherten, rührte sie sich und blickte zu uns herüber. Ihr Blick verriet, dass sie schon alles zu wissen schien. „Hallo“, sagte sie ruhig. „Hey“, grüßte ich sie zurück. „Wir müssen über etwas reden…“, fing ich an. „Ich spüre es…“, unterbrach sie mich. „Elli, sie… sie ist anders als sonst. Sie fühlt sich anders an“ Als ich sie irritiert anblickte, fügte sie hinzu:„In der Macht“. „Deshalb wollte ich mit dir reden“, klärte ich sie auf. Ich erzählte abermals in allen Einzelheiten, was uns genau passiert war. Sie hörte geduldig zu. Als ich geendet hatte schloss sie die Augen und fing an zu sprechen. „Also habe ich das doch nicht nur geträumt“, meinte sie kaum überrascht. „Ich hatte vor ein paar Tagen eine Vision, in der all dies vorkam, was du mir gerade erzählt hast“. Ich wartete ob sie noch etwas dazu sagte. Doch sie schwieg und saß einfach still da, so wie sie es vorher getan hatte. Es herrschte Ruhe, bis auf die nahen und entfernten Rufe der Jai’galaar und anderer Wesen. Der Himmel war nun in ein sehr dunkles lila getaucht, das Tageslicht war fast ganz geschwunden. „Was sollen wir nun tun?“, fragte Elli sie schließlich. Karlia öffnete nun die Augen. „Das liegt allein an dir, Elli “, meinte sie. „Du musst dir aussuchen, was du willst“. „Was meinst du damit?“, fragte ich Karlia. „Ryr, Elli ist machtsensitiv. Sie muss sich entscheiden, ob sie ein Leben mit ihren Kräften will. Ob sie sich vielleicht für ein Leben als Machtnutzer führen will“. Nun hatte ich also Gewissheit. Elli besaß nun die Fähigkeiten der Jedi. Es klar zu wissen, war anders als erwartet. Es war irgendwie bedrückend. „Gib ihr etwas Zeit, darüber nachzudenken“, riet mir Karlia. Ich sah Elli an. Sie schien ebenfalls sichtlich verwundert zu sein. „Wir sollten jetzt vielleicht alleine reden…“, sagte die Jedi zu Elli gewandt. Elli blickte wiederum fragend zu mir hinüber. „Ist schon gut“, sagte ich. Ich schritt auf Elli zu und legte meine Hand auf ihre Schulter. „Denk über deine Entscheidung gut nach“, riet ich ihr. „Aber egal wie du dich entscheidest, ich werde es respektieren“, versprach ich. Ich ging an ihr vorbei, in Richtung des Hauses. Mir schwirrten tausende Sachen durch den Kopf. Elli als eine Jedi? Auch wenn ich nichts dagegen hatte, konnte ich es mir doch einfach nicht vorstellen. Und was würde passieren, wenn sie diesen Weg wählte. Würde ich sie dann überhaupt noch wiedersehen? Würde sie in noch größerer Gefahr schweben als jetzt schon? Ich stieg die Treppen hinauf und betrat mein Zimmer. Es sah immer noch so aus wie vor fünf Jahren, und seitdem war ich nicht sehr oft hier gewesen. Doch nun war mir danach, hier ein wenig allein zu sein. Ich dachte nicht länger über meine Situation nach, sondern entspannte mich einfach. Ich betrachtete aus meinem Fenster die sporadisch eintreffenden oder abfliegenden Raumschiffe am Nachthimmel. Mir wurde bewusst, dass sich in dieser Nacht, egal was passierte, mein Leben sich drastisch verändern würde. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf schlief ich dann ein. Als im am Morgen aufwachte, saß Mica neben mir im Bett. „Du wirst nachlässig“, sagte sie enttäuscht wirkend. „Früher wäre dir so etwas nicht passiert. Du hättest mich bemerkt.“ Ich runzelte die Stirn. „Ich bin wohl ziemlich fertig, das ist alles“. Sie legte sich auf den Rücken. „Hat Elli sich bereits entschieden?“, fragte ich sie. „Ich weiß es nicht“, antwortete sie. „Ich habe sie seit gestern nicht mehr gesehen“. Sie schaute mich an. Als ob sie in meinem Gesicht gelesen hätte, fügte sie hinzu:„Mach dir keine Sorgen“. „Ich weiß, ich sollte das nicht tun, aber ich habe Angst. Ich habe Angst, dass sie durch ihre Macht in zu große Gefahr gerät. Immerhin war sie es, die von den Imperialen gesucht wurde!“ Mica dachte eine Weile darüber nach. „Ich glaube, dass wir daran ohnehin nichts ändern können. Du und Elli, ihr müsst lernen damit klarzukommen. Ich denke ich werde das auch müssen.“ Später machte ich mich auf die Suche nach Elli. Ich suchte im Haus, da ich dachte, sie sei inzwischen dorthin zurückgekehrt. Doch offenbar trieb sie sich noch immer im Garten herum. Schließlich fand ich sie an dem Ort, an dem wir bereits zuvor die Jedi angetroffen hatten. Sie saß dort schweigend und ein bisschen abwesend wirkend auf einem Stein und starrte in die Ferne. „Elli?“, sprach ich sie an. Sie zuckte zusammen und drehte schlagartig den Kopf herum. „Ach, du bist es, Ryr“, stellte sie fest und entspannte wieder. „Warst du die ganze Nacht hier draußen?“, fragte ich sie erstaunt. Sie nickte. „Ich brauchte etwas Zeit zum Nachdenken“, meinte sie. „Mir ging es auch so“, gab ich zu. Sie wusste offenbar nicht genau, was sie mir sagen sollte. Sie rang mit sich selbst. Schließlich schaffte sie es doch, Wort zu fassen. Wenn auch etwas holprig. „Ryr, ich-… ich habe mich entschieden. Ich will lernen, mit meinen Kräften umgehen zu können“, erzählte sie und sah mir dabei in die Augen. „Das ist gut“, fand ich. „Kann ich dir dabei helfen?“ „Du verstehst das nicht genau!“, erwiderte sie. Man merkte wie schwer es ihr fiel. „Ich werde fort gehen müssen. Fort von Mandalore, …Fort von dir!“ Es traf mich wie ein heftiger Schlag mitten auf die Brust. Damit hatte ich nicht gerechnet. „Wie-…Wieso?“, fragte ich. „Hier ist es zu gefährlich meint Karlia“, antwortete sie. „Hier sind wir zu nah am Imperium. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis sie uns finden würden. Karlia kennt einen Ort, an dem wir sicher wären.“ „Gut, dann komme ich mit“, gab ich trotzig zurück. „Das geht nicht“, entgegnete Elli. „Ich muss dort fern meiner Freunde und Verwandten sein. Nur so kann ich lernen, mit meinen Kräften umzugehen!“ Es war nicht in meiner Natur, einfach aufzugeben. Aber ich sah, dass es aussichtslos war. Und ich konnte Elli nicht ihren Wunsch nehmen, mehr über sich zu lernen. Das stand mir einfach nicht zu, und ich wollte es auch nicht. Ich fand mich einfach damit ab„Wann brecht ihr auf?“, fragte ich nur. „Wir wollen so schnell wie möglich fort. Morgen reisen wir ab“, antwortete sie. „Wie lange?“ Ich glaubte die Antwort aber schon zu kennen. „Mehrere Jahre“, sagte sie. Der Hieb in meine Brust hatte wohl nur Trümmer hinterlassen. „Ryr, alles ok?“, fragte sie besorgt. „Ist gut“, meinte ich. Vermutlich hörte es sich genau nach dem Gegenteil an. Ich war den Tränen nahe. Wehe du weinst, mahnte ich mich innerlich. Ich weinte nicht. Ich nahm sie in den Arm und drückte sie fest an mich. Sie war nun offenbar selber den Tränen nahe. Ich löste die Umarmung wieder und schluckte kurz. „Komm, wir gehen ins Haus. Du musst es auch den anderen erzählen.“ Und so taten wir es. Die Reaktionen waren unterschiedlich. Meine Mutter reagierte ruhig und verständnisvoll, ebenso mein Vater. Miilo war nicht sehr begeistert davon, war jedoch ebenfalls verständnisvoll. Mica, Rysa und Gir waren betroffen und wirkten traurig, dennoch hatten sie Verständnis für ihre Entscheidung. Das Abendessen war eher ruhig und etwas bedrückend. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns dann von ihnen. Ich nahm Elli noch ein letztes Mal in den Arm. Sie schluchzte leicht und auch ich war den Tränen sehr nahe. Dann stieg Elli mit Karlia Varin in Girs Schiff. Er folgte ihnen und dann hob das Schiff ab. Es erhob sich langsam um dann wie ein Blasterschuss davonzujagen. Schließlich war es nur noch ein Punkt am Horizont.

17 VSY, Machtkämpfe

Elli war jetzt also fort und das machte sich auch bald bei mir bemerkbar. Ich blieb vorerst zuhause auf Mandalore. Ich verbrachte nun viel mehr Zeit mit Mica, doch das war nicht dasselbe. Auch wenn wir eine besondere Bindung zueinander hatten, so war diese doch von anderer Natur wie die zu Elli. Ich fand mich dennoch mit meiner Situation ab. Mich störte jedoch, dass ich nichts über Elli erfuhr. Nachdem Gir zurückgekehrt war, hatte ich ihn sofort gefragt, wohin er Karlia und Elli gebracht hatte. Doch Gir wusste auch nicht viel mehr. Er hatte sie bis zu einem Weltraumhafen auf Ventooine namens „Last Light’s End“ gebracht, wo sie von jemand anderem weitergeflogen worden waren. Danach war er zu uns zurückgekehrt. So war es mir nun quasi unmöglich, Elli zu finden. Mir blieb also nichts anderes übrig als auf ein Zeichen von ihr zu warten. Ich versuchte, nicht zu sehr darüber nachzudenken und mich davon so gut wie ich konnte abzulenken. Ich trainierte gemeinsam mit Mica, jagte mit meinen Brüdern, Norvo und anderen, erledigte kleine Jobs und verbrachte Zeit mit Rysas Tochter Ruusaan. Sie war eine so muntere Person. Eigentlich verliefen meine Tage ohne größere Ereignisse. Doch eines Abends, an dem Onkel Kyr und seine Familie zu Besuch war, rief mein Vater Miilo, Gir, Rysa, Kal und mich zu sich.. Ich betrat das Zimmer als letzter. „Ah, Ryr setze dich“, forderte er mich auf. Ich tat wie mir befohlen und er begann zu sprechen. „Ich habe euch hierher gerufen, um euch eine Entscheidung mitzuteilen, die mir sehr schwer gefallen ist. Nun, ich habe beschlossen, mein Amt als Oberhaupt der Familie und als Protektor von Elu’malu abzulegen“, eröffnete er uns ohne Umschweife. Nahezu alle im Raum reagierten mit sofortiger Bestürzung. „Das kannst du doch nicht tun!“, rief Miilo. „Aber Buir, wieso denn?“, fragte Gir aufgebracht. Auch ich war nicht sehr teilnahmslos. Doch unser Vater schien durch unsere Reaktionen nicht im geringsten von seiner Entscheidung abzuweichen. „Ich habe viele Jahre diese Ämter besessen und ich finde, dass es Zeit ist die Führung des Clans an die nächste Generation weiterzugeben.“, antwortete er Gir. Nun herrschte eine Weile Stille. „Und wer sollte das sein?“, fragte ich schließlich mit ruhiger Stimme. „Deshalb seid ihr ja hier“, erklärte mein Vater. „Ich habe lange darüber nachgedacht. Und ich habe mich entschlossen, Miilo zu meinem Nachfolger zu wählen.“ Das war für mich keine große Überraschung. Miilo war der Erstgeborene und war schon praktisch sein ganzes Leben darauf vorbereitet worden. „Ich hoffe, ihr respektiert meine Entscheidung.“ Mit einstimmiger Mehrheit, wenn auch bei einigen zögerlich, versicherten wir ihm dies. Danach verließ einer nach dem anderen langsam das Zimmer. Als ich ging, waren nur noch Onkel Kyr, Miilo und Buir im Zimmer. Das war tatsächlich etwas, dass ich nie erwartet hätte. Normalerweise trug ein Clanführer sein Amt bis er starb. Dass Buir dieses Amt nun einfach ablegte, gehörte sich unter Mandalorianern eigentlich überhaupt nicht. Doch wenn es sein Wille war, so konnten wir ja wohl kaum etwas entgegnen. Jedoch würden die anderen Clans das nicht alle tolerieren. Der Notimo-Clan hatte schon seit Buir’s Amtsantritt als Protektor einen Groll gegen ihn, das hatte sich in all den Jahren nicht geändert. Dieser Clan hatte eine Menge Anhänger und war zu einem der einflussreichsten Clans von ganz Elu’malu geworden. In all den Jahren, in denen unser Vater Protektor war, hatten sie kein einziges gutes Haar an ihm gelassen. Und so sollte es auch weiterhin sein. Am nächsten Tag verkündete mein Vater seine Entscheidung auf dem Hauptplatz vor beinahe ganz Elu’malu. Nachdem er seine Rede beendet hatte, herrschte Stille. Murmeln ging durch die Menge. So viele Jahre war Buir ihnen ein guter Anführer gewesen, doch jetzt schien er sie zu enttäuschen. Buir stieg von der Bühne. Er sah sehr blass aus, und an seinen Augenringen sah man, dass er auch nicht viel geschlafen hatte. Das Gesetz sah es so vor, dass nun von allen Clans der Stadt das Clanoberhaupt eines Clans zum Protektor gewählt wurde. Und das sollte innerhalb einer Woche geschehen, sonst würde sich das Parlament einmischen. Und das wollte keiner. Wir stiegen in unseren Gleiter und fuhren nachhause. Während der Fahrt war die Stimmung äußerst trübsinnig, und auch zuhause wurde es nicht besser. Schon am nächsten Tag fanden die Nominierungen statt. Jeder, der das Amt anstrebte, trat vor die Menge und hielt eine kurze Rede. Zuerst waren ein paar Anführer kleiner Clans dran. Doch die meisten von ihnen schienen nicht einmal selbst daran zu glauben, zu gewinnen, und taten es aus reinem Ehrgefühl. Danach kamen bekanntere an die Reihe, wie Vesku Belor und Cyn Arct’uust. Diese bekamen größeren Zuspruch. Dann trat Ghat Notimo, das Clanoberhaupt des Notimo-Clans vor. Er hatte strohblonde Haare und äußerst markante Wangenknochen, sowie einen kurzen Spitzbart. Ich schätzte ihn auf Anfang dreißig. Er strahlte eine gewisse Eleganz aus, das konnte man ihm nicht abstreiten. Doch sprachen seine Taten meist für sich. „Ich kandidiere für das Amt des Protektors“, sprach er zur Menge. „Denn ich werde etwas verändern. All das, was unter der Amtszeit Dolkkas (er spie das Wort fast aus) geschah, wird nichts mehr bedeuten! Ich werde dieser Stadt neuen Glanz verleihen, ehemaligen Glanz. Als ein aufrechter, ehrenhafter Mandalorianer“ Diese leeren Worte schienen relativ gut bei der Menge anzukommen. Der letzte Satz war offensichtlich ein direkter Angriff auf Buir. Ich ballte meine Faust. Halt dich zurück, dachte ich. Und Onkel Kyr schaute mit einem Blick zu mir hinüber, der genau dasselbe aussagte. Tue jetzt bloß nichts Unüberlegtes. Als er geendet hatte, blickte Notimo noch einmal mit einem allessagenden Blick zu uns hinüber, ehe er noch einmal zur Menge hinüber lächelte. Als er die Bühne verließ, applaudierte man ihm. Als er an Miilo vorbei lief, schien er ihm etwas zuzuflüstern. Miilos Gesichtsausdruck schien nichts Gutes zu heißen. Nun betrat er die Tribüne. Es herrschte beinahe solch eine Stille, wie nach der Rede meines Vaters am Tag zuvor. Alle schienen gespannt darauf zu warten was er, der Sohn ihres ehemaligen Anführers, sagen würde. Auch ich war ungeheuer gespannt, denn er hatte uns ja nicht verraten wollen, was er tun würde. „Jari Dolkka“, rief er laut. Alle blickten etwas verwirrt drein. „Jari Dolkka ist mein Buir. Viele Jahre führt er euch nun, beschützt er euch, genauso wie er es mit dieser Stadt tut. Aber nun ist er zurückgetreten und viele von euch sind darüber verärgert, das weiß ich. Manche von euch verfluchen ihn dafür sogar. Doch keiner von euch kennt den Grund, weshalb er sein Amt aufgibt“ Zustimmendes Murmeln war zu hören. „Er tut es, um der nächsten Generation eine Chance zu geben. Deshalb will ich als sein Sohn dieses Erbe für ihn weiterführen. Wenn ich Protektor werde, tue ich alles in meiner Macht stehende, damit Elu’malu solch glückliche Jahre erlebt, wie sie es unter meinem Vater gewesen sind!“ Damit trat er von der Bühne. Auch ihm applaudierte man heftig. Währenddessen stand Notimo unbemerkt auf und verschwand in der Menge. Als Miilo bei uns ankam, tauschte ich mit ihm einen festen, brüderlichen Händedruck aus. „Kandosii“, meinte ich. „Ich habe es noch nicht geschafft“, erinnerte er mich. „Dieser Hut’uun Ghat Notimo kommt genauso gut bei denen an. Erst wenn ich den in der Wahl besiege, kann ich mich überhaupt behaupten“. Da hatte er Recht. Auch wenn er besser beim Publikum angekommen war, so hatte Notimo doch mehr Clans hinter seinem Rücken. „Trotzdem sieht es gut aus. Du hast gute Chancen bei der Wahl zu gewinnen“, sagte ich. Er nickte. Ich konnte ihm ansehen, dass auch er innerlich vom Ergebnis überrascht war. Soviel Zuspruch hatte er sich wohl nicht erhofft. Nun gaben alle Clanoberhäupter ihre Stimmen ab. Schließlich verkündete Cresto, ein Vertrauter meines Vaters und entfernter Verwandter, die Ergebnisse. Zuerst kamen die kleinen Helden, die sich selbst gewählt hatten und gehofft hatten, andere würden es ihnen gleichtun. Dann kamen langsam die größeren Männer an die Reihe. Diese wurden von mehreren anderen Clans gewählt. Schließlich kamen die Favoriten an die Reihe. Die Namen von Vesku Belor und Cyn Arct‘uust wurden genannt. Belor, ein glatzköpfiger, dunkelhäutiger Mandalorianer von geschätzten fünfunddreißig Jahren mit einer rotleuchtenden Augenprothese in der rechten, vernarbten Augenhöhle, die ihm von einem Jedi zugefügt worden war, hatte siebzehn Stimmen erhalten. Cyn Arct‘uust, ein junger und heißsporniger Mandalorianer mit für einen Krieger ungewöhnlich langem kohlenschwarzem Haar und einer traditionellen mandalorianischen Tätowierung auf dem kompletten rechten Arm, hatte achtzehn Stimmen erhalten. Die Menge war nun wie ein Bogenspanner gespannt. Nur Miilo und Ghat Notimo waren noch nicht genannt worden. „Und schließlich kommt …“, begann Cresto. „Miilo Dolkka mit sechsundzwanzig Stimmen…“ Notimo grinste siegesgewiss. „…und Ghat Notimo mit…“ Notimo war aufgestanden und blickte zur Menge. „ebenfalls sechsundzwanzig Stimmen“, endete Cresto und blickte Ghat Notimo, der nun ganz vorne auf der Bühne stand und in einen Siegesschrei einsetzen wollte, irritiert an. Notimo schien nach einigen Sekunden zu begreifen, dass er doch noch nicht gesiegt hatte, und seine offene Freude wich gut verborgener aber bestimmter Wut. „Da die Wahl damit nicht entschieden ist, beginnen wir mit dem zweiten Wahlgang“, verkündete Cresto. Zu einem zweiten Wahlgang kam es äußerst selten. In diesem Fall konnte sich jedes Clanoberhaupt noch einmal zur Wahl aufstellen, was häufig aber nicht der Fall war. Eher gaben sie einem der ersten Vier ihre Stimme. Auch war es möglich, dass ein Clananführer sich mit den von ihm gewählten Stimmen einem anderen anschloss, sodass dieser all die Stimmen des anderen zugeschrieben bekam. Letzeres war aber in der ganzen Geschichte erst ein- oder zweimal geschehen. Der zweite Wahlgang würde am nächsten Wahlgang stattfinden, damit alle genug Zeit hatten um ihre Entscheidung zu überdenken. Miilo schien mit diesem Ergebnis mehr als zufrieden. Am Abend war die Stimmung im völligen Gegensatz zum Vortag. Wir feierten ausgelassen und stießen auf Miilo an. Sogar Buir war gut gelaunt. In diesem Moment merkte ich jedoch, dass Elli mir fehlte. Ohne sie war es nicht komplett. Ich fragte mich einmal mehr, wo sie gerade war, was sie gerade tat, ob es ihr gut ging. Jedoch hielt ich mich nicht lange mit diesem Gedanken auf, und versuchte mich so gut wie möglich abzulenken. An diesem Abend hatten wir alle eine Menge Spaß. Am nächsten Tag wurde es jedoch ernst. Mica blieb bei Rysa zuhause, der Rest kam mit. Wir fuhren früh zum Hauptplatz, doch dort hatte sich schon eine große Menschenmenge gebildet. Als wir durch die Menge schritten, trat Cresto auf uns zu und meinte, er wolle einmal mit Buir sprechen. Die Anderen gingen zu unseren Plätzen, während ich Miilo begleitete. Er ging zu einem Platz etwas abseits der Tribüne. Wir unterhielten uns ein wenig über seine Pläne und Ansichten. Doch nicht lange und wir wurden gestört. Ghat Notimo kam auf uns zu. „Dolkka“, rief er in scharfem Ton. „Du hast mich gestern bei der Wahl blamiert! Das werde ich nicht vergessen“ Er blieb nun direkt vor Miilo stehen. Dann schaute er mich an. „Verschwinde!“, fauchte er. „Bring mich dazu“, entgegnete ich. Er starrte mich kurz eiskalt an, dann widmete er sich wieder seinem Hauptziel. „Gib auf, Dolkka. Du hast keine Chance!“, forderte er Miilo auf. „Glaubst du das wirklich?“ fragte Miilo ihn ruhig. „Nachdem was wir gestern gesehen haben, kann ich doch ganz gut mit dir mithalten, Notimo!“ Notimo grinste tödlich. „Diesmal wird es nicht so einfach“, erwiderte er. „Ich habe einige überreden können, mir für gewisse Gefallen ihre Stimme zu überlassen“ Er drehte sich um und ging fort. Schließlich schaute er noch einmal zurück. „Du solltest aufgeben, Dolkka“, sagte er. „Damit könntest du zeigen, dass du wirklich das Erbe deines Vaters antreten willst“ Ich blickte Miilo an. Er wirkte eindeutig ein wenig eingeschüchtert durch die Worte des Anderen. „Keine Sorge“, meinte ich zu ihm. „Wenn er trickst, dann tun wir das auch“ Er sah mich kurz an. „Beeil dich, in einer halben Stunde werden die Stimmen abgegeben“, meinte er schließlich. Ihm schien es nicht wirklich zu gefallen, dass er Hilfe brauchte. „Ich werde dich nicht enttäuschen“, versprach ich. Er ging fort und ich wartete auf den richtigen Moment. Ich hatte bereits einen Plan, den ich jetzt nur noch in die Tat umsetzen musste. In ganz Elu’malu war bekannt, dass sich die Kandidaten Vesku Belor und Cyn Arct‘uust aufgrund einer Begebenheit vor drei Jahren fast auf den Tod nicht ausstehen konnten. Das wollte ich mir zunutze machen. Nach ein paar Minuten kam der Erste der beiden, Cyn Arct‘uust an mir vorbei.Ich hasste mich selbst schon für das, was ich nun tun würde. „Cyn, kann ich dich mal sprechen?“, fragte ich. „Natürlich Dolkka“, antwortete er nicht unfreundlich. Ich kam direkt zur Sache. „Ich wollte dich bitten, meinen Bruder Miilo zu unterstützen“, sagte ich ihm ganz offen. Nun schien er mich nicht mehr für ganz voll zu nehmen. Er lachte. „Und warum sollte ich das tun?“, fragte er mich ernst. „Auch wenn dein Bruder überzeugend war, damit würde ich meine Chance aufgeben, selbst Protektor werden zu können“ Ich überlegte genau was ich sagen wollte, bevor ich ihm antwortete. „Weil du damit den Gegenspieler des Mannes, den Vesku Belor unterstützt, helfen würdest“ Das schien für ihn ein überzeugendes Argument zu sein, denn er erwiderte nichts. „Ich werde darüber nachdenken“, sagte er nur noch. Dann ging er weiter. Und da schritt schon der Rivale Cyn’s heran. Vesku Belor begutachtete mich durchdringend mit seiner Augenprothese, beinahe so als ob er mich scannen würde. „Was habt ihr mit diesem erbärmlichen Halbstarken zu schaffen?“, fragte er. „Ich habe ihn gefragt, ob er meinen Bruder unterstützen könne. Aber er hat abgelehnt“, log ich. „Aus welchem Grund?“, fragte er mich interessiert. „Er hatte sich schon für Ghat Notimo entschieden“ Er schaute mich argwöhnisch an. „Dieser verdammte Hut’uun“, fluchte er. „Dein Bruder hat mich mit seiner Rede zum Nachdenken gebracht. Vielleicht sollte ich der nächsten Generation auch eine Chance geben. Aber ganz sicher nicht Cyn Arct’uust oder Ghat Notimo! Du und dein Bruder, ihr könnt euch auf meine Unterstützung verlassen“ Damit hatte ich auch den zweiten der Beiden auf unsere Seite gezogen. Zufrieden ging ich zu meiner Familie. Dann ging es los. Cresto trat erneut vor, um den Ausgang zu verkünden. „Die Ergebnisse des zweiten Wahlgangs stehen jetzt fest“, eröffnete er. „Es gab eine… naja, eine außergewöhnliche Wendung“ Ausnahmslos alle hingen an seinen Lippen. Beinahe alle Clans hatten sich heute vollzählig auf dem Platz versammelt. „Gleich drei Teilnehmer haben sich entschieden, einen anderen mit ihren Stimmen zu unterstützen. Zum einen haben Cyn Arct’uust und Vesku Belor sich entschlossen, Miilo Dolkka zu unterstützen. Zum anderen unterstützt Wad’e Kyradat mit seinen sechs Stimmen Ghat Notimo“ Arct’uust und Belor blickten sofort überrascht zuerst zu Miilo und dann zueinander hinüber. Ihnen wurde klar, wie ihre eigenen Konflikte von jemandem ausgenutzt worden waren. Dass Kyradat Notimo seine Stimmen geben würde, hatte ich vermutet. Sie waren verwandt, da Kyradat ein Cousin Notimos mütterlicherseits war. Das hatte für ihn wohl ausgereicht. „Deshalb kommen jetzt nur noch zwei Kandidaten infrage. Damit hat Ghat Notimo nun 59 Stimmen…“ Notimo merkte in diesem Moment, dass er zu wenige Stimmen hatte. Er wurde bleich. „…Und Miilo Dolkka 75 Stimmen. Damit ist Miilo Dolkka Sieger der Wahl und neuer Protektor!“, verkündete Cresto lautstark. Die Menge applaudierte. Miilo lächelte. Nein er strahlte sogar richtig. Er stieg auf die Bühne und präsentierte sich Elu’malu. Währenddessen schlich sich Ghat Notimo mit seinen Verbündeten davon. Am Abend wurde ein großes Fest veranstaltet. Auch diesem Fest wohnte so gut wie jeder aus der Stadt bei. Auch sah ich ein paar alte Bekannte wieder. Dyn Ambosii und sein Bruder Roman waren angereist, und feierten mit uns gemeinsam den neuen Protektor. Während wir mitten im Fest waren, sprach mich Cyn Arct'uust an. "Das vorhin war ein kluger Schachzug, Dolkka", lobte er mich. "Ich hätte nicht gedacht, dass dieser alte Sturkopf und ich einer Meinung sein könnten, aber..." Er zögerte. "...aber wir finden, dass wir deinen Bruder weiterhin unterstützen wollen" Ich bedankte mich bei ihm und feierte an der Seite von Mica und den anderen weiter. Das Fest ging bis in den Morgen hinein. Nach ein paar Wochen normalisierte sich die Situation langsam. Miilo wurde in seine Tätigkeiten eingeweiht, und begann die Stadt zu regieren.

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